Total extraperitoneale Hernioplastik

Variante der Leistenbruchoperation From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Total extraperitoneale Hernioplastik (TEP, Total Extraperitoneale Plastik; auch TEPP, Transkutane Endoskopische Promesh-Plastik) ist eine Variante der Leistenbruchoperation.

Technik

Bei der TEP-Technik wird über zwei bis drei kleinere Schnitte in minimalinvasiver Operationstechnik (MIC; Knopflochchirurgie) eine Bauchdeckenspiegelung, aber keine Bauchhöhlenspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt im Unterschied zur TAPP-Technik (Transabdominale Präperitoneale Patch-Plastik).

Der Hauptzugang erfolgt über einen kleinen Schnitt, meist etwas unterhalb des Nabels, über den auch ein gefaltetes Netz eingeführt werden kann. Das dünne Kunststoffnetz (historisch aus Polyester, heutzutage meist aus Polypropylen, neuerdings auch aus Polyvinylidenfluorid[1]) wird zwischen den Bauchdeckenschichten, also hinter die Muskulatur und auf das Bauchfell, eingelegt und verstärkt damit dauerhaft die Bauchwand. Wichtig ist dabei, dass die Lücke weiträumig abgedeckt wird, sodass die Summe aller Kraftvektoren außerhalb der Lücke größer ist als die Summe der Kraftvektoren über der Bruchlücke. Fixiert wird das Netz allein durch den Bauchinnendruck und den Gegendruck der Bauchmuskulatur. In der Regel sind daher im Gegensatz zu der TAPP-Technik keine zusätzlichen Befestigungen mit Clips aus Metall oder Kunststoff erforderlich. Um bei der Einbringung eine Verschiebung des Implantates zu verhindern, wird es manchmal trotzdem punktuell mit einem für innere Anwendung zugelassenen Kleber aus Fibrin oder Cyanoacrylat fixiert.[2]

Meist kann nach TEP-Behandlung nach wenigen Tagen mit sofortiger Belastbarkeit gerechnet werden, d. h. gering belastende alltägliche Tätigkeiten sind möglich (siehe ambulante Chirurgie).

Einzelnachweise

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