Tour de France 2026/9. Etappe

From Wikipedia, the free encyclopedia

Die 9. Etappe der Tour de France 2026 fand am 12. Juli 2026 statt. Sie führte die 113. Austragung des französische Etappenrennens ins Zentralmassiv, wo das Finale auf dem Plateau de Millevaches abgehalten wurde. Der Start erfolgte in Malemort, ehe es über 154,6 Kilometern nach Ussel ging. Nach der Zielankunft hatten die Fahrer insgesamt 1420,5 Kilometer absolviert, was 43,2 % der Gesamtdistanz entspricht.

Schnelle Fakten
9. Etappe der Tour de France 2026
Der Aussichtsturm auf dem Mont Bessou, auf dem oberen Plateau mit einem Plakat der Tour de France 2026
Allgemeines
Etappe9. Etappe، Tour de France 2026
StreckentypHügelige Etappe Hügelige Etappe
Datum12. Juli 2026
Etappenlänge154,6 km
LandFRA Frankreich
StartMalemort
ZielUssel
Fahrer am Start176
Fahrer am Ziel176
Durchschnitts­geschwindigkeit44,592 km/h
Höhenmeter2.427 m
Ergebnis
1. NED Mathieu van der Poel3 h 28 min 01 s
(Alpecin-Premier Tech)
2. NOR Tobias Halland Johannessen+ 0 s
3. GBR Thomas Pidcock+ 0 s
CombativeNED Mathieu van der Poel
(Alpecin-Premier Tech)
Stand in der Gesamtwertung
FührenderSLO Tadej Pogačar32 h 17 min 04 s
(UAE Team Emirates XRG)
2. DEN Jonas Vingegaard+ 2 min 42 s
3. MEX Isaac Del Toro+ 3 min 27 s
weitere Wertungen
PunktewertungDEN Mads Pedersen
(Lidl-Trek)
BergwertungSLO Tadej Pogačar
(UAE Team Emirates XRG)
NachwuchswertungMEX Isaac Del Toro
(UAE Team Emirates XRG)
TeamwertungGER Lidl-Trek
8. Etappe10. Etappe
Dokumentation
Schließen

Ursprünglich war eine Etappe von 185,5 Kilometern geplant. Am Vorabend der 9. Etappe gab die A.S.O. jedoch eine Änderung der Streckenführung bekannt. Aufgrund von erwarteten hohen Temperaturen von bis zu 40 °C während der Etappe, wurde die Strecke um rund 30 Kilometer verkürzt.[1]

Nach der Etappe wurde der erste Ruhetag im Département Cantal abgehalten.

Streckenführung

Der neutralisierte Start erfolgte in Malemort auf der D141 vor der Plaine des Jeux des Bouriottes. Danach bogen die Fahrer auf die Av. de la Garenne Verte und passierten das Stade Amédée-Domenech, kurz danach bogen sie links auf die Av. Georges Pompidou und fuhren nach Osten weiter zur D921. Nach 5,5 neutralisierten Kilometern wurde das Rennen auf der D921 freigegeben.

