Vanessa Pokuaah Mark

deutsche Bobfahrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Vanessa Pokuaah Mark (* 2. März 1996 in Dortmund) ist eine deutsche Bobsportlerin. Ihr größter Erfolg ist bisher der Gewinn des Weltmeistertitels im Zweierbob 2024 als Anschieberin zusammen mit Pilotin Lisa Buckwitz.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Vanessa Mark
Voller Name Vanessa Pokuaah Mark
Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 2. März 1996 (30 Jahre)
Geburtsort Dortmund[1], Deutschland
Beruf Verwaltungsfachangestellte
Karriere
Disziplin Zweierbob
Position Anschieberin
Verein Eintracht Frankfurt
Trainer Tim Restle
Nationalkader seit 2021
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Bob-Weltmeisterschaften
Gold 2024 Winterberg Zweierbob
 Bob-Junioren-WM
Bronze 2022 Igls Zweierbob
Platzierungen im Bob-Weltcup
 Debüt im Weltcup 7. Dezember 2019 in Lake Placid
 Weltcupsiege 2
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Zweierbob 2 1 2
letzte Änderung: 18. Januar 2026
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Sportliche Laufbahn

Vanessa Mark war in der Leichtathletik als Siebenkämpferin aktiv,[1] bevor sie mit 18 Jahren zum Bobsport wechselte und ihre erste Saison 2015 absolvierte. Im Januar 2016 fuhr sie ihr erstes Europacup-Rennen in St. Moritz mit Pilotin Anna Köhler und belegte gemeinsam mit ihr den zwölften Platz. Bevor die Saison 2016/17 begann, nahm sie am 10. September 2016 gemeinsam mit Anna Köhler an der Anschubweltmeisterschaft teil und erreichte den vierten Platz. In der Saison 2017/18 war sie erneut mit Pilotin Laura Nolte im Europacup unterwegs und belegte den vierten Platz. Danach ging es am Königssee weiter, wo sie den neunten Platz erreichte. Die Saison beendete sie mit Pilotin Kim Kalicki in Innsbruck und erreichte den vierten Platz.

In der Saison 2018/19 nahm sie an keinem internationalen Wettkampf teil, der von der IBSF gelistet wurde. In der anschließenden Saison 2019/20 startete Vanessa Mark zunächst im Europacup in Lillehammer mit Pilotin Anne Spreeuwers und belegte den fünften Platz mit zweimal der zweitbesten Startzeit. Bei ihrem Debüt im Bob-Weltcup belegte sie gemeinsam mit Kim Kalicki den dritten Platz hinter Kallie Humphries und Stephanie Schneider.[2] Somit gewann sie ihre erste Medaille. Die restliche Saison musste sie aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel aussetzen.

Vanessa Pokuaah Mark (hinten) und Mariama Jamanka (rechts) bei den Weltmeisterschaften 2021

In der Saison 2020/21 kam Vanessa Mark von ihrer Verletzung zurück und ging mit der amtierenden Olympiasiegerin Mariama Jamanka Weltcup in Sigulda an den Start, wo sie gleich im ersten Rennen der Saison den ersten Platz vor Katrin Beierl und Kim Kalicki belegte.[3] Eine Woche später erreichte sie erneut das Podest in Sigulda und belegte den zweiten Platz hinter Laura Nolte.[4] Ihr Weltmeisterschaftsdebüt gab Mark 2021 in Altenberg. Bedingt durch einige Fahrfehler belegte sie mit Jamanka den sechsten Platz.[5] Die Saison 2021/22 war für Vanessa Mark von vielen Verletzungen und Ausfällen geprägt, wodurch sie sich beim nationalen zentralen Leistungstest nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren konnte. Stattdessen startete sie im Europacup. Dort konnte sie mit der neuen Pilotin Lisa Buckwitz ihren ersten Europacup-Sieg feiern. Am Ende der Saison nahm sie an der Juniorenweltmeisterschaft in Igls gemeinsam mit Pilotin Charlotte Candrix teil und belegte den dritten Platz hinter der Russin Lubov Chernykh und Maureen Zimmer.

An der Saison 2022/23 konnte Mark aufgrund einer Fußverletzung nicht teilnehmen.[1] Für die Saison 2023/24 konnte sich Mark wieder für den Weltcup qualifizieren. Sie startete in sechs von acht Weltcup-Wettbewerben und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Pilotin Lisa Buckwitz den dritten Platz in der Zweierbob-Gesamtwertung belegte.[6] Bei ihrem Europameisterschaftsdebüt in Sigulda belegte Mark mit Buckwitz den vierten Platz. Zum Saisonende trat das Duo Buckwitz/Mark zur Weltmeisterschaft auf der Heimbahn in Winterberg an. In einem packenden Wettkampf gewann das Duo etwas überraschend vor Olympiasiegerin Laura Nolte mit nur fünf Hundertsteln Vorsprung den Weltmeistertitel.[7]

Beruflicher Werdegang

Vanessa Mark hat 2022 ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im Ministerium des Innern und für Sport abgeschlossen und arbeitet seitdem als Sachbearbeiterin. Im Dezember 2023 wechselte sie zur Arbeitsstelle beim Hessischen Amt für Versorgung und Soziales.

Persönliches

Vanessa ist in Dortmund geboren und aufgewachsen.[8] Ihr Vater stammt aus Ghana und ihre Mutter ist Deutsche.[1] Sie ist das dritte von vier Kindern.
Die 29-jährige Vanessa Mark zeigt sich in der März-Ausgabe 2026 (Olympia-Ausgabe) des deutschen Playboy wie auch die Eishockeyspielerin Franziska Feldmeier mit einer Akt-Fotostrecke.[9]

Sportliche Erfolge

Weltmeisterschaften Bob

  • 2024: 1. Platz – Winterberg (GER) – Zweierbob
  • 2021: 6. Platz – Altenberg (GER) – Zweierbob

Junioren-Weltmeisterschaften Bob

  • 2022: 3. Platz – Innsbruck-Igls (AUT) – Zweierbob

Europameisterschaften

  • 2024: 4. Platz – Sigulda (LAT) – Zweierbob

Weltcup

  • 2023/2024: 6. Platz – La Plagne (FRA) – Zweierbob
  • 2023/2024: 1. Platz – Innsbruck-Igls (AUT) – Zweierbob
  • 2023/2024: 4. Platz – Lillehammer (NOR) – Zweierbob
  • 2023/2024: 3. Platz – Sigulda (LAT) – Zweierbob
  • 2023/2024: 4. Platz – Sigulda (LAT) – Zweierbob
  • 2021/2022: 17. Platz – Sigulda (LAT) – Zweierbob
  • 2020/2021: 6. Platz – Berchtesgaden-Königssee (GER) – Zweierbob
  • 2020/2021: 4. Platz – St. Moritz (SUI) – Zweierbob
  • 2020/2021: 2. Platz – Sigulda (LAT) – Zweierbob
  • 2020/2021: 1. Platz – Sigulda (LAT) – Zweierbob
  • 2019/2020: 3. Platz – Lake Placid (USA) – Zweierbob

Europacup

  • 2021/2022: 1. Platz – Altenberg (GER) – Zweierbob
  • 2019/2020: 5. Platz – Lillehammer (NOR) – Zweierbob
  • 2017/2018: 9. Platz – Berchtesgaden-Königssee (GER) – Zweierbob
  • 2017/2018: 4. Platz – Lillehammer (NOR) – Zweierbob
  • 2017/2018: 4. Platz – Innsbruck-Igls (AUT) – Zweierbob
  • 2015/2016: 12. Platz – St. Moritz (SUI) – Zweierbob
Commons: Vanessa Pokuaah Mark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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