Viola Farber

US-amerikanische Tänzerin und Choreographin From Wikipedia, the free encyclopedia

Viola Farber (* 25. Februar 1931 in Heidelberg, Deutsches Reich; † 24. Dezember 1998 in New York City) war eine US-amerikanische Tänzerin und Choreographin deutscher Herkunft.

Leben

Farber kam in Alter von sieben Jahren in die USA und erhielt 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Sie studierte Tanz bei Katherine Litz und Musik bei Lou Harrison am Black Mountain College. 1952 zählte sie zu den Gründungsmitgliedern der Merce Cunningham Dance Company, der sie bis 1965 angehörte. Cunningham choreographierte für sie Rollen in Stücken wie Banjo, Dime A Dance, Minutiae, Suite For Five, Nocturnes (1956), Summerspace, Antic Meet (1958), Winterbranch, Aeon, Field Dances, Story, Cross Currents und Paired (1964). Besonders erfolgreich war Crises (1960), mit diesem Stück trat Farber bei einem Revival 1970 erneut als Gast von Grahams Kompagnie auf. Während ihrer Zeit bei Cunningham arbeitete sie auch mit Choreographen wie Paul Taylor und Katherine Litz zusammen.

1968 gründete sie die Viola Farber Dance Company, deren Leiterin und Choreographin sie bis 1985 war. Daneben choreographierte sie weltweit für Solisten und Gruppen für Modern Dance. 1971 heiratete sie den Tänzer Jeff Slayton, mit dem sie auch nach der Trennung 1980 als Choreograph und Tänzer zusammenarbeitete. Sie war von 1981 bis 1983 künstlerische Leiterin und Choreographin des Centre National de Danse d’Angers (CNDC) und von 1984 bis 1987 am The Place in London. Für ihre Choreographien verwendete sie häufig klassische Musik (u. a. von Beethoven und Chopin), arbeitete aber auch mit zeitgenössischen Komponisten wie Alvin Lucier und David Tudor und dem Künstler Robert Rauschenberg zusammen.

Als Lehrerin wirkte Faber bei Festivals und in ihrem eigenen Studio in New York. Von 1981 bis 1983 war sie künstlerische Leiterin des Centre National de la Danse Contemporaine in Anger, von 1984 bis 1987 unterrichtete sie an der London School of Contemporary Dance. 1988 wurde sie als Nachfolgerin von Bessie Schonberg Leiterin des Departments Tanz am Sarah Lawrence College. 1992 erarbeitete sie mit der Choreographin Mathilde Monnier das Werk Ainsi de suite, das beim Festival von Avignon, in Paris und Brest aufgeführt wurde. Einen ihrer letzten Auftritte hatte sie 1995 am Joyce Theater in New York in dem Stück Threestep (Shipwreck) im Duett mit Ralph Lemon. Posthum wurde sie als Officier des Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet.

Quellen

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