The Vision of Escaflowne
Anime-Serie
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The Vision of Escaflowne (jap. 天空のエスカフローネ, Tenkū no Esukafurōne, wörtlich: Escaflowne des Himmels) ist eine Anime-Fernsehserie aus dem Jahr 1996. Die Serie wurde als Film, Hörspiel und Videospiel adaptiert und in Form von mehreren Mangas umgesetzt.
| The Vision of Escaflowne | |
| Originaltitel | 天空のエスカフローネ |
|---|---|
| Transkription | Tenkū no Esukafurōne |
| Genre | Fantasy, Abenteuer, Drama, Romantik, Mecha |
| Manga | |
| Land | |
|---|---|
| Autor | Katsu Aki |
| Verlag | Kadokawa Shoten |
| Magazin | Shōnen Ace |
| Erstpublikation | 24. Okt. 1994 – 26. Nov. 1997 |
| Ausgaben | 8 |
| Animeserie | |
| Produktionsland | Japan |
|---|---|
| Originalsprache | Japanisch |
| Länge | 25 Minuten |
| Episoden | 26 |
| Produktionsunternehmen | Sunrise |
| Idee | Hajime Yatate, Shōji Kawamori |
| Regie | Kazuki Akane |
| Musik | Yōko Kanno, Hajime Mizoguchi |
| Premiere | 2. Apr. – 24. Sep. 1996 auf TV Tokyo |
| Deutschsprachige Premiere | 3. Apr. – 25. Sep. 2002 auf MTV Germany |
| → Synchronisation | |
| Filme | |
|---|---|
(2000) → Escaflowne – The Movie |
Das Werk lässt sich in die Genres Mecha, Fantasy, Abenteuer, Drama und Romantik einordnen und verbindet traditionelle Fantasy-Elemente wie Drachen, Prinzessinnen und Ritter mit riesigen mechanischen Kampfmaschinen, den „Guymelefs“.
Handlung
Die 15-jährige Hitomi Kanzaki, die mit Tarotkarten in die Zukunft blickt, wird während eines 100-Meter-Laufs ohnmächtig und hat eine Vision von einer fremden, feudal geprägten, kriegerischen Welt. Nachdem sie versuchte, ihrem Trainer, dem Schüler Amano aus einer höheren Klasse, ihre Liebe zu gestehen, und einen weiteren Trainingslauf absolviert, gelangt in einer Lichtsäule ein junger Krieger in ihre Welt, dem ein Erddrache folgt. Dabei handelt es sich um Van Fanel, den Prinzen von Fanelia, der als Thronanwärter den Drachen töten und dessen Energiestein nach Hause bringen muss. Nach dem Kampf mit dem Drachen erscheint die Lichtsäule erneut und Van und Hitomi werden auf den Planeten Gaia gezogen – Vans Welt –, von dem aus man die Erde und ihren Mond sehen kann.
Dort nimmt sie als Gast an Vans Krönung teil, zum Unmut des eifersüchtigen Katzenmädchens Merle. Doch die Zeremonie wird durch den Angriff unsichtbarer Gegner unterbrochen, die Fanelia verwüsten. Van besteigt „Escaflowne“, den mächtigsten Guymelef des Landes, den er mit dem Drachenstein zum Leben erweckt hat, und macht sich mit Hitomi auf den Weg zum Feind, um sein Land zu retten. Doch beim Kampf wird Van gefangen genommen und kommt in Zaibachs fliegende Festung. Dort trifft er Dilandau, Kommandant des Drachenschwadrons, und seinen älteren Bruder Folken, der Fanelia vor langer Zeit verließ und nun Zaibachs Stratege ist. Währenddessen kann Hitomi das Vertrauen von Allen Schezar gewinnen, einem Ritter aus dem Reich Asturia. Mit diesem können sie Van befreien und nach Pallas, der Hauptstadt Asturias, fliehen. Doch Kaiser Dornkirk, der Herrscher des Zaibacher Reichs, will weitere Länder erobern, um über ganz Gaia zu herrschen. Dabei versucht er, mit seiner fortgeschrittenen Technologie das Schicksal selbst zu beeinflussen. Weil Escaflowne seine Schicksalsmaschine beeinträchtigt, setzt Dornkirk alles daran, diesen Guymelef zu vernichten.
Nach dem Aufenthalt in Pallas zieht es die Gruppe weiter in das Herzogtum Freid. Dessen Herrscher beschützen seit Generationen den Schlüssel zur Macht von Atlantis. Atlantis war einst auf der Erde ein strahlendes Königreich, dessen Bewohner die Fähigkeit hatten, Wünsche per Gedankenkraft wahr werden zu lassen. In ihrer Euphorie ließen sie sich selber Flügel wachsen. Auch Van und Folken haben solche Flügel, da sie direkte Nachkommen der Bewohner von Atlantis sind. Aber diese nahezu grenzenlose Macht besiegelte auch ihr eigenes Schicksal und Atlantis ging unter. Die Überlebenden erschufen mit ihren Kräften den Planeten Gaia, auf dem sich die Katastrophe nicht wiederholen sollte.
Um seine Schicksalsmaschine aktivieren zu können, benötigt Dornkirk die Macht von Atlantis, weswegen die Zaibacher Armee Freid angreift. Es kommt zu einer Schlacht, in der die Truppen von Freid klar unterlegen sind. Nachdem der Herzog in letzter Sekunde vor Dilandau gerettet werden musste, wird ihm klar, dass das Schicksal die Welt auf die Probe stellen will und beschließt, den Zaibachern den Schlüssel zu übergeben und zu kapitulieren. Zuvor opfert sich der Herzog und wird vor Vans und Allens Augen durch Pfeile getötet, wodurch die Schlacht endet. Folken und die Zaibacher Generäle lassen anschließend das Siegel öffnen und die Macht von Atlantis freisetzen, was Dornkirk der Realisierung seiner Schicksalsmaschine deutlich näher kommen lässt.
