MONA-Spektrum

seltene angeborene Skelettdysplasie From Wikipedia, the free encyclopedia

Das MONA-Spektrum, Akronym für Multizentrische Osteolyse-Nodulöse (knötchenbildende)-Arthropathie ist eine sehr seltene angeborene Skelettdysplasie mit den Hauptmerkmalen einer fortschreitenden, multifokalen Osteolyse, Erosionen der Gelenkflächen, bindegewebige Knotenbildungen in der Unterhaut und Gesichtsdysmorphie.[1][2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
Q85.9 Phakomatose, nicht näher bezeichnet
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Unter dieser Bezeichnung werden folgende früher separat geführte Syndrome zusammengefasst:[3][4]

  • Torg-Syndrom (multiple schmerzlose subkutane Knötchen, mäßige Osteoporose und auf Hand und Fuß begrenzte Osteolysen)
  • Winchester-Syndrom (ausgeprägte Osteolysen, generalisierte Osteoporose, ohne subkutane Knötchen, Gesichtsdysmorphie, Hornhauttrübungen)
  • beide auch als Torg-Winchester-Syndrom zusammengefasst
  • NAO-Syndrom, Akronym für Nodulosis -Arthropathie-Osteolysis, (ausgeprägteste Osteolysen und Knötchenbildungen, lediglich in Saudi-Arabien beschrieben)

Die Namensbezeichnungen beziehen sich auf die Erstautorin der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1969 durch die US-amerikanische Kinderradiologin Patricia Winchester und Mitarbeiter.[5] und J. S. Torg und Mitarbeiter aus demselben Jahr.[6]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang wurde über weniger als 50 Betroffene berichtet. Die Vererbung erfolgt vermutlich autosomal-rezessiv.[2]

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen im MMP2-Gen auf Chromosom 16 Genort q12.2[4] oder im MMP14-Gen auf Chromosom 14 Genort q11.2 zugrunde.[7]

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1][2]

Diagnose

Im Röntgenbild generalisierte Osteopenie, progrediente Osteolyse der Hand- und Fußwurzelknochen, von proximal nach distal fortschreitend auch Mittelhand/fussknochen, Enden der Röhrenknochen, und Klavikula, diaphysäre Verbreiterung der Röhrenknochen.[1]

Differentialdiagnose

Hauptsächlich abzugrenzen ist die Juvenile idiopathische Arthritis.[2]

Therapie

Eine spezifische Behandlung ist nicht bekannt.

Literatur

  • L. Kröger, T. Löppönen, L. Ala-Kokko, H. Kröger, H. M. Jauhonen, K. Lehti, J. Jääskeläinen: A novel mutation in the matrix metallopeptidase 2 coding gene associated with intrafamilial variability of multicentric osteolysis, nodulosis, and arthropathy. In: Molecular genetics & genomic medicine. Band 7, Nummer 8, August 2019, S. e802, doi:10.1002/mgg3.802, PMID 31268248, PMC 6687624 (freier Volltext).
  • Eleftherios Mandragos, Dimitris Myrgiotis, Spyridon Strongylos, Yvonne-Mary Papamerkouriou, John Michelarakis: Clinical Radiological and Molecular Profile of a Patient Affected With Multicentric Osteolysis Nodulosis and Arthropathy. In: Cureus. 2021 doi:10.7759/cureus.16615.
  • K. Pichler, D. Karall, D. Kotzot, E. Steichen-Gersdorf, A. Rümmele-Waibel, L. Mittaz-Crettol, J. Wanschitz, L. Bonafé, K. Maurer, A. Superti-Furga, S. Scholl-Bürgi: Bisphosphonates in multicentric osteolysis, nodulosis and arthropathy (MONA) spectrum disorder - an alternative therapeutic approach. In: Scientific reports, Band 6, September 2016, S. 34017, doi:10.1038/srep34017, PMID 27687687, PMC 5043187 (freier Volltext).

Einzelnachweise

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