Villa Lindenstraße 6
Bauwerk in der niedersächsischen Stadt Zeven
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Die Villa Lindenstraße 6 (Villa Freudenthal) in der niedersächsischen Kleinstadt Zeven wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird sie durch Büros der kommunalen Verwaltung Zeven genutzt.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Zeven).
Geschichte und Beschreibung
Zeven wurde 986 erstmals erwähnt und gehört zum heutigen Landkreis Rotenburg (Wümme).
Das zweigeschossige, traufständige Gebäude mit Klinkerfassade mit einem Souterraingeschoss, ziegelgedeckten Satteldächern, Balkonen und mit einem seitlichen dreigeschossigen Giebelrisalit mit Freigespärre an der straßenseitigen Längsfassade, wurde um 1905 (anderen Quellen zufolge 1896) als große Villa gebaut. An der Nordostecke steht ein polygonales, verputztes dreigeschossiges Türmchen mit einem Knickhelm. Die Fassaden der Obergeschosse wurden u. a. durch kräftige Ecklisenen, betonte Fensterrahmungen und horizontale Bänder gestaltet.[1]
Das Haus gehörte dem Holzhändler Wilhelm Freudenthal, der es 1938 nach vielen Jahren der Anfeindungen verkaufen musste, und nach Hamburg umzog. Freudenthal war ab 1932 verheiratet mit der Jüdin Bertha Dieroff. Ihr Sohn aus erster Ehe, Paul Gottfried Dieroff (1928–1944), wurde 1943 denunziert, dann deportiert und im KZ Dachau-Kaufering ermordet.[2]
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… ortsgeschichtlicher und gebäudetypischer Zeugniswert ….“
In dem Gebäude befinden sich heute
- Bereiche der Kulturabteilung (Das Kulturbüro),
- Bereiche der Abteilung für kommunale Wohnbaugrundstücke,
- die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Zeven.