Im weiteren Verlauf der Reise werden mehrere Tatsachen aufgedeckt. So findet man heraus, dass alle Schäden, die Escaflowne nimmt, auch unmittelbar auf Van übergehen. Außerdem erfährt Hitomi, dass der Talisman, den sie von ihrer Großmutter geschenkt bekommen hat, magische Kräfte besitzt und Hitomis Emotionen Einfluss auf das Schicksal nehmen lässt. Allen erfährt, dass es sein Vater war, der – vor seiner Ermordung durch Dornkirks Soldaten – Hitomis Großmutter den Talisman geschenkt hat. Außerdem stellt sich heraus, dass es sich bei Kommandant Dilandau in Wirklichkeit um Allens lange vermisste Schwester Serena handelt, die durch Experimente von Zaibacher Forschern in Dilandau verwandelt wurde. Folken wechselt – nach einer Aussprache mit Van – die Seiten, ein Großangriff des Zaibacher Reichs steht dennoch bevor.
Im Finale kommt es zu einer gewaltigen Schlacht gegen das Zaibacher Reich. Die Allianz der (noch verbliebenen) Streitkräfte von Fanelia, Asturia und Freid scheint den Zaibachern zu unterliegen und zündet daher eine Massenvernichtungswaffe, die den Großteil der Zaibacher Armee und deren fliegende Festungen auf einen Schlag zerstört. Allerdings opfern die Verbündeten dadurch auch einige ihrer eigenen Soldaten. In der Zwischenzeit werden Folken und Hitomi mittels ihres Talismans zu Dornkirks Thronsaal teleportiert. Dornkirk hat – mithilfe seiner Schicksalsmaschine – das Schicksal derart manipuliert, dass dies so geschehen musste. Außerdem weiß er von Folkens Absicht, ihn zu töten. Dornkirk provoziert Folken, der ihn daraufhin mit einem kräftigen Schwerthieb niederstreckt. Durch den Angriff stirbt Dornkirk, jedoch verändert die Maschine das Schicksal derart, dass ein abgebrochenes Stück von Folkens Schwert diesen ebenfalls tötet. Dornkirk erscheint daraufhin Hitomi in einer schemenhaften Gestalt wieder und sagt ihr, dass die Schicksalsmaschine nun auf ganz Gaia wirkt und eine Sphäre der vollständigen Glückseligkeit erzeugt. Dies führt allerdings nicht zum ersehnten Frieden, sondern setzt in den Armeen den unterbewussten Wunsch frei, Alleinherrscher zu sein, weswegen sich nun die Verbündeten gegenseitig bekämpfen. Sogar Van und Allen kämpfen in ihren Guymelefs gegeneinander, nachdem Allen von Van verlangt hat, den im Kampf besiegten Dilandau zu verschonen. Während des Kampfes verwandelt sich Dilandau wieder in Serena zurück und ruft nach Allen, ihrem Bruder. Zur selben Zeit wird zwischen Van und Hitomi über den Talisman telepathischer Kontakt hergestellt und die beiden gestehen sich das erste Mal ihre Liebe ein. Allen kann einen potentiell tödlichen Schlag von Escaflowne auf seinen Guymelef in letzter Sekunde abwehren. Daraufhin kümmert sich Allen um Serena und Van macht sich mit Escaflowne auf den Weg zu Hitomi. Während sie das Schlachtfeld überfliegen, trennt sich Escaflowne von Van und wirkt befriedend auf die übriggebliebenen Soldaten. Van fliegt, dank seiner Flügel, selbst ins Zentrum der Schicksalsmaschine und setzt diese damit außer Betrieb. Hitomi und Van fliegen gemeinsam davon und Dornkirk resigniert, nachdem er sich eingestehen musste, dass die gewonnenen Antworten wieder nur neue Fragen aufwerfen.
Nach den ganzen Ereignissen kehrt in Gaia wieder Frieden ein. Die Königreiche beginnen mit dem Wiederaufbau und Escaflowne wird der Drachenstein entfernt, was ihn in einen Ruhezustand versetzt. Hitomi reist wieder zurück zur Erde und verspricht Van, ihn niemals zu vergessen. Am Ende sieht man eine große Lichtsäule und alle von Hitomis Freunden sagen ihr Lebwohl.
Charaktere
- Hitomi Kanzaki (神崎 ひとみ, Kanzaki Hitomi) ist eine Schülerin, die für die Sprintermannschaft ihrer Schule läuft. Sie kann die Zukunft aus Tarotkarten lesen und besitzt einen Anhänger, den ihr ihre Großmutter schenkte. Der Anhänger wird in bestimmten Situationen aktiv und erfüllt dann Wünsche oder dient als Bindeglied zwischen den Welten. Sie wetteifert mit ihrer Freundin Yukari um die Gunst von Amano, als Van Fanel in ihr Leben tritt und sie mit ihm in seine Welt Gaia wechselt. Dort wird sie bald als das Mädchen vom Mond der Illusionen bekannt. Auf Gaia verstärken sich ihre hellseherischen Kräfte zusehends. Daneben hat sie immer öfter Visionen, welche ihr zukünftige Unglücke oder Gefahren zeigen, die sie aber nicht immer verhindern kann. Auch verliebt sie sich heftig in Allen Schezar, welcher Amano ähnlich sieht. Erst ganz am Ende entdeckt sie ihre wahren Gefühle für Van.
