Wilfried Joest

deutscher Theologe und Professor From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Werk

Er war von 1953 bis 1956 Professor für Systematische Theologie in Neuendettelsau an der Augustana-Hochschule und von 1956 bis 1981 an der Universität Erlangen-Nürnberg.

An der Universität Erlangen-Nürnberg war er Lehrstuhlnachfolger von Paul Althaus.

Von zentraler Bedeutung war für Joest die Theologie Martin Luthers, über die er einige Studien verfasst und die auch seine eigene Theologie maßgeblich beeinflusst hatte. Daneben war ihm die klare Darstellung und die philosophische Redlichkeit des christlichen Glaubens ein großes Anliegen. Neben Gerhard Ebeling ist vor allem Joest die Etablierung der Fundamentaltheologie als Unterdisziplin der protestantischen Dogmatik zu verdanken, was bis dahin explizit nur in der katholischen Theologie der Fall war. Joest war vierzig Jahre (1955 bis 1995) Mitherausgeber von Kerygma und Dogma (Zeitschrift für theologische Forschung und kirchliche Lehre), einer Zeitschrift, die der Theologie der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands nahesteht.

Zu seinen Schülern gehören Karl-Friedrich Haag und Joachim Track.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Dogmatik. Vandenhoeck & Ruprecht,
  • Der Friede Gottes und der Friede auf Erden. Zur theologischen Grundlegung der Friedensethik. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1990, ISBN 3-7887-1336-4.
  • Fundamentaltheologie. Theologische Grundlagen- und Methodenprobleme. Kohlhammer, Stuttgart 19883, ISBN 3-17-010451-9 (Theologische Wissenschaft; 11).
  • Gott will zum Menschen kommen. Zum Auftrag der Theologie im Horizont gegenwärtiger Fragen. Gesammelte Aufsätze. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1977.
  • Gesetz und Freiheit. Das Problem des tertius usus legis bei Luther und die neutestamentliche Parainese. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 19684.
  • Ontologie der Person bei Luther. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1967.

Literatur

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