Westerndorf St. Peter
Stadtteil von Rosenheim in Bayern
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Westerndorf St. Peter (amtliche Schreibweise Westerndorf St.Peter,[2] bis 1951 Westerndorf)[3] ist einer von 30 amtlich benannten Gemeindeteilen der kreisfreien Stadt Rosenheim und auch Name eines Stadtteils.
Westerndorf St. Peter Kreisfreie Stadt Rosenheim | |
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| Koordinaten: | 47° 53′ N, 12° 7′ O |
| Höhe: | 450 m |
| Einwohner: | 561 (2012)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 83024 |
| Vorwahl: | 08031 |
Karte des Stadtteils Westerndorf St. Peter
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Die Filialkirche St. Peter, nach der der Ortsteil benannt ist | |
Geographie
Das Kirchdorf hatte 2012 561 Einwohner. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 15. Mit der 2025 erfolgten Inbetriebnahme der Westtangente Rosenheim wird mit einer deutlichen Verkehrsberuhigung gerechnet.[4]
Die Gemarkung Westerndorf St.Peter (099681) teilt sich auf die Gemeinden Großkarolinenfeld, Rosenheim und Schechen auf und umfasst 13,183 km².[5]
Geschichte
Neue Ausgrabungen zeigen die Existenz einer römischen Terra-sigillata-Manufaktur in Westerndorf St. Peter. Der Ort lag nahe dem römischen Innübergang Pons Aeni, der zwischen Westerndorf St. Peter und Pfaffenhofen am Inn vermutet wird. Die Terra-sigillata-Manufaktur entstand als Filiale der Produktionsstätte von Rheinzabern am Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. Produkte aus Westerndorf wurden ausschließlich donauabwärts, nach Noricum und die pannonischen Provinzen verschifft. Die Westerndorfer Ware war zu ihrer Zeit die dort meistvertriebene Keramik und gilt daher in Österreich und Ungarn als bedeutender Leitfund für die römerzeitliche Chronologie. Schwierig bleibt bis heute, in welchem Verhältnis Westerndorf und Pfaffenhofen standen, denn auch in dem zuletzt genannten Ort gab es Töpferöfen.[6]
Westerndorf St. Peter war Teil der Hauptmannschaft Langenpfunzen im Kolberamt des Land- und Pfleggerichts Rosenheim und zählte zum Rentamt München des Herzogtums Bayern.[7]
Die spätgotische Saalkirche St. Peter wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut. Ihr Innenraum wurde 1688 barock umgestaltet.
Der nördlich von Rosenheim gelegene Ort war früher der Hauptort der gleichnamigen eigenständigen Gemeinde, die 1818 durch das bayerische Gemeindeedikt begründet wurde. Ort und Gemeinde wurden am 26. September 1951 von Westerndorf in Westerndorf St. Peter umbenannt.[8][9]
Die Gemeinde wurde am 1. Mai 1978 großteils in die Stadt Rosenheim eingemeindet.[10][11] Der nördliche Teil von Westerndorf St. Peter mit Deutelhausen, Eichwald, Moos und Pfaffenhofen am Inn kam zur Gemeinde Schechen, Filzen kam zu Großkarolinenfeld und Moorkultur kam zu Kolbermoor.[12][13]
Vereine
Westerndorf St. Peter hat einen eigenen Sportverein und eine daneben gelegene Grund- und Mittelschule.
Siehe auch
Westerndorf („Westerndorf am Wasen“): nicht zu verwechseln ist Westerndorf St. Peter mit diesem Rosenheimer Gemeindeteil Westerndorf im Südwesten des Stadtgebiets.


