Wilamowo (Kętrzyn)
Dorf in Polen
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Wilamowo (deutsch Wilhelmsdorf) ist ein Ortsteil des Dorfes Wajsznory in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Kętrzyn (Landgemeinde Rastenburg) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).
| Wilamowo | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Kętrzyn | |
| Gmina: | Kętrzyn | |
| Geographische Lage: | 54° 3′ N, 21° 26′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 11-400 Wajsznory[1] | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NKE | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Wajsznory → Wilamowo | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Geographische Lage
Wilamowo liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, vier Kilometer südöstlich der Stadt Kętrzyn (deutsch Rastenburg).
Geschichte
Der noch bis vor 1820 Willamowen genannte kleine Gutsort[2] wurde im Jahr 1820 als adliges Dorf mit fünf Feuerstellen bei 47 Einwohnern erwähnt.[3] 1885 zählte Wilhelmsdorf 62 Einwohner.
Zwischen 1885 und 1888 wurde das Gut Wilhelmsdorf in den Gutsbezirk Weischnuren (polnisch Wajsznory) eingegliedert, wurde aber schon am 15. Januar 1888 in den Gutsbezirk Queden (polnisch Kwiedzina) im Amtsbezirk Pohiebels (polnisch Pożarki) umgegliedert.[4] Die Zahl der Einwohner verringerte sich bis 1905 auf 55.[3]
Am 30. September 1928 schlossen sich das Gut Wilhelmsdorf sowie Gut Glubenstein (polnisch Głobie) und Gut Weischnuren (Wajsznory) zur neuen Landgemeinde Weischnuren im Amtsbezirk Weischnuren zusammen.[5]
In Folge des Zweiten Weltkrieges kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Wilhelmsdorf erhielt in diesem Zusammenhang die polnische Namensform Wilamowo und ist heute Teil des Dorfes Wajsznory in die Gmina Kętrzyn (Rastenburg) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg). Von 1975 bis 1998 war das Dorf Teil der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Flugplatz Kętrzyn-Wilamowo
Das Gut Wilhelmsdorf wurde 1934 verkauft. Hier wurde ein Jahr später mit dem Bau eines Sportflugplatzes begonnen. Im Zuge der Errichtung des nahegelegenen Führerhauptquartiers Wolfsschanze wurde die Landebahn 1941 verlängert. Von hier startete Adolf Hitler zahlreiche Flüge. Claus Schenk Graf von Stauffenberg nutzte ihn nach dem Attentat vom 20. Juli 1944.
Der Flugplatz wurde 1998 an einen privaten Investor verkauft.
Kirche
Bis 1945 war Wilhelmsdorf in die evangelische Pfarrkirche Rastenburg[6] in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Katharina in Rastenburg[3] im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Wilamowo katholischerseits zur Pfarrei Karolewo (Carlshof) im Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Johanneskirche Kętrzyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Wilamowo ist von Wajsznory (Weischnuren) aus direkt zu erreichen. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