- Yukari (内田 ゆかり, Uchida Yukari). Hitomis beste Freundin und Managerin des Leichtathletikclubs an der Kamakura Kita High School. Wie Hitomi ist sie in Amano verliebt, verheimlicht dies aber vor ihrer Freundin. Letztendlich entschließt sie sich, Hitomi nicht im Weg zu stehen und verrät ihr, dass Amano ins Ausland ziehen will, um ihr die Chance zu geben, ihm vorher ihre Liebe zu gestehen. Erst viel später bemerkt Hitomi Yukaris Gefühle für Amano und tritt ihrerseits für ihre Freundin zur Seite. Am Ende der Serie erfahren wir, dass Amano und Yukari ein Paar geworden sind.
- Amano (天野 進, Amano Susumo) ist ein älterer Mitschüler von Hitomi und Star des Leichtathletikclubs (in den deutschen Untertiteln wird er Trainer Amano genannt). Als er beschließt, ins Ausland zu gehen, fängt ihn Hitomi nach der Schule ab, um ihm ihre Liebe zu offenbaren. Dabei treffen sie aber auf Van, welcher Hitomi versehentlich mit nach Gaia nimmt. Amano sorgt sich in der Folgezeit um sie. Er bleibt erst mal in Japan, besucht zusammen mit Yukari Hitomis Mutter und versucht Hitomi über ihren Pager zu erreichen.
- Hitomis Mutter weiß aus Erzählungen ihrer eigenen Mutter, dass es noch eine andere Welt gibt und ist zuversichtlich, dass Hitomi heil zurückkehren wird. Wie ihre Tochter scheint sie über hellseherische Fähigkeiten zu verfügen, da sie Hitomis Abenteuer zum Teil in ihren Träumen verfolgen kann.
- Hitomis Großmutter ist bereits verstorben. Als junges Mädchen wurde sie von einer Lichtsäule erfasst und nach Gaia gebracht. Dort trifft sie auf Leon Schezar, Allens Vater. Während sie noch miteinander sprechen wird sie überraschend wieder auf die Erde zurücktransportiert. Kurz vor Leons Tod erscheint sie noch einmal auf Gaia. Für ihn sind Jahre vergangen, sie dagegen ist nicht gealtert. Von ihm erhält sie den Anhänger, den sie später an Hitomi weitergibt. Sie bestärkt ihre Enkelin darin, an ihre Träume zu glauben und erscheint ihr in Visionen als Ratgeberin.
- Van Fanel (Van Slanzar de Fanel) ist der junge Thronfolger von Fanelia. Van ist der Pilot von Escaflowne, einem legendären Guymelef, gebaut vom Volk der Isparno, die das Wissen der Atlanter erbten. Mit Hilfe von Escaflowne will er das Zaibacher Reich stoppen, dessen Herrscher Dornkirk eine neue Ordnung auf Gaia errichten will. Indem er Hitomis Mentaltechniken anwendet, gelingt es ihm, sich mit seinem Guymelef zu synchronisieren, d. h. beide teilen von nun an ein Schicksal. Dies ermöglicht es ihm einerseits Escaflowne besser zu steuern, bringt ihn aber auch in Gefahr, da er nun die Verletzungen seines Guymelefs teilt. Hitomi ist ihm am Anfang eher lästig. Im Laufe ihrer Abenteuer wächst seine Zuneigung zu ihr, die er aber oft nicht richtig ausdrücken kann.
- Varie Fanel war die Königin von Fanelia und ist die Mutter von Folken und Van. Sie stammt vom Volk des Drachengottes und besitzt daher die Fähigkeit, sich weiße Flügel wachsen zu lassen. Eine Eigenschaft, die sie auch an ihre Söhne vererbt hat. Als Folken von seinem Initiationsritus, der Drachenjagd, nicht zurückkehrt, geht sie ihn allein im Drachenwald suchen und wurde seither nicht wieder gesehen. Später erscheint sie Van und Hitomi in Visionen und gibt ihnen Anleitung und Ratschläge, was Hitomi zunächst in eine Krise stürzt, da Varie andeutet, dass Hitomi die Unglücke, die sie voraussieht, durch ihre Ängste selbst verursacht hat.
- Merle ist ein Mädchen, das halb Mensch und halb Katze ist. Sie ist eine Waise, wurde von Vans Familie adoptiert und wuchs mit Van auf. Sie ist stets recht aufgedreht und mitunter leicht reizbar. Sie ist auf Hitomi eifersüchtig, seit diese auf Gaia erschien, jedoch steht sie in jeder Situation bedingungslos zu Van.
- Vargas (Vargas Ganesha) ist der Anführer der Samurai von Fanelia und Vans Lehrmeister und Mentor. Er ist einer der drei legendären Schwertmeister von Gaia und diente schon unter Vans Vater Goau. Allerdings schied er zwischenzeitlich aus dessen Dienst aus, um auf Wanderschaft zu gehen und seine Schwertkunst zu vervollkommnen. In dieser Zeit ist er auch auf den jungen Allen Schezar getroffen und trainierte ihn für eine Weile. Vargas kehrte erst zum Tod von König Goau nach Fanelia zurück um sich um Königin Varie und die Prinzen Folken und Van zu kümmern.
- Allen Schezar ist ein Ritter aus dem Königreich Asturia und Kommandant eines Außenpostens an der Grenze des Königreichs. Darüber hinaus trägt er den Titel Ritter des Himmels, welcher nur den 12 stärksten Rittern in Asturia verliehen wird. Er wird Hitomis Freund und Beschützer. Bis auf seine Kleidung und sein hüftlanges, blondes Haar ist er das Ebenbild von Hitomis Trainer Amano auf der Erde. Er ist ein kluger und starker Krieger, galant und gutaussehend und hat den Ruf, ein Frauenheld zu sein. Er hilft Van beim Schutz des Planeten Gaia zusammen mit seinem Guymelef Sherazade. Hinter seiner glänzenden Fassade schleppt er aber auch eine belastete Vergangenheit mit sich herum: Sein Vater verließ früh die Familie, seine kleine Schwester Serena verschwand spurlos und seine Mutter Enzia starb vor Gram. Daher verhält er sich zu weilen überfürsorglich Hitomi gegenüber.
