Düngemittelwerk Rostock

Anlage der chemischen Industrie in Poppendorf südöstlich von Rostock From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Düngemittelwerk Rostock ist eine Anlage der chemischen Industrie in Poppendorf südöstlich von Rostock. Das Werk wurde in den frühen 1980er Jahren in der DDR errichtet, um stickstoffhaltige Mineraldünger für die Landwirtschaft zu produzieren. Es wurde aufgrund der strategischen Lage nahe dem Überseehafen Rostock errichtet, über den die Rohstoffe importiert wurden.

Geschichte

Der Bau des Düngemittelwerks in Poppendorf begann in den frühen 1980er Jahren. Es war Teil der Erweiterung der chemischen Industrie in der DDR, insbesondere zur Versorgung der Landwirtschaft mit ausreichend Dünger.[1]

Die Produktionsstätte hieß zu DDR-Zeiten VEB Düngemittelwerk Rostock und gehörte zum VEB Kombinat Agrochemie Piesteritz, einem der wichtigsten Industriekomplexe der DDR, der für die Herstellung von Düngemitteln und chemischen Produkten verantwortlich war.[2] Für den Betrieb des Werkes wurde eine umfangreiche Infrastruktur aufgebaut.

Eine wichtige Rolle spielte dabei der direkte Anschluss an den Rostocker Hafen, der den Import von Ammoniak und anderen Vorprodukten ermöglichte. Dazu ist das Tanklager des Werks mit dem Liegeplatz durch zwei Pipelines verbunden.[3]

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde 1991 das dann Düngemittelwerk Rostock GmbH genannte Unternehmen als Hydro Agri Rostock GmbH privatisiert und ein Jahr später in eine reine Immobiliengesellschaft Hydro Agri Rostock Besitz GmbH (heute: YARA Besitz GmbH) umgewandelt.[4]

Der Betrieb wurde modernisiert, und der Standort ging in den Besitz des internationalen Unternehmens Yara International über, einem Hersteller von Düngemitteln.[5]

Produktion

Im Düngemittelwerk Rostock wurden hauptsächlich stickstoffhaltige Mineraldünger hergestellt, die in der Landwirtschaft zur Bodenverbesserung und Steigerung der Ernteerträge eingesetzt wurden. Dabei wurde Ammoniak als Hauptrohstoff verwendet, das in speziellen Verfahren zu Düngemitteln wie Ammoniumnitrat und Harnstoff verarbeitet wurde.[6]

Das Werk hatte eine Produktionskapazität von bis zu 200.000 Tonnen Düngemittel jährlich, was es zu einer der größeren Anlagen in Norddeutschland machte. Die Nähe zum Rostocker Hafen ermöglichte den Import großer Mengen an Rohstoffen, die dann direkt zur Düngemittelproduktion verarbeitet wurden.

Anbindung

Das Werk ist über mehrere Verkehrssysteme angebunden:

Einzelnachweise

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