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Université de Lorraine

Zusammenschluss der Universitäten Nancy und Metz (2012) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Université de Lorraine (kurz: UL; deutsch „Universität von Lothringen“)[4] ist eine staatliche Hochschule in der französischen Region Lothringen, die 2012 aus dem Zusammenschluss der Universität Nancy und der Universität Metz hervorgegangen ist. Sie hat den Status eines Grand établissement.

MottoFaire dialoguer les savoirs, c’est innover.[1]
Gründung1. Januar 2012 (1572)
TrägerschaftStaatlich
Schnelle Fakten Motto, Gründung ...
Université de Lorraine
Motto Faire dialoguer les savoirs, c’est innover.[1]
Gründung 1. Januar 2012 (1572)
Trägerschaft Staatlich
Ort Nancy und Metz (Lothringen)
Präsidentin Hélène Boulanger[2]
Studierende 62.000 (Stand: 2021)[3]
Mitarbeiter 7.000[3]
Jahresetat 634 Mio. Euro[3]
Netzwerke Universität der Großregion (UniGR)
Website www.univ-lorraine.fr
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Geschichte

Wappen der Universität Lothringen

Die Hochschule geht auf die am 5. Dezember 1572 von den Herzögen von Lothringen gegründete Universität Pont-à-Mousson in Pont-à-Mousson zurück, die 1769 nach Nancy verlegt wurde. Nach den Studentenunruhen von 1968 wurde die Universität in zwei Hochschulen aufgeteilt.

Im März 2007 wurden die Universitäten Henri Poincaré / Nancy-I (UHP), Nancy-II (UN2) und das Institut national polytechnique de Lorraine (INPL) zur (neuen) Universität Nancy zusammengeführt. Durch den Zusammenschluss mit der Universität Paul Verlaine – Metz (UPVM) im Oktober 2009 wurde das Zentrum für Forschung und Hochschulwesen der Université de Lorraine (französisch: Pôle de recherche et d’enseignement supérieur (PRES) de l’Université de Lorraine) gegründet. Nachdem im September 2010 die Bedingungen für die Fusion beider Universitäten festgelegt wurden, wurde diese am 25. Januar 2011 von allen Verwaltungsräten bewilligt. Mit dem Erlass des 22. Septembers 2011[5] wurde die Université de Lorraine offiziell gegründet. Der Zusammenschluss erfolgte schließlich am 1. Januar 2012. Die Hochschule ist Teil der europäischen Hochschulallianz EURECA-PRO, zu der in Deutschland die Hochschule Mittweida und die Technische Universität Bergakademie Freiberg gehören.

Organisation

Trotz des Zusammenschlusses der 2 (bzw. 4) Universitäten bleibt die Gliederung in Fakultäten (Unités de formation et de recherche – UFR) und Institute für Technik (Instituts universitaires de technologie – IUT) weitestgehend bestehen.

Die Universität verfügt über 51 Standorte in ganz Lothringen, die wichtigsten befinden sich in der Nähe von Nancy und Metz. Die weiteren Standorte befinden sich in den Städten Épinal, Saint-Dié-des-Vosges, Bar-le-Duc, Lunéville, Thionville-Yutz, Longwy, Forbach, Saint-Avold und Sarreguemines. Die Universität Lothringen hat über 62.000 Studierende (davon 10.000 internationale Studierende, hauptsächlich aus Luxemburg, Deutschland, Italien, China, Marokko, Algerien, Tunesien, Senegal, Kamerun und der Elfenbeinküste) und 7.000 Mitarbeitende.[6][7]

Die einzelnen Fakultäten wurden in 8 sogenannte Collegiums zusammengefasst.[8]

Weitere Informationen Collegium, Standort ...
CollegiumStandortFakultät / Institut
Ingenieurwissenschaften UHP
INPL
(Institute für) Technik UHP
  • Institut für Technik in Nancy-Brabois: Institut Universitaire de Technologie Nancy-Brabois
  • Institut für Technik in Longwy: Institut Universitaire de Technologie de Longwy
  • Institut für Technik in Saint-Dié-des-Vosges: Institut Universitaire de Technologie de Saint-Dié-des-Vosges
UN2
  • Institut für Technik in Nancy: Institut Universitaire de Technologie Nancy – Charlemagne
  • Institut für Technik in Epinal: Institut Universitaire de Technologie d’Epinal – Hubert Curien
UPVM
  • Institut für Technik in Metz: Institut universitaire de technologie de Metz
  • Institut für Technik in Thionville-Yutz: Institut universitaire de technologie de Thionville – Yutz
  • Institut für Technik in Saint-Avold, Forbach und Sarreguemines: Institut universitaire de technologie de Moselle-Est
Gesundheit UHP
  • Fakultät für Medizin: Faculté de Médecine
  • Fakultät für Zahnheilkunde: Faculté d’Odontologie
  • Fakultät für Arzneikunde: Faculté de Pharmacie
  • Fakultät für Sport: Faculté du Sport
UPVM
  • Abteilung Sciences et Techniques des Activités Physiques et Sportives (STAPS)
Wissenschaft und Technik UHP
  • Fakultät für Wissenschaften und Technik: Faculté des Sciences et Technologies
UPVM
Recht, Ökonomie und Betriebswirtschaft UN2
  • Fakultät für Volkswirtschaft: UFR Faculté de Droit, Sciences Economiques et Gestion
  • Institut Supérieur d’Administration et de Management (ISAM-IAE Nancy)
  • Centre Européen Universitaire (CEU)
  • Institut de Préparation à l’Administration Générale (IPAG)
  • Institut Régional du Travail (IRT)
  • Fakultät für Mathematik und Informatik: UFR Mathématiques et Informatique
UPVM
Kunst-, Literatur- und Sprachwissenschaften UN2
INPL
  • Centre d’accueil et de formation linguistique (CAFOL)
UPVM
  • Fakultät für Literatur und Fremdsprachen: Lettres et langues (UFR LL) (ohne die Abteilung Sprachwissenschaften / sciences du langage)
  • Abteilung Musikwissenschaft: Département de musicologie
  • Abteilung Kunst und Kultur: Département Arts et culture
  • Institut Média-Langues
Human- und Sozialwissenschaften UN2
  • Fakultät für Humanwissenschaften: UFR Connaissance de l’Homme
  • Fakultät für Sprachwissenschaften: UFR Sciences du Langage
  • Fakultät für Geschichte, Geografie und Musikwissenschaft (Abteilungen Geschichte, Kunstgeschichte und Geographie)
  • Info Com (der Fakultät für Literaturwissenschaften)
UPVM
  • Fakultät für Humanwissenschaften und Kunst: Sciences humaines, arts et culture (UFR SHA) (ohne die Abteilung Musikwissenschaft)
  • Abteilung Sprachwissenschaften
Interface (lebenslange, transdisziplinäre und transnationale Ausbildung)
  • Institut de Formation Tout au Long de la Vie (IFTLV)
UHP
  • Institut Universitaire de Formation des Maitres de Lorraine (IUFM)
UPVM
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Persönlichkeiten

  • François Gény (1861–1959), französischer Professor und Jurist, der den Begriff der „freien wissenschaftlichen Forschung“ in das positive Recht einführte.
  • Victor Grignard (1871–1935) war Forscher und Dozent an der Universität, als er 1912 den Nobelpreis für Chemie gewann.
  • Laurent Schwartz (1915–2002) war Forscher und Dozent an der Universität, als er 1950 die Fields-Medaille erhielt.

Einzelnachweise

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