- Leon Schezar ist Allens Vater und ein Abenteurer. Auf einer seiner Reisen trifft er zufällig auf Hitomis Großmutter, welche im jugendlichen Alter unerwartet für kurze Zeit nach Gaia versetzt wurde. Er möchte sie um jeden Preis wiedersehen und begibt sich auf eine Expedition zum verbotenen Kontinent Asgard, auf dem er das Tal der Wunder zu finden hofft, den Wohnort des Drachengottvolkes. Dort trifft er auf Dornkirk, der sich Isaac nennt. Am Ende wird Leon von einem Zaibacher Stoßtrupp getötet, welcher seine Forschungsergebnisse stehlen will. Kurz vor seinem Tod wird ihm sein letzter Wunsch gewährt und Hitomis Großmutter erscheint erneut auf Gaia. Von ihm erhält sie den Anhänger, den sie später Hitomi schenkt.
- Prinzessin Millerna Sara Aston ist die jüngste Tochter von König Grava Aston und seiner verstorbenen Gemahlin Therese. Sie ist in Allen Schezar verliebt und hat in Hitomi schnell eine Rivalin ausgemacht, weshalb sie sich ihr gegenüber zunächst überheblich und gönnerhaft verhält. Später werden die beiden gute Freundinnen. Ihre Rivalität um Allen bleibt aber bestehen. Millerna hat sich einige medizinische Kenntnisse angeeignet, was ihr ermöglicht, zunächst Allen und später Hitomi das Leben zu retten. Am Ende gibt Millerna dem Druck ihrer Familie nach und heiratet den Sohn von Kaufmann Meiden: Dryden Fassa, dem sie schon seit Jahren versprochen ist.
- Prinzessin Eries (Eries Aria Aston, Name in der Untertitelfassung Elise). Die zweitgeborene Prinzessin von Asturia und Millernas ältere Schwester. Sie wirft Allen vor, Millerna nachzustellen und versucht ihn davon abzubringen. Auch befürwortet sie die arrangierte Verbindung ihrer jüngeren Schwester mit Dryden Fassa. Sie wirkt unterkühlt und sehr pflichtbewusst, pflegt aber später einen unerwartet vertrauten Umgang mit Allen.
- Prinzessin Marlene (Marlene Erisha Aston). Die älteste Tochter von König Aston. Sie wurde von ihrem Vater mit dem Herzog von Freid verheiratet und ist zum Zeitpunkt der Serie bereits an einer Krankheit verstorben. Vor ihrer Heirat hatte sie eine heimliche Liebesbeziehung zu Allen Schezar, aus welcher ein Kind hervorging: Prinz Chid von Freid.
- König Aston (Grava Efuid Aston). König von Asturia und Vater der Prinzessinnen Marlene, Eries und Millerna. Er ist ein berechnender Herrscher, der das Wohl seines Landes und seines Geldbeutels über Moral und gar Familienbande stellt. Er bietet König Van Fanel nach dessen Flucht aus dem zerstörten Fanelia zunächst Schutz an, taxiert aber gleichzeitig, ob er Escaflowne nicht seinen Verbündeten, den Zaibachern, ausliefern oder ihn meistbietend verkaufen soll. Ebenso wirkt er an der Entführung von Hitomi durch Kaufmann Meiden mit. Schließlich verrät er seinen Enkel und erlaubt den Zaibachern den Hafen von Palas als Stützpunkt für die geplante Invasion von Freid zu benutzen. Als Millerna daraufhin Asturia verlässt, um sich Allen anzuschließen und Chid zu warnen, erkrankt Aston vor Sorge schwer.
- Kaufmann Meiden (Meiden Fassa). Er ist ziemlich reich und ein enger Vertrauter und Berater von König Aston. Er hat es sogar geschafft, die Verlobung seines Sohnes Dryden mit Prinzessin Millerna einzufädeln, was Dryden zum Thronfolger machen würde. Als Van mit Escaflowne in Asturia Zuflucht sucht, versucht er zusammen mit König Aston den sagenumwobenen Guymelef aus Fanelia an sich zu bringen und zu verkaufen. Er ist auch ein Sammler seltener Dinge und findet, das Mädchen vom Mond der Illusionen würde gut in seine Sammlung passen.
- Kaufmann Dryden (Dryden Fassa). Meidens Sohn und Millernas Verlobter. Er ist steinreich, verfügt über die Bildung eines Gelehrten und sieht sehr gut aus – nach eigener Aussage. Er wirkt am Anfang etwas arrogant. Den Konkurrenzkampf mit Allen um Millernas Gunst nimmt er sportlich und er lässt zu Beginn keine Gelegenheit aus, den Ritter zu provozieren. Andererseits zögert er nicht, ein Vermögen auszugeben, um Van das Leben zu retten, indem er die Reparatur von Escaflowne bezahlt. Und sei es auch nur, um Millerna zu beeindrucken. Später nutzt er seine Position als Stellvertreter von König Aston, um Hitomis Auslieferung an Zaibach zu verhindern. Am Ende erreicht er sein Ziel und Millerna willigt in die Hochzeit ein. Bald darauf glaubt er aber, sie nicht zu verdienen und versucht der Mann zu werden, der ihrer würdig ist.