Nach dem offiziellen Start führte die Strecke entlang der Loyre zur Gemeinde La Chapelle-aux-Brocs und dann weiter nach Lanteuil. Von dort aus begann die Straße zu steigen, wobei nach 13,9 Kilometern der Zwischensprint in Beynat erfolgte. Der Anstieg führte jedoch weiter zur Kreuzung Les Quatre Routes, von wo ein kurzes Plateau nach Sainte-Fortunade befahren wurde. Nach einer Abfahrt nach Tulle folgte mit der Côte de Naves (410 m) eine Bergwertung der 4. Kategorie, die nach 46 Kilometern überquert wurde. Die Auffahrt erfolgte dabei auf der D1120, die für 2,3 Kilometer im Schnitt mit 7,4 % anstieg. Danach ging es von Vimbelle für rund 20 Kilometer stetig bergauf zum Suc au May (903 m), wo eine Bergwertung der 2. Kategorie abgenommen wurde. Die Südaufahrt von Chaumeil stieg dabei für 3,8 Kilometer im Schnitt mit 7,7 % an, ehe die Kuppe bei Kilometer 74,1 erreicht wurde. Nun folgten eine Abfahrt nach Madranges und ein Flachstück bis Treignac, ehe es über die D16 auf die Côte de la Croix du Pey (817 m) ging. Diese galt als Bergwertung der 3. Kategorie und wies auf einer Länge von 4,8 Kilometern eine Durchschnittssteigung von 6 % auf. Im weiteren Streckenverlauf folgte ein längeres Plateau, das über Gourdon-Murat, Bugeat und Pérols-sur-Vézère auf den Mont Bessou (977 m) führte. Die letzten 900 Meter stiegen dabei auf einer schmalen Straße im Schnitt mit 7,3 % auf. Auf der Kuppe wurde 24,5 Kilometer vor dem Ziel eine Bergwertung der 4. Kategorie abgenommen. Nach einer kurzen Abfahrt ging es im Anschluss von Meymac über hügliges Terrain zum Zielort.

Im Finale wurde Ussel aus südöstlicher Richtung von Saint-Angel über die D1089 erreicht. 900 Meter vor dem Ziel bogen die Fahrer bei einem Kreisverkehr rechts auf die Avenue Turgot ab und überquerten dabei die Diège. Bei leichten Steigungsprozenten ging es nun zum Zielstrich, der sich nach einer leichten Rechtsbiegung vor dem Collège Voltaire d’Ussel befand.[2]

Ursprünglich sollten die ersten neutralisierten Kilometer durch die Innenstadt von Brive-la-Gaillarde führen, ehe das Rennen nach 4,4 Kilometern auf der Avenue Jean Lurçat in einer leichten Steigung freigegeben werden sollte. Nach dem offiziellen Start sollte die Strecke über Jugeals-Nazareth, Turenne und Collonges-la-Rouge über hügliges Terrain nach Meyssac führen. Auf der D14 folgte ein nicht-kategorisierter Anstieg zum Croix d’Antignac, ehe eine kurze Abfahrt nach Lanteuil geplant war.[3]

Weitere Informationen Ort, Kilometer ...
Streckenführung
Ort Kilometer Länge (km) Höhe (m) Ø Steigung max. Steigung
neutralisierter Start Malemort (D141) −5,5
offizieller Start Malemort (D921, Pont du Cayre) 0
Zwischensprint Beynat 13,9
Bergwertung (4. Kategorie) Côte de Naves 46 2,3 410 7,4 % unbekannt
Bergwertung (2. Kategorie) Suc au May 74,1 3,8 903 7,7 % unbekannt
Bergwertung (3. Kategorie) Côte de la Croix du Pey 98,5 4,8 817 6 % unbekannt
Bergwertung (4. Kategorie) Mont Bessou 130,1 0,9 977 7,3 % unbekannt
Ziel Ussel 154,6
Schließen

Rennverlauf

Bis zum Zwischensprint in Beynat kontrollierte Lidl-Trek das Rennen, um seinen Sprinter Mads Pedersen in Szene zu setzen zu können. Der Däne nutzte die Vorarbeit seiner Teamkollegen: Er gewann den Zwischensprint und baute seinen Vorsprung in der Punktewertung aus. Im ersten Renndrittel unternahmen mehrere Fahrer zahlreiche Ausreißversuche, die für Bewegung im Fahrerfeld sorgten – jedoch scheiterten alle. Das UAE Team Emirates-XRG übernahm die Kontrolle im Hauptfeld und unterband, wie vorhin das Team Lidl-Trek, alle weiteren Fluchtversuche. Erst nach 60 Rennkilometern gelang es 16 Fahrern nach zahlreichen Versuchen, sich aus dem Hauptfeld abzusetzen:

