Museum in den Vereinigten Staaten
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Das US Space & Rocket Center in Huntsville, Alabama ist ein Museum, das vom Bundesstaat Alabama betrieben wird und Raketen, Raumfahrtserrungenschaften und Artefakte des US-Raumfahrtprogramms ausstellt.
Das Zentrum wurde 1970, kurz nach der Mondlandung von Apollo 12, der zweiten bemannten Mission zum Mond, eröffnet. Es präsentiert Ausrüstung des Apollo-Programms, darunter die Apollo-16-Kapsel, eine interaktive Wissenschaftsausstellung, Ausstellungen zum Space Shuttle sowie Raketen und Flugzeuge der US-Armee. Das Zentrum hat über 1.500 permanente Exponate zur Raketen- und Raumfahrtforschung sowie zahlreiche wechselnde Ausstellungen.
Lage
Das Zentrum ist auf einem Gelände des Redstone Arsenals neben dem Botanischen Garten von Huntsville an der Ausfahrt 15 der Interstate 565. Vom Zentrum werden Bustouren zum nahegelegenen Marshall Space Flight Center der NASA angeboten.[1]
Ausstellungsstücke
Das U.S. Space & Rocket Center zeigt mehr als 1500 Exponate rund um die Geschichte der Raumfahrt. Die Ausstellung umfasst Raketen, Triebwerke, Raumfahrzeuge, Simulatoren und interaktive Stationen.[2]
Raketen und Raumfahrzeuge
Modell der Saturn-V-Rakete (Maßstab 1:1)
V1 (Flugbombe), deutscher militärisch eingesetzter Marschflugkörper
V2 (Rakete), erste ballistische Boden-Boden-Rakete
Von links nach rechts: Saturn I, Jupiter IRBM, Juno II, Mercury-Redstone, Redstone und Jupiter-CSkylab, erstes Modell der ersten US-amerikanische Weltraumstation
Das U.S. Space & Rocket Center wurde von Wernher von Braun, dem Leiter des US-Mondlandeprogramms, vorgeschlagen. Im Jahr 1960 wurden die Planungen für das Museum begonnen. Nach einer erfolgreichen Volksabstimmung am 30. November 1965 konnte durch eine Landspende der U.S. Army mit dem Bau begonnen werden. Das Museum eröffnete am 17. März 1970 mit einer Mondlandschaft, Raketenexponaten und Hubschraubern.[3][4][5]
Es gelang dem damaligen Direktor Edward O. Buckbee, den Saturn-V-Testträger SA-500D sowie eine aufgerichtete Saturn I in das Museum zu holen.[6][7]
Davidson Center for Space Exploration
1982 war das Museum Hauptsponsor des US-Pavillons auf der Weltausstellung 1982 und eröffnete im selben Jahr das Spacedome-IMAX-Kino, das 2019 zu einem Planetarium umgebaut wurde.[7]
Ende der 1990er geriet das Zentrum unter Direktor Mike Wing durch Fehlmanagement in Geldprobleme. Nach seinem Rücktritt 1999 übernahm Larry Capps die Leitung, reduzierte die Schulden und ließ das Davidson Center for Space Exploration mit der restaurierten Saturn V errichten.[7]
Von 2010 bis 2019 leitete Deborah Barnhart. Sie kümmerte sich um die Finanzen und brachte neue Ausstellungsstücke rund um das Orion-Raumschiff nach Huntsville.[7]
Seit Februar 2021 steht das Museum unter der Leitung von Kimberly Robinson.[7][8]