- Der Maulwurfmann ist eine zwielichtige Figur, halb Mensch, halb Maulwurf. Er selbst bezeichnet sich als kleiner Dieb, was eventuell eine Beschönigung ist. Er versucht mit und aus allem Profit zu machen, z. B. mit Raub, Diebstahl, dem Annehmen von Wetten und dem Handel von Informationen. So verschuldet er Hitomis Entführung, da er Kaufmann Meiden Hitomis Herkunft vom Mond der Illusionen verrät. Trotz allem gelingt es ihm, sich der Truppe um Allen und Van anzuschließen. Auf der positiven Seite ermutigt er auch Prinzessin Millerna, die lebensrettende Operation an Allen zu wagen, nachdem dieser im Gefecht verletzt wurde.
- Die Mannschaft des Luftschiffs Crusador besteht aus den überlebenden Soldaten aus Allens Festung, welche beim Angriff der Drachenschwadron zerstört wurde. Im Anime benannt wurden: Der Unteroffizier Gaddes, Allens Stellvertreter; Kio, der Steuermann, welcher ständig eine Rüstung trägt; Pyle, mit der roten Nasenspitze; Riden, mit dem roten Kopftuch; Teo, das einzige Besatzungsmitglied mit dunkler Hautfarbe und Katz, mit den kurzen, blonden Haaren, welcher ständig die Augen zukneift. Daneben gibt es noch Ort, den Glatzkopf mit der Narbe, der gerne mit Messern herumspielt. Nach anfänglicher Skepsis, dem Mädchen vom Mond der Illusionen gegenüber, bilden sie seit ihrer Flucht aus dem Außenposten eine eingeschworene Gemeinschaft, welche mit Allen, Van und Hitomi viele Abenteuer bestehen und ihnen hilfreich zur Seite stehen.
- Herzog von Freid (Mahad dal Freid). Gestrenger und pflichtbewusster Herrscher von Freid. Er hat Chid als seinen Sohn anerkannt, obwohl er von seiner illegitimen Herkunft weiß, und Marlene ihren vorehelichen Fehltritt verziehen. Seinen Sohn erzieht er streng und verlangt ihm viel ab. Als Freid von den Zaibachern angegriffen wird, beschließt er, ihnen den Zugang zur Energiequelle von Atlantis zu gewähren, welche Freid eigentlich bewachen soll. Denn er hält es für den Willen der Götter, dass Gaia an dieser Prüfung wachsen soll. Allerdings überlässt er die Kapitulation seinem Sohn und geht während der Entscheidungsschlacht freiwillig in den Tod.
- Prinz Chid ist der Thronfolger des Herzogtums Freid und Neffe von Prinzessin Millerna. Er weiß nichts von seiner wahren Herkunft, dass Allen Schezar sein Vater ist. Da seine Mutter ihm aber viele Heldengeschichten über Allen erzählt hat, hat er zunächst eine hohe Meinung von ihm. Nach dem Tod seines Ziehvaters übernimmt er bereits im Alter von 5 Jahren das Amt des Herzogs und schließt mit den Zaibachern einen Waffenstillstand.
- Kommandant Boris ist während der Abwesenheit des Herzogs als Vormund von Prinz Chid für die Regierungsangelegenheiten von Freid verantwortlich. Er glaubt zunächst die Anschuldigungen nicht, die Zongi, getarnt als der Priester Plaktu, gegen Allen, Van und ihre Kameraden lanciert. Als er aber erst einmal überzeugt ist, ist er kaum noch von seiner Meinung abzubringen. Um seinem Herzog und Prinz Chid die Flucht zu ermöglichen, lockt er beim Angriff der Zaibacher Teile der feindlichen Truppen in eine Falle unterhalb der Burg, wobei er selbst umkommt.
- Plaktu ist ein Mönch aus dem Herzogtum Freid. Er ist der Hypnose kundig und wird von der herzoglichen Familie für die Durchführung von Verhören hinzugezogen. Als er den gefangenen zaibacher Soldaten Migel Lavariere befragen soll, wird er von dem Morph Zongi abgefangen, welcher ihn tötet und seine Gestalt annimmt.
- Kaiser Dornkirk (Name in der Untertitelfassung Dolunkirk) ist der Anführer der Zaibacher. Sein Körper befindet sich in einer riesigen, fahrbaren Maschine, die ihn am Leben hält. Er möchte eine perfekte Zukunft erschaffen in der alle Menschen glücklich sind. Dass auf dem Weg dorthin neues Leid entsteht und Menschen sterben, nimmt er in Kauf. Sein Ziel ist es, Escaflowne und Hitomi in seine Gewalt zu bringen, da der Guymelef, Van und Hitomi seine Schicksalsmaschine beeinträchtigen, mit deren Hilfe er den Lauf des Schicksals vorhersehen und später sogar darin eingreifen kann. Aber dann identifiziert er Hitomi als das fehlende Element zur Vervollkommnung seiner Maschine, da sie selbst die Fähigkeit hat, das Schicksal zu verändern. Allerdings sieht Hitomi voraus, dass die Schicksalsmaschine ganz Gaia zerstören könnte. In der Serie wird Bezug darauf genommen, dass er vom „Mond der Illusionen“, also der Erde, kommt und Sir Isaac Newton darstellt.
- Folken Lacour de Fanel ist der ältere Bruder von Van, der Stratege des Zaibacher Reichs und die rechte Hand des Kaisers. Er verlor in einem Kampf gegen einen Drachen einen Arm und verließ daraufhin Fanelia und seinen jüngeren Bruder, da er in diesem Kampf, den er als Thronfolger führen musste, versagte. Kaiser Dornkirk rettete sein Leben und schenkte ihm einen neuen, künstlichen Arm. Folken ist kühl und logisch, spricht langsam und lacht so gut wie nie. In der deutschen Synchronfassung wird Folken mit General angesprochen und als Oberbefehlshaber der Zaibacher Streitkräfte bezeichnet. Es ist aber fraglich, ob er diesen Rang wirklich bekleidet. Er trägt weder eine Uniform noch eine Rüstung, wie die vier anderen Generäle. In der Untertitelversion wird er lediglich Kriegsstratege genannt.