Das UAE Team Emirates-XRG drosselte daraufhin etwas das Tempo im Peloton. Dadurch vergrößerte sich der Vorsprung der Spitzengruppe allmählich auf rund 1 Minute. In der Spitzengruppe attackierten nun Simmons und Johannessen. Das Duo nutzte die etwas mangelhafte Zusammenarbeit in der großen Ausreißergruppe aus. Die nun 14-köpfige Verfolgergruppe geriet plötzlich in kleine Schwierigkeiten, denn am Fuße des Anstiegs zum Suc au May war der Rückstand zum Spitzenduo bereits auf etwa 30 Sekunden angewachsen. Pidcock attackierte gemeinsam mit Gee-West und Van Eetvelt aus der Verfolgergruppe und konnte erfolgreich zum Spitzenduo aufschließen. Danach attackierte – in den steilsten Abschnitten des Suc au May – Van der Poel aus der Verfolgergruppe und schloss die Lücke zur Spitze. Castrillo und Baudin hielten mit, womit die einst 16-köpfige Spitzengruppe nur noch aus acht Fahrer bestand. Den Fahrern gelang es allerdings nicht, den Vorsprung zum Hauptfeld zu vergrößern, denn das UAE Team Emirates-XRG und das Netcompany Ineos Cycling Team forcierten immer wieder eine Tempoverschärfung innerhalb des Hauptfeldes. Der maximale Abstand belief sich auf etwa 1:30 Minuten.

Tom Pidcock überquerte als Erster den Suc au May. Dies gelang ihm auch beim Anstieg zur dritten Bergwertung des Tages, Pidcock überquerte erneut als Erster die Kuppe. Trotz einer unermüdlichen Verfolgung durch das Peloton hatte die Spitzengruppe weiterhin ihren Vorsprung behalten können. 40 Kilometer vor dem Ziel betrug der Vorsprung allerdings nur noch etwa 1 Minute. Van der Poel legte danach einen Endspurt ein, insbesondere nach dem Mont Bessou, wo er als Erster die Kuppe überquerte. Nur Johannessen, Pidcock und Baudin konnte sich dem Niederländer anschließen.

Etwa 10 Kilometer vor dem Ziel hielt das Spitzenquartett dem Hauptfeld stand. Das Hauptfeld erhöhte das Tempo nun nochmals, der Abstand zur Spitze wurde geringer. Auf den letzten Kilometern und der ansteigenden Zielgeraden setzte sich Van der Poel früh an die Spitze. Er startete auf den letzten 250 Metern als Erster den Sprint und konnte von niemandem überholt werden. Van der Poel setzte sich im Sprint gegen seine Ausreißerkollegen Johannessen, Pidcock und Baudin durch und sicherte sich – nach 2021 und 2025 – seinen insgesamt dritten Etappensieg bei der Tour de France.[4][5][6]

Mathieu van der Poel wurde von der Renn-Jury als kämpferischster Fahrer der Etappe gekürt. Die Wertungen blieben zu Ende der ersten Woche unverändert: Tadej Pogačar ist weiterhin Führender in der Gesamtwertung und Bergwertung. Mads Pedersen behielt weiterhin das Grüne Trikot und Isaac Del Toro war weiterhin Führender in der Nachwuchswertung. Das Team Lidl-Trek hatte immer noch die Führung in der Mannschaftswertung inne.

Ergebnis

Gesamtstände

Weitere Informationen Gesamtwertung, Fahrer ...
Schließen




Weitere Informationen Nachwuchswertung, Fahrer ...
Schließen


Weitere Informationen Mannschaftswertung, Team ...
Mannschaftswertung
TeamZeit
1. GER Lidl-Trek Teamwertung96 h 40 min 41 s
2. UAE UAE Team Emirates XRG + 27 min 08 s
3. NED Team Visma | Lease a Bike + 36 min 22 s
4. GER Red Bull-Bora-Hansgrohe + 44 min 19 s
5. FRA Decathlon CMA CGM Team + 1 h 01 min 55 s
6. USA EF Education-EasyPost + 1 h 03 min 34 s
7. GBR Netcompany Ineos + 1 h 04 min 37 s
8. ESP Movistar Team + 1 h 36 min 50 s
9. SUI Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team + 1 h 39 min 10 s
10. FRA Team TotalEnergies + 1 h 54 min 51 s
Schließen


Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI