Kawthaung
Siedlung in Myanmar
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Kawthaung (auch Kawthoung) (birmanisch: ကော့ သောင်း မြို့; BGN/PCGN: kaw thaung myo; Thai: เกาะ สอง) ist der südlichste Festland-Ort in Myanmar. Er befindet sich in der Tanintharyi-Region. Während der britischen Herrschaft in Burma zwischen 1824 und 1948 war es als Victoria Point bekannt. Dieser Ort ist eine Freihandelszone und wird gerne von Touristen mit kleinen Booten von der thailändischen Stadt Ranong aus besucht. Touristen und Expats nutzen den Grenzübergang häufig, wie auch in Mae Sai / Tachilek oder Mae Sot / Myawaddy, für eine Verlängerung des Visums.(sogenannter Visa-Run)[1]
| ကော့ သောင်း မြို့ Kawthaung | ||
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| Koordinaten | 9° 59′ N, 98° 33′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Myanmar | |
| Region | Tanintharyi-Region | |
| Distrikt | Kawthoung | |
| ISO 3166-2 | MM-05 | |
| Einwohner | 57.949 (2021) | |
Kawthaung war unter den Städten in Myanmar am stärksten von dem Erdbeben im Indischen Ozean 2004 und darauf folgenden Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember 2004 betroffen.[2]
Kawthaung liegt an dem nordwestlichen Ufer der Mündung des Kyan-Flusses (thailändischer Name: Maenam Kraburi), während an dem gegenüberliegenden Ufer Ranong liegt.
Verkehr
Kawthaung besitzt einen kleinen Flughafen: Kawthaung Airport (IATA-Code: KAW / ICAO-Code: VYKT), der Flughafen befindet sich nördlich der Stadt (98°31'0 E/10°3'0 N).[3] Außerdem beginnt hier die Fernstraße, der National Highway 1 (NH1)
Wirtschaft und Bedeutung
Die Stadt beherbergt einen von sieben offiziellen Grenzübergängen zu Thailand, der am 1. Juni 1996 eröffnet wurde.[4] Im Jahr 2022 belief sich das gesamte Handelsvolumen an diesem Grenzübergang auf 202,276 Millionen US-Dollar.[5]
Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Kautschuk, Betelnüsse, Cashewnüsse, Kokosnüsse und Ölpalmen. Der Bergbau und die Holzindustrie, die früher florierten, sind heute zum Erliegen gekommen.
Obwohl Kawthaung über einen großen Hafen verfügt, ist die Fischerei aufgrund staatlicher Beschränkungen für Fischereifahrzeuge nicht mehr so bedeutend wie früher. Die Fischerei spielt zwar weiterhin eine wichtige Rolle, jedoch sind die Motoren auf 28 PS begrenzt. Der Tourismus dürfte in Zukunft eine größere Rolle für die lokale Wirtschaft spielen, da die Regierung Myanmars die Reise- und Einreisebeschränkungen in der Region schrittweise aufhebt. Seit September 2013 können Touristen, die über Kawthaung einreisen, ihre Reise auf dem Landweg fortsetzen und über jeden anderen Grenzübergang ausreisen.[6]
Im Jahr 2012 wurde ein 8-Megawatt-Kohlekraftwerk fertiggestellt, was in der Bevölkerung Besorgnis über Umweltverschmutzung auslöste.[7]
Bevölkerung
Die Bevölkerung von Kawthaung besteht mehrheitlich aus Bamar, Thai und anderen ethnischen Minderheiten wie den Shan, Karen und Mon. Auch einige thailändische Muslime sowie Seenomaden und Malaien leben in Kawthaung. Burmesische Chinesen und burmesische Inder, die während der Kolonialzeit zum Zinnbergbau nach Kawthaung einwanderten, sind ebenfalls dort ansässig. Peranakan, von den Burmesen Pashu genannt, leben ebenfalls in hier.[8]
Die am häufigsten gesprochene Sprache ist Burmesisch, gefolgt von Thai und Südthai sowie Shan, Moken, Karen, Mon, Malaiisch und chinesischen und indischen Sprachen.
Die meisten Bamar, Thai, Shan, Karen, Mon, burmesischen Chinesen und Teile der Salone praktizieren den Theravada-Buddhismus. Die Malaien und thailändischen Muslime sind Muslime.
Galerie
Klimatabelle
| Kawthaung | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Kawthaung
Quelle: wetterkontor.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Persönlichkeiten
- Saw Naing Moe Aung (* 1994), Fußballspieler
