Westfälischer Anzeiger

Tageszeitung in Hamm From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Westfälische Anzeiger ist eine Tageszeitung in Hamm. Die Zeitung liefert den überregionalen Mantel für andere Zeitungen der Ippen-Gruppe in Westfalen (Arbeitsgemeinschaft westfälischer Tageszeitungen). Die verkaufte Auflage des Westfälischen Anzeigers in seiner Stadtausgabe Hamm beträgt 25.213 Exemplare,[1] zusammen mit den Kopfblättern Soester Anzeiger, Lüdenscheider Nachrichten und Der Patriot erreicht das Blatt 94.694 Exemplare, ein Minus von 41,3 Prozent seit 1998.[2]

Schnelle Fakten
Westfälischer Anzeiger
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Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamm
Erstausgabe 9. Dezember 1850
Erscheinungsweise täglich außer sonntags
Verkaufte Auflage 94.694 Exemplare
(IVW 4/2025, Mo–Sa)
Chefredakteur Christian Gerstenberger
Herausgeber Dirk Ippen
Geschäftsführer Daniel Schöningh, Hans Sahl, Dennis Petermann
Weblink www.wa.de
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Im Stadtgebiet Hamm ist der Westfälische Anzeiger die einzige Tageszeitung; Hamm ist somit ein Einzeitungskreis.

Wichtigster regionaler Konkurrent im erweiterten Verbreitungsgebiet ist die WAZ-Mediengruppe (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Westfälische Rundschau, Westfalenpost). Seit 2008 stellt der Westfälische Anzeiger täglich eine Onlineversion als E-Paper zur Verfügung, die der Leser im Originalsatz ansehen, herunterladen und ausdrucken kann.

Digitale Angebote

Das Online-Portal des Westfälischen Anzeigers ist unter der Adresse wa.de erreichbar und veröffentlicht laufend Beiträge aus Hamm und der Region sowie überregionale Inhalte in verschiedenen Ressorts.[3] Ergänzend steht eine digitale Ausgabe als E-Paper zur Verfügung.[4] Inhalte werden außerdem über Social-Media-Plattformen und die Nachrichten-App verbreitet.[5][6] Das Portal ist Teil des Netzwerks IPPEN.MEDIA.

Auflage

Der Westfälische Anzeiger hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 3,1 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr ist sie dagegen um 7,2 % gestiegen.[7] Sie beträgt gegenwärtig 94.694 Exemplare.[8] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 79,2 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[9]
1998199920002001200220032004200520062007200820092010201120122013201420152016201720182019202020212022202320242025
161.363 160.158 159.314 157.958 156.472 153.412 150.586 148.353 145.268 143.128 141.357 145.618 139.516 136.583 135.108 135.946 132.342 129.118 123.499 118.184 117.632 114.362 110.083 105.782 98.655 93.294 88.346 94.694
Entwicklung der Abonnentenzahlen[10]
1998199920002001200220032004200520062007200820092010201120122013201420152016201720182019202020212022202320242025
155.422 153.890 152.790 151.309 149.765 147.621 144.900 142.158 139.617 136.973 135.864 139.676 132.892 130.165 128.068 127.511 124.988 121.034 115.708 110.545 106.159 102.604 98.843 94.688 88.498 83.351 79.153 75.019

Geschichte

Pressehaus Gutenbergstraße, Sitz des Westfälischen Anzeigers in Hamm

Die Zeitung wurde am 3. April 1822 vom Druckereibesitzer Heinrich Jakob Grote als Kreis Hammsches Wochenblatt gegründet. Als Begründung für die Herausgabe einer Wochenzeitung führt Grote Folgendes in der Erstausgabe an:

„Schon längst war es im Kreise Hamm, der Wunsch vieler, sowohl mit den Verfügungen obrigkeitlicher Behörden desselben und den Anzeigen öffentlicher Verkäufe, Verpachtungen etc. näher bekannt zu werden, als auch Gelegenheit zu haben, seine Mitbürger mit Privat-Angelegenheiten bekannt zu machen.“

Am 2. Februar 1825 erschien das Blatt erstmals unter dem Titel Wochenblatt für die Stadt und den Kreis Hamm, seit 1845 in zwei Ausgaben (mittwochs und samstags). Am 9. Dezember 1850 wurde erstmals der Haupttitel Westfälischer Anzeiger verwendet, seit dem 1. Juli 1866 wurden drei Ausgaben pro Woche erstellt (dienstags, donnerstags, samstags). Die Familie Thiemann gründete 1872 als Konkurrenz den katholisch ausgerichteten Westfälischen Kurier, dessen Wiedergründung als Neuer Westfälischer Kurier am 6. September 1946 erfolgte. Lizenzträgerin dieser Zentrumspartei-nahen, zweimal wöchentlich in Werl erscheinenden Zeitung war Helene Wessel. Am 1. November 1949 gaben die Verlage Griebsch und Thiemann erstmals den gemeinsamen Westfälischen Anzeiger und Kurier heraus. Ende der 1960er Jahre verzichtete man dann auf den Zusatz Kurier, nachdem die Verlegerfamilie Thiemann bereits 1962 aus der Firma ausgeschieden war. Am 30. Juni 1967 konnte schließlich der Neubau an der Gutenbergstraße seiner Bestimmung übergeben werden.

Verlag

Der Verlag des Westfälischen Anzeigers, die Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, ist eine Tochterfirma der F. Wolff & Sohn KG.[11]

Regelmäßige Veröffentlichungen

  • Leo Hammer (tägliche Kolumne)
  • Kleinanzeiger (wöchentliche Beilage)
  • Hamm Live (monatliche Beilage)
  • Familienalbum
  • Gesundheitsanzeiger (quartalsweise Beilage)

Einzelnachweise

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