Umsetzgleis

Bahnanlage für den Fahrtrichtungswechsel From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Umsetzgleis – auch Umfahrgleis genannt – ist eine Wendeanlage einer Eisenbahn oder Straßenbahn, die dem Fahrtrichtungswechsel dient.

Mit seiner Hilfe können am Endpunkt eingleisiger Stichstrecken Lokomotiven die Wagen oder Straßenbahn-Triebwagen die Beiwagen umfahren, um sich wieder an die Spitze des Zuges zu setzen. Anschließend können sie wieder in die Richtung fahren, aus welcher sie zuvor kamen. Bei der Straßenbahn wird von einer Umsetzendstelle, Umsetzstelle oder Kuppelendstelle[1] gesprochen, um solche Anlagen von einfachen Stumpfendstellen beziehungsweise Wendeschleifen oder Gleisdreiecken abzugrenzen. Endstellen mit Umsetzgleis können dazu dienen, eine Zugkreuzung zu ermöglichen. In diesem Fall kann der zweite ankommende Zug seinen Rangiervorgang erst durchführen, wenn der erste Zug die Umsetzendstelle wieder verlassen hat.

Die Gleisgeometrie einer Endstelle mit Umsetzgleis entspricht dabei meist einer Ausweiche auf freier Strecke, meist befindet sich jedoch an einer der beiden Seiten ein nur für Rangierfahrten benutztes Stumpfgleis oder Ausziehgleis. Dieses verfügt meist über einen Prellbock oder einen sonstigen Gleisabschluss. Das Stumpfgleis muss mindestens lang genug für das längste verwendete Triebfahrzeug sein. Bei Straßenbahn-Kuppelendstellen ist es üblicherweise länger, damit nicht benötigte Wagen dort abgestellt werden können.[1] Außerdem werden bei Straßenbahn-Kuppelendstellen üblicherweise Rückfallweichen verwendet, weil die jeweils beim spitzen Befahren benötigte Weichenlage stets gleich ist.[1] Typischerweise befindet sich im Bereich der Kuppelendstelle eine gemeinsame Aus- und Einstiegshaltestelle, an der jedoch vor Beginn des Umsetzens nur ausgestiegen und erst nach dessen Abschluss eingestiegen werden darf.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

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