Vinzenz von Kielcza
polnischer Komponist, Dichter und Mitglied des Dominikanerordens (1201-1262)
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Vinzenz von Kielcza (auch Wincenty z Kielczy; * um 1200 in Kielcza oder Kielce; † nach 1262 wahrscheinlich in Krakau) war ein Kanoniker, Dominikaner, Poet und Komponist im Königreich Polen.
Leben
Vinzenz war mit der Wappengemeinschaft der Odrowąż verbunden, möglicherweise entstammte er selbst diesem Adelsgeschlecht. Sein Mentor war der Krakauer Bischof Iwo Odrowąż, dessen Kaplan er ab 1217 war. Von 1227 bis 1235 war Vinzenz Kanoniker an der Krakauer Wawel-Kathedrale. 1237 holte er die sterblichen Überreste des Bischofs Iwo Odrowąż aus Modena nach Krakau. Danach trat er in den Dominikanerorden in Krakau ein. Von 1258 bis 1260 war er Ordensoberer des Dominikanerklosters in Ratibor.
Er dichtete und schrieb Lateinisch. Unter anderem gehen eine kürzere und eine längere Vita des hl. Stanislaus von Krakau auf ihn zurück. Diese diente zur Kanonisierung Stanislaus’, welche 1257 erfolgte. Möglicherweise schrieb Vinzenz auch die Chronik des Wincenty Kadłubek fort. Diese ist jedoch verschollen.
Er komponierte religiöse Werke. Sein bekanntestes ist das Lied Gaude Mater Polonia, das im Hochmittelalter als Hymne Polens galt.
Literatur
- Nora Berend, Przemysław Urbańczyk, Przemysław Wiszewski: Central Europe in the High Middle Ages: Bohemia, Hungary and Poland, c.900–c. 1300. Cambridge, United Kingdom: Cambridge University Press (2013). S. 482. ISBN 978-0-521-78156-5.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vinzenz von Kielcza |
| ALTERNATIVNAMEN | Wincenty z Kielczy |
| KURZBESCHREIBUNG | polnischer Komponist |
| GEBURTSDATUM | um 1200 |
| GEBURTSORT | Kielce |
| STERBEDATUM | nach 1262 |
| STERBEORT | Krakau, Königreich Polen |