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Oberleitungsbus Bergen

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Der Oberleitungsbus Bergen, norwegisch Trolleybuss Bergen, ist der letzte noch betriebene Oberleitungsbus-Betrieb in Norwegen. Neben dem Oberleitungsbus Landskrona ist er zudem einer von nur zwei in ganz Skandinavien. Bis heute wurde er von vier Verkehrsunternehmen geführt:

  • Bergen Sporvei AS (bis 1998)
  • Gaia Trafikk AS (1998 bis 2006)
  • Tide ASA (seit 1998)
  • Keolis (seit 1. Dezember 2020)
Oberleitungsbus Bergen
Streckenlänge:12 km
U-Bahn-Strecke von linksU-Bahn-Strecke von rechts
Wendeschleife Sentrum
U-Bahn-Abzweig quer, von links und von rechts (Strecke außer Betrieb)U-Bahn-Abzweig geradeaus und ehemals von rechtsU-Bahn-Strecke
ehemalige Strecke nach Møhlenpris
U-Bahn-Bahnhof (Strecke außer Betrieb)U-Bahn-StreckeU-Bahn-Strecke geradeaus
(Engen)
U-Bahn-Bahnhof
Strandkaiterminalen
U-Bahn-Strecke geradeaus (außer Betrieb)U-Bahn-Haltepunkt / HaltestelleU-Bahn-Strecke geradeaus
Strandgaten
U-Bahn-Strecke (außer Betrieb)U-Bahn-Abzweig geradeaus, ehemals nach links und von linksU-Bahn-Abzweig ehemals quer und nach rechts
ehemalige Strecke nach Mulen
U-Bahn-Abzweig geradeaus, nach links und von links (Strecke außer Betrieb)U-Bahn-Abzweig geradeaus, ehemals nach rechts und ehemals von rechts
ehemalige Wendeschleifen Sentrum
U-Bahn-Strecke (außer Betrieb)U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Småstrandgaten
U-Bahn-Bahnhof (Strecke außer Betrieb)U-Bahn-Strecke
(Gamle Brannstasjon)
provisorische Wendeschleife (2010–2012)
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Nygaten
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Kong Oscars gate
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Stadsporten
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Kalfarlien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Kalvedalsveien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Svartediksveien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Statsarkivet
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Haukeland jukehus nord
U-Bahn-Tunnel
Tunnel unter Haukeland Unikrankenhaus
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Haukeland jukehus sør
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Fridalen
ehemalige Wendeschleife Fridalen
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Langhaugen
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Hagerups vei
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Landåstorget
ehemalige Wendeschleife Rugdeveien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Erleveien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Wiers Jenssens vei
U-Bahn-Betriebs-/Güterbahnhof Streckenanfang und querU-Bahn-Abzweig geradeaus, nach rechts und von rechts
Depot
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Mannsverk
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Bolstad
ehemalige Wendeschleife Natlandsveien
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Henrik Jægers vei
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Kolstibotn
U-Bahn-Haltepunkt / Haltestelle
Knausen
U-Bahn-Bahnhof
Birkelundstoppen
Wendeschleife Birkelundstoppen

Geschichte

Die Oberleitungsbus-Anlage in der Stadt Bergen besteht seit dem 24. Februar 1950. Seitdem die 4,1 Kilometer lange Durchmesserlinie 5 im Frühjahr 1995 auf Omnibusbetrieb umgestellt wurde, wird nur noch die am 1. Dezember 1957 eröffnete Radiallinie 2 elektrisch betrieben. Derzeit verkehrt sie zwischen Strandkaiterminalen in der Innenstadt (norwegisch Sentrum) und Birkelundstoppen.

Nach drei Verlängerungen in den Jahren 1958, 1985 und 2003 erreichte die Linie 2 zunächst eine Länge von 6,5 Kilometern. Im Zuge der Einstellung der Linie 5 erhielt sie in der Innenstadt ferner eine vereinfachte Linienführung, es entstand dort eine Häuserblockschleife über die Straßen Strandkaien und Strandgaten. Im September 2010 musste die Linie in der Innenstadt baustellenbedingt etwas verkürzt werden. Zum Wenden wurde eine provisorische Häuserblockschleife über Olav Kyrres gate, Radhusgaten und Christies gate mit einer Endhaltestelle vor der alten Feuerwache eingerichtet. Seit dem 16. Januar 2012 wird wieder die vorherige Blockumfahrung mit Endhaltestelle Strandkaiterminalen befahren. Damit ist die Linie 2 heute 7,2 Kilometer lang. Stadtauswärts werden 23 Haltestellen bedient, in Richtung Zentrum wird 21-mal gehalten.

Die Reisezeit der Linie 2 betrug stadtauswärts 32 und stadteinwärts 34 Minuten. Sie wurde meist in einem starren Zehn-Minuten-Takt bedient, in den Schwachverkehrszeiten hingegen nur alle 20 Minuten. Weil für die Bedienung der Linie 2 bis zu acht Kurse benötigt wurden, aber nur sechs Oberleitungsbusse zur Verfügung standen, fand ein regelmäßiger Mischbetrieb mit Erdgasbussen statt.

