Valais-Spitzmaus

Art der Gattung Rotzahnspitzmäuse (Sorex) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Valais-Spitzmaus (Sorex antinorii) ist ein hauptsächlich in Italien verbreitetes Säugetier in der Gattung der Rotzahnspitzmäuse. Die Population galt längere Zeit als eine genetisch leicht abweichende Form der gewöhnlichen Waldspitzmaus (Sorex araneus). Da zusätzliche Abweichungen bezüglich der Karyotyps und der Morphologie gefunden wurden, ist sie als Art anerkannt. Das 1998 beschriebene Taxon Sorex arunchi könnte identisch mit diesem Tier sein.[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Valais-Spitzmaus

Valais-Spitzmaus (Sorex antinorii)

Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Soricinae
Gattung: Rotzahnspitzmäuse (Sorex)
Art: Valais-Spitzmaus
Wissenschaftlicher Name
Sorex antinorii
Bonaparte, 1840
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Verbreitung
Verbreitungsgebiet in moosgrün

Merkmale

Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 55 bis 82 mm, einer Schwanzlänge von 40 bis 55 mm und einem Gewicht von fast 8 bis 13 g hat die Art, die für die Gattung typische Größe. Trächtige Weibchen können etwas schwerer sein. Es sind 11 bis 13 mm lange Hinterfüße vorhanden. Der Rücken ist mit dunkelbraunem Fell bedeckt, das an den Seiten heller und rötlicher wird. Unterseits ist hellgraues Fell vorhanden. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 24 oder 25 Chromosomen (2n=24/25). Dabei ist das X-Chromosom der einen Hälfte groß und vom Y-Chromosom gibt es je nach Hälfte eine kleine und eine große Form.[2]

Verbreitung und Lebensweise

Diese Spitzmaus kommt fast auf der gesamten Apenninhalbinsel sowie im nördlichen Teil Italiens vor, wo sie angrenzende Gebiete der Schweiz und Frankreichs erreicht. Sie fehlt dagegen auf Salento und auf Gargano. Das Tier hält sich im Flach- und Bergland bis 2300 Meter Höhe auf. Es bewohnt feuchte Wälder, wie Galeriewälder, Bergwälder und Bergwiesen.[3]

Wie bei der gemeinen Waldspitzmaus zählen Regenwürmer, andere Weichtiere, Weberknechte, Spinnen, Käfer und Raupen von Schmetterlingen zur Nahrung. Bei Weibchen können in jeder Paarungszeit zwei oder drei Würfe vorkommen. Ein Wurf enthält 5 bis 7 Neugeborene. Zum sozialen Verhalten ist nichts bekannt.[2]

Gefährdung

Waldwirtschaft, die zu trockeneren Wäldern führt, kann sich negativ auswirken. Manchmal werden Fallen für andere Kleinsäuger aufgestellt, in denen sich eine Spitzmaus verfangen kann. Da die Verbreitung und die Gesamtpopulation groß sind, wird die Art von der IUCN als nicht gefährdet (least concern) gelistet.[3]

Einzelnachweise

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