- General Adelphos (Adelphos Gein) ist der Anführer der kupfernen Armee der Zaibacher Streitkräfte (die verbleibenden Armeen sind die bronzene, die eiserne und die silberne Armee). Er ist einer der vier Generale, die direkt an Kaiser Dornkirk berichten. Dilandau ist sein direkter Untergebener, welchen er nur auf Gesuch der Hexenmeister in seinen Dienst aufgenommen hat. Wie die drei anderen Generäle denkt er lediglich in militärischen Kategorien. Daher dient für ihn der Krieg nur der Unterwerfung ganz Gaias. Die wahren Pläne des Imperators und seines Strategen Folken kennt und versteht er nicht. Daher beginnt er am Ende immer mehr an den Befehlen seines Herrschers zu zweifeln. Nach Abwurf von Basrams Energistenbombe ist er der einzige überlebende General der Zaibacher.
- Dilandau Albatō (Name in der Untertitelfassung Dilando) ist Kommandant einer Sondereinheit der Zaibacher und wurde wie Folken für Experimente der Zaibach-Magier benutzt, wodurch er die Erinnerungen an seine frühere Existenz als Serena Schezar, der Schwester Allen Schezars, verlor. Dilandau ist leicht reizbar. Wegen seiner Rachsucht und kriegerischen Neigungen widersetzt er sich mitunter den Befehlen seiner Vorgesetzten.
In der Originalversion und der deutschen Untertitelfassung wird Dilandau als Mann dargestellt. Die deutsche Synchronfassung stellt Dilandau als Frau dar, obwohl Dilandau keine sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale aufweist. - Die Drachenschwadron (in den Untertiteln Drachen-Abfangtruppe genannt) ist eine Truppe von ca. 20 sehr jungen Kriegern um Dilandau, welche den Spezialauftrag haben, Escaflowne einzufangen und welche nicht davor zurückschrecken, ganz Fanelia niederzubrennen und die meisten Soldaten in Allens Ford zu massakrieren. Bekannte Mitglieder sind: Migel Lavariere, Shesta, Gatti, Daleto, Violet und Gaimil. Obwohl Dilandau sie oft schlecht behandelt, scheinen sie ihm viel zu bedeuten, da er einen Zusammenbruch erleidet, nachdem Van mit Escaflowne die gesamte Schwadron vernichtet hat. Danach bleibt Dilandau einzig Jujuka als Untergebener, welcher zuvor noch nicht in Erscheinung getreten ist.
- Jujuka (in den Untertiteln Jajuca genannt) gehört zu den Tiermenschen, zur Hälfte Mensch und Hund. In der Vergangenheit hatte er sich im Auftrag der Hexenmeister um entführte Kinder gekümmert, welche die Hexer für ihre Schicksalsexperimente missbrauchten, darunter auch Allens Schwester Serena. Speziell zu Serena entwickelt er ein fürsorgliches Verhältnis, denn er versucht erfolglos, sie vor dem Zugriff der Hexer zu schützen. Später wird er als Soldat dem Kommando von Dilandau unterstellt, welchen er ebenfalls zu schützen versucht, da er um dessen wahre Identität weiß.
- Naria und Eriya sind Schwestern aus dem Stamm der Leopardenmenschen. Ihre richtigen Namen sind Narunaru und Beruberu (Belbel in den Untertiteln). Als sie noch klein waren, wurden ihre Eltern von einem Jagdtrupp getötet. Sie wurden darauf von Folken gerettet, welcher ihnen neue Namen gab und sie zu seinen Kriegerinnen ausbildete. Sie sind ihm daher treu ergeben und hegen sogar romantische Gefühle für ihn. Da das Trio Van, Hitomi und Escaflowne von großem Glück gesegnet ist, stimmen die Schwestern einer riskanten von Folken ersonnenen Prozedur zu, die ihren Glücksfaktor erhöhen soll. Danach werden sie die Kriegerinnen des Glücks genannt und es gelingt ihnen tatsächlich, Escaflowne zu besiegen. Allerdings zahlen sie einen hohen Preis dafür. Ihr Verlust bringt Folken dazu, sich von Dornkirk abzuwenden. Hitomi entwickelt eine besondere Beziehung zu Naria, da sie von der Kriegerin zunächst entführt, später aber notgedrungen wieder freigelassen wird.
- Zongi ist ein Spion im Auftrag Folkens und gehört zum Volk der Morphe. Er besitzt die Fähigkeit sich zu tarnen und die Gestalt anderer Menschen anzunehmen. Dazu muss er physischen Kontakt zu seinem Opfer herstellen, wobei es stirbt. In Gestalt des Priesters Plaktu infiltriert er die Administration des Herzogtums Freid und bringt unsere Helden mit falschen Anschuldigungen ins Gefängnis. Beim Verhör erlangt er Kenntnis von Hitomis Fähigkeiten und versucht, sie zu töten, da er fürchtet, sie könne seine Identität aufdecken. Trotzdem versucht Hitomi später, ihn zu retten, da sie seinen Tod vorausgesehen hat.
