Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg
kaiserlicher Generalfeldzeugmeister
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Wilhelm Carl Christian von Sachsen-Gotha-Altenburg (* 12. März 1701 in Gotha; † 31. Mai 1771 in Tonna) war ein Prinz aus der Nebenlinie Sachsen-Gotha-Altenburg der Ernestinischen Wettiner und kaiserlicher Generalfeldzeugmeister.

Herkunft
Wilhelm war der zweite Sohn des Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1676–1732) aus dessen Ehe mit Magdalena Augusta (1679–1740), Tochter des Fürsten Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst.
Leben
Nach seiner fürstlichen Ausbildung traf er sich 1718 mit seinem Bruder Friedrich in Genf, um auf eine Kavalierstour zu gehen. Sie reisten anschließend Italien, wo sie Rom und Neapel besuchter. Im Oktober 1719 gingen sie nach Frankreich und waren im November zurück in Gotha. 1721 machten sie eine Reise nach England, von dort über Paris gingen sie nach Den Haag, wo sie 8 Monate blieben. Im Mai 1724 machten sie eine weitere Reise, dieses Mal besuchten die Schweden und Dänemark. Nach ihrer Rückkehr 1725 reisten sie im September nochmals nach Italien, wo sie ein Jahr blieben. Auf der Rückreise ging der Prinz an den Hof nach Dresden, dort ging er in kursächsische Dienste. Am 22. März 1728 wurde er von August II. zu Oberst ernannt, dazu erhielt er das Regiment Schwarzburg-Rudolstadt. Auch im Lager bei Zeithain 1730 kommandierte er das Regiment. Mit den Ausbruch des Polnischen Erbfolgekrieges führte er das Regiment nach Polen. Wilhelm trat 1734 als Generalwachtmeister in die Dienste Kaiser Karls VI. Vom Königs August II. erhielt er am 15. Februar 1735 noch die Beförderung zum Generalmajor und den Weißen Adler-Orden.
Wilhelm erhielt vom Kaiser drei Regimenter mit 5000 Soldaten führte, die sein Bruder Friedrich III. dem Kaiser im Kampf gegen Frankreich überlassen hatte. Er kommandierte zunächst am Rhein, dann in Italien. 1738 wurde er Generalfeldmarschallleutnant, 1742 Generalleutnant und 1750 Generalfeldzeugmeister. Diese Stelle legte er schließlich nieder, nachdem er zweimal 1753 und 1760 mit seiner Bewerbung um das Amt des Reichsgeneralfeldmarschalls scheiterte. Er nahm seinen Wohnsitz in Tonna.
Wilhelm heiratete am 8. November 1742 in Hamburg Anna (1709–1758), Tochter des Christian August von Schleswig-Holstein-Gottorf und Tante Katharinas der Großen. Die Ehe blieb kinderlos.
Vorfahren
| Ahnentafel Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ururgroßeltern | Herzog Johann von Sachsen-Weimar (1570–1605) ⚭ 1593 Dorothea Maria von Anhalt (1574–1617) |
Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597–1639) ⚭ 1618 Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1593–1650) (1593–1650) |
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585–1656) ⚭ 1607 Magdalena Sibylle von Preußen (1586–1659) |
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg (1588–1658) ⚭ 1622 Anna Maria von Ostfriesland (1601–1634) |
Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576–1621) ⚭ 1612 Magdalene von Oldenburg (1585–1657) |
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597–1659) ⚭ 1630 Maria Elisabeth von Sachsen (1610–1684) |
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585–1656) ⚭ 1607 Magdalena Sibylle von Preußen (1586–1659) |
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg (1588–1658) ⚭ 1622 Anna Maria von Ostfriesland (1601–1634) |
| Urgroßeltern | Herzog Ernst I. der Fromme von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601–1675) ⚭ 1636 Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg (1619–1680) |
August von Sachsen-Weißenfels (1614–1680) ⚭ 1647 Anna Maria zu Mecklenburg (1627–1669) |
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621–1667) ⚭ 1649 Sophie Auguste von Schleswig-Holstein-Gottorf (1630–1680) , |
August von Sachsen-Weißenfels (1614–1680) ⚭ 1647 Anna Maria zu Mecklenburg (1627–1669) | ||||
| Großeltern | Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646–1691) ⚭ 1669 Magdalena Sibylla von Sachsen-Weißenfels (1648–1681) |
Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst (1652–1718) ⚭ 1676 Sophia von Sachsen-Weißenfels (1654–1724) | ||||||
| Eltern | Herzog Friedrich II von Sachsen-Gotha-Altenburg (1676–1732) ⚭ 1696 Magdalena Augusta von Anhalt-Zerbst (1679–1740) | |||||||
| Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg (1701–1771) | ||||||||
Seit der Generation der Großeltern beginnt durch interfamiläre Verbindungen ein Ahnenschwund über die Linie Sachsen-Weißenfels.
Literatur
- Johann Georg August Galletti: Geschichte und Beschreibung des Herzogthums Gotha, Gotha, 1779, S. 354 (Digitalisat)
- Johannes Georg Zirschke: Zuverläßige Beschreibung der hohen Generalität. Görlitz 1756, S. 238f
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg |
| KURZBESCHREIBUNG | kaiserlicher Generalfeldzeugmeister |
| GEBURTSDATUM | 12. März 1701 |
| GEBURTSORT | Gotha |
| STERBEDATUM | 31. Mai 1771 |
| STERBEORT | Tonna |