Trierischer Volksfreund

Tageszeitung aus Trier From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Trierische Volksfreund ist eine Tageszeitung aus Trier. Im Volksmund wird die Zeitung häufig als „Volksfreund“ bezeichnet. Sie ist Teil der Saarbrücker Zeitungsgruppe um die Saarbrücker Zeitung. Die verkaufte Auflage beträgt 50.357 Exemplare, ein Minus von 49,7 Prozent seit 1998.[2]

Schnelle Fakten
Trierischer Volksfreund
Traditioneller Schriftzug
Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Verlag Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH (Deutschland)
Hauptsitz Trier
Erstausgabe 25. September 1875
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage 50.357 Exemplare
(IVW 4/2025, Mo–Sa)
Reichweite 0,270 Mio. Leser
(MA 2017)
Chefredakteur Thomas Roth[1]
Geschäftsführer Thomas Deicke, Thomas Marx
Weblink volksfreund.de
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Die Zeitung erscheint im Rheinischen Format. Der herausgebende Verlag Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Saarbrücker Zeitung Medienhaus GmbH, die wiederum mit 56 Prozent mehrheitlich der Rheinischen Post Mediengruppe gehört.

Geschichte

Die Zeitung wurde 1875 von Nikolaus Koch und Nikolaus Philippi gegründet. Ursprünglich als Trierisches Anzeigenblatt verlegt, erschien die Zeitung zunächst dreimal wöchentlich, später dann täglich. Am 25. September 1878 erschien die Zeitung erstmals unter dem Titel Trierischer Volksfreund, ab 1903 sogar zweimal täglich. Sie stand politisch der Zentrumspartei nahe.

Am 30. April 1938 wurde das Blatt von den Nationalsozialisten verboten (siehe Schriftleitergesetz). Ab 1946 wurde die Zeitung wieder neu aufgelegt, zunächst unter dem Titel Trierische Volkszeitung, seit 1949 aber wieder unter dem noch heute bestehenden Titel.

Seitdem die Trierische Landeszeitung ihren Betrieb 1974 eingestellt hat, ist der „TV“ die einzige Tageszeitung im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirkes Trier. Im Jahr 2003 erhielt die Zeitung den Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Chefredakteur ist seit dem 1. Oktober 2017 Thomas Roth.[3]

Im Juli 2014 nahm der Verlag eine neue Druckmaschine, eine Rotationsoffsetmaschine Typ Cortina der KBA (Koenig & Bauer) in Betrieb.[4][5] Die Zeitung wird seit 2021 nicht mehr in Trier, sondern zusammen mit den Ausgaben der Saarbrücker Zeitung im fast 100 km entfernten Saarbrücken gedruckt.[6]

Verlag

Verlegt wird die Zeitung seit 1. Januar 2013 von der Rheinische Post Mediengruppe, die über die Saarbrücker Zeitung Medienhaus GmbH die Mehrheit übernommen hat.[7] Zuvor gehörte das Blatt zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die seit 1974 eine 15-Prozent-Beteiligung am Trierischen Volksfreund gehalten hatte. Nach dem Tod der Verlegerin Luise Koch 1993 kamen die Gesellschaftsanteile des Unternehmens schließlich ganz zur Saarbrücker Zeitung Medienhaus GmbH, an dem die Holtzbrinck-Gruppe einen Mehrheitsanteil von 52,33 Prozent hielt. Dieser Anteil wurde im Laufe des Jahres 2012 an den Mitgesellschafter GSB übertragen und anschließend an die Rheinische Post Mediengruppe verkauft.

Redaktionell und operativ wird der Volksfreund dennoch selbstständig weitergeführt. Die Zeitung besitzt weiterhin eine Vollredaktion, bezieht aber auch Berichte und Kommentare der Berliner Hauptstadtredaktion von der zur Saarbrücker Zeitungsgruppe gehörenden Berliner Medienservice GmbH (BMS) und deren News Pool, dessen Redaktion bei der Saarbrücker Zeitung in Saarbrücken angesiedelt ist.

Seit 1996 hält der „TV“ außerdem Anteile am lokalen Anzeigenblatt Wochenspiegel. Das Bundeskartellamt hat von diesem Erwerb im Rahmen eines anderen Verfahrens im Sommer 2004 Kenntnis erlangt und ein Fusionskontrollverfahren eingeleitet. Der Zusammenschluss habe zur Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung der Volksfreund-Druckerei auf dem regionalen Anzeigenmarkt – dem Gesamtverbreitungsgebiet des Trierischen Volksfreunds – geführt und damit auch zur Absicherung dieser Stellung auf dem relevanten Lesermarkt. Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss zwischen der damals zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH und der Wochenspiegel GmbH & Co. KG daher im Mai 2005 untersagt.

Auflage

Der Trierische Volksfreund hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 4,8 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 5,6 % abgenommen.[8] Sie beträgt gegenwärtig 50.357 Exemplare.[9] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 93,7 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[10]
1998199920002001200220032004200520062007200820092010201120122013201420152016201720182019202020212022202320242025
100.052 100.722 101.862 100.762 100.498 100.730 100.228 97.970 97.156 94.603 93.523 92.561 91.758 90.520 89.327 87.271 85.354 82.356 79.356 75.490 71.287 67.718 65.431 62.754 59.820 56.161 53.364 50.357

Ausgaben

Seit Januar 2019 erscheinen fünf verschiedene Lokalausgaben mit einer verkauften Gesamtauflage von 50.357 Stück:[11]

  • Zeitung für Trier und das Trierer Land
  • Zeitung für Konz, Saarburg und Hochwald
  • Zeitung für Bitburg-Prüm
  • Zeitung für die Vulkaneifel
  • Zeitung für Bernkastel-Wittlich

Chefredakteure

Literatur

  • Gunther Franz: 250 Jahre Trierer Zeitungen. Ausstellungskatalog. Stadtbibliothek, Trier 1995 (Ausstellungskataloge Trierer Bibliotheken, 26, ISSN 0942-7031).
Commons: Trierischer Volksfreund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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