Die Strecke wurde in der Innenstadt nach Lyngbø verlängert. Die Verlängerung ist 4,5 Kilometer lang, davon sind jedoch nur 3 Kilometer mit Fahrleitung überspannt. Die verbleibenden 1,5 Kilometer werden im Batteriebetrieb überwunden. Zu diesem Zweck wurden 2020 zehn neue Solaris Trollino 18 mit Batteriepaket beschafft (maximale Reichweite im Batteriebetrieb 11 Kilometer).[1] Die verlängerte Linie wurde im Frühjahr 2022 eröffnet, musste aber am 10. Dezember 2022 nach einem Brand in der Fahrleitung auf unbestimmte Zeit geschlossen werden. Das Projekt hatte dann schon fast 150 Millionen NOK gekostet.[2]

Am 1. Oktober 2025 beschloss das Fylkesting der Provinz Vestland aufgrund der hohen Betriebskosten und des schlechten Zustands der Infrastruktur, für deren Weiterbetrieb eine Modernisierung von drei Unterwerken sowie 188 Oberleitungsmasten erforderlich wäre, die Einstellung des Betriebs und den Ersatz durch Batteriebusse bis spätestens 2030.[3][4]

Fahrzeuge

Insgesamt wurden für den Oberleitungsbus Bergen im Laufe der Jahrzehnte folgende 89 Fahrzeuge beschafft, die grau hinterlegten sind aktuell in Betrieb:[5]

Weitere Informationen Aufnahme, Nummern ...
AufnahmeNummernStückHerstellerElektrikTypBaujahreBemerkungen
0001–1111StrømmenNorsk Elektrisk & Brown Boveri1943–1951Solowagen
0601–608,
0612–629
26Munck / SunbeamNorsk Elektrisk & Brown Boveri1957–1960Solowagen
0301–32020ŠkodaŠkoda9Tr1972Solowagen
0321–32404Volvo / HessBBC-SécheronB581978Solowagen
0325–32703MAN / ÖAF / Gräf & StiftBBC-SécheronGE 110/54/57/A1980Gelenkwagen
0328–33003Mercedes-Benz / FBWBBC-SécheronO 305 GT1982Gelenkwagen
0331–33303MAN / ÖAF / Gräf & StiftBBC-Sécheron1985Gelenkwagen
6701–6703, ehemals 701–70303Mercedes-BenzAEGO 405 GTD1992/1994Gelenkwagen, Duo-Busse
8194–8199, ehemals 6334–633906Neoplan / MANKiepeN6321 Electroliner2003Gelenkwagen,

niederflurig

3001–3010 10 Solaris Bus & Coach[6] Škoda Electric[7] Solaris Trollino 18 2020 Gelenkwagen, niederflurig,

Batterie-Paket (55 kWh) mit 11 km Reichweite

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Die aus der Tschechoslowakei importierten 9Tr waren die einzigen Obusse, die der Hersteller Škoda zu Zeiten des Kalten Kriegs nach Westeuropa verkaufen konnte. Sie waren bis 1986 im Einsatz, 302 und 306 blieben als Museumswagen erhalten. Ebenfalls im Museumsbestand befindet sich einer der vier Volvo/Hess-Solowagen.

Bereits 1997 schied mit 6701 der erste der drei Duo-Busse nach einem Brand aus dem Bestand. Wagen 6702 war zuletzt mit einer Vorrichtung für die Fahrleitungsenteisung ausgerüstet, bevor er im Winter 2010/2011 als Ersatzteilspender abgestellt und später verschrottet wurde. 6703 wurde zuletzt nur noch im Dieselmodus eingesetzt, da die Umschaltung auf Elektroantrieb nicht mehr funktionsfähig war. Im Januar 2012 stand er zum Verkauf.[8]

Die Fahrzeuge trugen die Namen von Bergener Persönlichkeiten, die jeweils oberhalb der Windschutzscheibe und auf der Dachkante des Nachläufers standen: Hans Wiers-Jensen (6334), Sofus Madsen (6335), Kristofer Janson (6336), Gerhard Gran (6337) Nordahl Rolfsen (6338) und Adolph Berg (6339).[9] Inzwischen tragen die Obusse die Nummern 8194–8199, die Radabdeckungen und die Namen sind verschwunden. Mit Inbetriebnahme der 10 Solaris-Obusse ist die Abstellung vorgesehen.

Die 2020 gelieferten 10 Gelenkobusse des Typs Solaris Trollino 18 (Kaufpreis etwa 8 Mio. Euro) sind, neben einem Winterpaket mit zusätzlicher Dämmung, Schneeketten-Vorbereitung und Alkohol-Interlock für den Fahrer/Fahrerin, mit einem 55-kWh-Batterie-Paket ausgestattet, was eine Batterie-Reichweite von etwa 11 Kilometern ermöglicht.[6] Die Batterien werden während der Fahrt unter der Oberleitung geladen (In-Motion Charging).[1]

Galerie

Siehe auch

Literatur

  • Nils Carl Aspenberg: Die O-Busse in Norwegen. Baneforlaget, Oslo, 1997.

Einzelnachweise

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