- Die Hexenmeister (in den Untertiteln als Schwarze Priester bezeichnet) sind die Wissenschaftler, die Kaiser Dornkirk bei seinen Schicksalsexperimenten helfen. Sie versuchen auch das Geheimnis von Escaflowne zu ergründen, indem sie beginnen, ihn demontieren, als Van, Hitomi und Allen in die Gewalt der Zaibacher geraten. Sie sind auch für die Entführung zahlreicher Kinder, wie Allens Schwester Serena, verantwortlich, an denen sie Experimente zur Änderung ihres Schicksals durchführten. Folken war einst einer von ihnen und entwickelte nach dem Vorbild der Morphe den Tarnumhang der zaibacher Guymelefs. Auch als Stratege trägt er noch den langen, schwarzen Umhang der Hexer, welche in eifersüchtiger Konkurrenz zu ihm stehen.
Länder
- Asturia (Name in der Untertitelfassung Astoria)
- Asturia befindet sich direkt am Meer und ist für seinen Handel mit Fisch und Meeresfrüchten sehr bekannt. In Asturia herrscht zunächst König Aston, später hat der Händler Dryden, der Verlobte von Prinzessin Millerna, Ambitionen auf den Thron. Die Hauptstadt von Asturia ist Palas.
- Fanelia
- Fanelia, mit der gleichnamigen Hauptstadt, ist für seine weiten, fruchtbaren Felder und allgemein für seine sehr schöne Landschaft bekannt. Es grenzt an Asturia. Auf Gaia ist es sehr bekannt, da der mächtige Guymelef Escaflowne den Königen von Fanelia seit vielen Generationen dient.
- Freid (Name in der Untertitelfassung Fraid)
- Im Herzogtum Freid befindet sich der Fortuna-Tempel, in dem die Quelle der Macht von Atlantis gehütet wird. In Freid herrscht Herzog Mahad, nach dessen Tod wird sein junger Sohn Chid Herzog. Chid ist der Sohn von Astons Tochter Marlene, die den Herrscher von Freid geheiratet hatte und bereits verstorben ist.
- Zaibacher Reich
- Das Zaibacher Reich entwickelte sich unter der Führung von Kaiser Dornkirk von einem armen, von Kriegen heimgesuchten Land zu einer mächtigen Nation, in der die Wissenschaft einen hohen Stellenwert besitzt und die Züge von Industrialisierung trägt. Die Zaibacher stehen mit anderen Nationen im Handel und haben mit Asturia ein Beistandsabkommen geschlossen. Dornkirk nutzt die Macht Zaibachs, um seinen Plan, eine neue Ordnung auf Gaia einzuführen, umzusetzen.
Entstehung und Produktion
Shōji Kawamori wurde 1991 durch einen Aufenthalt in Nepal zu einer Serie über Schicksal und Magie inspiriert. Er arbeitete gemeinsam mit Minoru Takanashi, Produzent bei Bandai Visual, ein Konzept zu einer 39-teiligen Serie über Atlantis und das Bermuda-Dreieck aus. Dabei entschied man sich auch, dass die Hauptfigur ein Mädchen sein sollte. Nobuteru Yūki entwarf das erste Charakterdesign und das Studio Sunrise wurde mit der Produktion beauftragt. Der zunächst als Regisseur engagierte Yasuhiro Imagawa prägte den Begriff „Escaflowne“ für den Mecha, bevor er die Produktion verließ. Nach seinem Abgang wurde das Projekt zunächst nicht weiter verfolgt und auch Kawamori wandte sich anderen Projekten zu.[1]
Zwei Jahre später verpflichtet Sunrise Kazuki Akane, die Produktion als Regisseur weiterzuführen. Unter dem Eindruck der zu dieser Zeit sehr erfolgreich laufenden Serie Sailor Moon ergänzte er das Konzept um Elemente der Liebesgeschichte. Aus finanziellen Gründen wurde die Zahl der Folgen auf 26 reduziert.[1] Nobuteru Yūki entwickelte das Charakterdesign weiter, wobei er sich bewusst von der damaligen Mode absetzen wollte, die stark von der kurz zuvor ausgestrahlten Serie Neon Genesis Evangelion beeinflusst war.[2] Künstlerischer Leiter war Jun’ichi Azuma.
Synchronisation
Die deutsche Synchronfassung basiert auf der französischen und wurde von Arena Synchron angefertigt.
| Rolle | japanischer Sprecher (Seiyū) | deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Hitomi Kanzaki | Maaya Sakamoto (Debüt) | Julia Meynen |
| Van Fanel | Tomokazu Seki | Björn Schalla |
| Merle | Ikue Ōtani | Christin Marquitan |
| Allen Schezar | Shin’ichirō Miki | Peter Flechtner |
| Folken Lacour de Fanel | Jōji Nakata | Bernd Vollbrecht |
| Dilandau Albatō | Minami Takayama | Claudia Urbschat-Mingues |
| Dornkirk | Masato Yamanouchi | Horst Lampe |
Musik
Die Musik zu Vision of Escaflowne komponierten Hajime Mizoguchi und Yōko Kanno. Für den Soundtrack schufen Mizoguchi und Kanno eine Kombination von Pop, Gregorianik, Barockmusik sowie spätromantischen und zeitgenössischen Klangzitaten.[3]
Das originale Titellied wurde in der deutschen TV-Fassung durch ein anderes ersetzt. Statt des von Yōko Kanno komponierten und von Maaya Sakamoto gesungenen Yakusoku wa Iranai kam hier das Lied People von den Dax Riders zum Einsatz. Auf den in Deutschland veröffentlichten DVDs wurde allerdings wieder das japanische Titellied verwendet.
Veröffentlichungen
Die 26-teilige Fernsehserie wurde in Japan von 2. April bis 24. September 1996 von TV Tokyo ausgestrahlt.
