Fallwindesbach
Bach in der Gemeinde Kals am Großglockner, Nebenfluss des Kalserbachs
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Der Fallwindesbach, auch Windesbach, ist ein Bach in der Gemeinde Kals am Großglockner (Bezirk Lienz). Der Bach entspringt an der Westseite der Schobergruppe und mündet südwestlich von Elleparte in den Kalserbach. Der Flurname Fallwindes, urkundlich erstmals 1774 als Falbinser Bach genannt, leitet sich vom althochdeutschen falo bzw. mittelhochdeutschen val ab und bezieht sich auf ein Tal mit fahlem Licht (Finstertal).[4]
| Fallwindesbach | ||
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| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | AT: 2-374-64-66-24 | |
| Lage | Osttirol | |
| Flusssystem | Donau | |
| Abfluss über | Kalserbach → Isel → Drau → Donau → Schwarzes Meer | |
| Quelle | Westseite der Schobergruppe 46° 57′ 57″ N, 12° 39′ 23″ O | |
| Quellhöhe | ca. 2208 m ü. A.[1] | |
| Mündung | südwestlich von Elleparte in den Kalserbach 46° 58′ 42″ N, 12° 38′ 4″ O | |
| Mündungshöhe | 1220 m ü. A.[1] | |
| Höhenunterschied | ca. 988 m | |
| Sohlgefälle | ca. 41 % | |
| Länge | 2,4 km[2] | |
| Einzugsgebiet | 2,8 km²[3] | |
| Gemeinden | Kals am Großglockner | |
Verlauf
Der Fallwindesbach entspringt in einem Tal, das von West nach Ost vom Fallwindeskogel, dem Kreuzegg, dem Winkelegg, dem Lärchetberg, dem Spinal und der Gollspitze umgeben ist. Der Bach fließt in nordwestlicher Richtung bis zur Fallwindeshütte und biegt danach, südlich der Einzelsiedlung Elleparte nach Westen ab. In der Folge mündet er nach kurzer Zeit linksseitig in den Kalserbach.
Energiewirtschaftliche Nutzung
Der Fallwindesbach wird energiewirtschaftlich genutzt, wobei dem Bach in rund 1530 Metern Höhe mittels Tiroler Wehr maximal 70 Liter Wasser pro Sekunde entnommen werden dürfen.[5] Das Wasser wird einem Kraftwerk am Lesachbach zugeführt. Auf Grund der energiewirtschaftlichen Nutzung sind nur 64 Prozent der Hydrologie des Fallwindesbaches unbeeinflusst und 64 Prozent der Gewässerraumausprägung natürlich. Das Umland des Fallwindesbaches weist hingegen auf der gesamten Länge eine geringe Nutzungsintensität auf.[2]