Der Anime wurde 2000 von Fox Kids in einer Bearbeitung von Haim Saban gezeigt, in der die Rolle Hitomis weniger bedeutend war, einige Szenen entfernt und diverse Rückblicke eingebaut wurden. Die Ausstrahlung wurde jedoch nach einem Drittel der Folgen abgebrochen.[1] Es folgten Ausstrahlungen von englischen Übersetzungen durch Animax-asia und YTV in Kanada. Canal+, Game one und Mangas strahlten die Serie auf Französisch aus. Außerdem wurde der Anime unter anderem ins Italienische, Spanische, Koreanische und Polnische übersetzt. 1999 wurde die Serie in Nordamerika von Bandai auf VHS veröffentlicht.
Eine Veröffentlichung auf Deutsch folgte 2000 auf VHS-Kassetten. 2002 lief die Serie im Abendprogramm des Musiksenders MTV Germany, bei MTV2 Pop folgte eine Wiederholung. Mittlerweile ist die Serie auch auf DVD erhältlich. Unter dem Titel Vision of Escaflowne ist die Serie ab 2023 auf dem Sender ProSieben Maxx zu sehen.
Adaptionen
Film
2000 wurde unter dem Titel Escaflowne – The Movie ein Film zur Serie veröffentlicht. Dieser erzählt eine alternative Geschichte. Es treten alle Hauptcharaktere wieder auf, ihr Erscheinungsbild und ihre Charakterzüge wurden aber verändert. Der Film ist am 15. Mai 2008 von Dybex in Deutschland auf DVD veröffentlicht worden, für den Vertrieb in Deutschland ist Nipponart zuständig.
Manga
Eine Mangareihe mit dem Titel The Vision of Escaflowne von Katsu Aki wurde ab Oktober 1994 im Magazin Shonen Ace des Verlags Kadokawa Shoten veröffentlicht und später in acht Sammelbänden zusammengefasst, im November 1997 wurde die Serie abgeschlossen. Sie basiert noch auf dem ursprünglichen Konzept der Serie, das nicht als Anime umgesetzt wurde, und ist noch stark auf ein männliches Publikum ausgerichtet.[1] Die Reihe erschien bei Tokyopop in Nordamerika und bei Madman Entertainment in Australien und wurde auch auf Französisch und Koreanisch übersetzt. 2002 brachte der Carlsen Verlag die acht Bände in Deutschland heraus.
Ab 1996 erschien in Japan Messiah Knight – The Vision of Escaflowne von Yuzuru Yashiro im Magazin Monthly Asuka Fantasy DX, das an ein weibliches Publikum gerichtet war.[1] Die Zusammenfassung der Geschichte in zwei Tankōbon erhielt den Titel HITOMI – The Vision of Escaflowne.
Anfang des Jahres 1997 wurde Escaflowne – Energist’s Memories im Magazin Asuka veröffentlicht. Später wurde der Manga in einem Band zusammengefasst.
Light Novel
Von Juni 1996 bis August 1997 erschien bei Kadokawa Shoten eine Light-Novel-Reihe, die die Handlung der Serie nachvollzog. Autoren waren Yumiko Tsukamoto, Hajime Yatate und Shoji Kawamori. Es sind insgesamt sechs Bände erschienen.
Hörspiel
Victor Entertainment veröffentlichte eine Hörspiel-CD mit dem Titel The Vision of Escaflowne: Original Drama Album: Thought of The Jeture (天空のエスカフローネ オリジナルドラマアルバム ジェチアの想い) im Dezember 1996.
Analyse
Laut Patrick Drazen liegt die Moral der Geschichte im Umgang mit dem Schicksal durch Hitomi und Dornkirk. Dornkirk, der das Schicksal mit einer Maschine beherrschen will, vergleicht Drazen mit den Krel aus dem Film Alarm im Weltall. Auch diese bauen eine Maschine, die allein mit den Gedanken kontrolliert werden soll, so aber außer Kontrolle gerät. Doch bei Escaflowne kann Hitomi mit ihrer Hoffnung auf ein besseres Schicksal und Frieden auf Gaia die Katastrophe abwenden. Dieses Ende wirke naiv, doch gebe auch dem Zuschauer Hoffnung und Bestätigung im Glauben an den schlussendlichen Sieg des Guten.[1]
Rezeption
Die Ausstrahlung der Serie in den USA 2000 wurde wegen des ausbleibenden Erfolgs, trotz bereits zuvor bestehender Fanszene,[4] eingestellt. Patrick Drazen sieht das zum Teil durch Haim Sabans Bearbeitung der Serie begründet, jedoch auch durch die Hintergründigkeit der Handlung. In Kanada gewann der Anime nach Ausstrahlung eine kleine Fangemeinde.[5]
Patrick Drazen bezeichnet die Serie mit ihrem mythologischen Hintergrund und ethischen Fragestellungen als eine der kreativsten ihrer Zeit[5] und eine der epischsten Fernsehserien der 1990er Jahre. Durch die Verringerung der verfügbaren Episodenanzahl während des Produktionsprozesses werde die Handlung besonders rasch erzählt, was das Epische noch betone. Die Serie verbinde typische Elemente von an Jungen und an Mädchen gerichteten Serien und erreiche so ein großes Publikum.[1]
Die deutsche Zeitschrift AnimaniA schreibt von einem „mystischen Fantasy-Abenteuer, bei dem weder actionreiche Spannung noch Romantik oder Humor zu kurz kommen“. Es wird die für ihre Zeit außergewöhnlich gute Qualität der Animation und der vielfältige Soundtrack gelobt. So wird Escaflowne als eine der besten Animeserien bezeichnet, die es jemals gab.[2] Die deutsche Übersetzung sei jedoch manchmal etwas gewöhnungsbedürftig.[6]