Windpark Kißlegg
Windpark bei Kißlegg im Landkreis Ravensburg von Baden-Württemberg
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Der Windpark Kißlegg ist ein geplanter und am 6. Oktober 2025 genehmigter Windpark bei Kißlegg im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg.[1]
| Windpark Kißlegg | |||
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| Lage | |||
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| Koordinaten | 47° 47′ 40″ N, 9° 55′ 7″ O | ||
| Land | |||
| Ort | Kißlegg | ||
| Daten | |||
| Typ | Windpark | ||
| Primärenergie | Wind | ||
| Leistung | 13,8 MW | ||
| Betreiber | Uhl Windkraft Projektierung | ||
| Betriebsaufnahme | geplant 2028 | ||
| Kühlung | Luft/Flüssigkeit | ||
Lage
Der Windpark Kißlegg befindet sich in Oberschwaben, rund 1,5 km östlich von Kißlegg und etwa 7,5 km südwestlich von Leutkirch im Allgäu.
Arten
Nach Kartierungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) sind im Gebiet des Windparks Kißlegg Vorkommen mehrerer geschützter Tierarten dokumentiert.
Vogelvorkommen
Im Windparkgebiet ist das Vorkommen des Rotmilans (Milvus milvus) dokumentiert. Der Nachweis stützt sich auf die LUBW Milankartierung 2014, mit dem letzten bestätigten Nachweis im Jahr 2014.[4]
Fledermausvorkommen
Im Gebiet wurden insgesamt vier geschützte Fledermausarten nachgewiesen:
- Laut Daten des Landratsamts Ravensburg (LRA) wurden das Braune Langohr (Plecotus auritus) und das Große Mausohr (Myotis myotis) dokumentiert (letzter Nachweis beider Arten: 2008).
- Die Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus, letzter Nachweis: 2015) und die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus, letzter Nachweis: 2014) sind durch Erhebungen der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg (AGF 2017) belegt.[5]
Technische Daten
Der Windpark besteht aus insgesamt sechs Windkraftanlagen des Herstellers Nordex SE vom Typ N175/6.X. Jede Anlage weist eine Nettonennleistung von 6.800 kW (6,8 MW) auf, woraus sich eine Gesamtleistung des Windparks von 13600 kW (13,6 MW) ergibt.
Die Horizontalläufer sind auf Hybridtürmen aus Beton und Stahl errichtet, mit einer Nabenhöhe von 179 Metern. Der Rotor hat einen Durchmesser von 175 Metern (überstrichene Fläche: 24.053 m²) und ist mit drei Blättern ausgestattet. Die Anlagen nutzen ein High-Speed-Getriebe und verfügen über einen doppelt gespeisten Asynchrongenerator (DFIG), dessen Kühlsystem flüssigkeits-/luftgekühlt ist und mit einer Netzfrequenz von 50/60 Hz arbeitet. Gebremst wird mittels aerodynamischer Pitch-Hauptbremse und einer Scheiben-Haltebremse.
Die Anlagen nehmen den Betrieb bei einer Windgeschwindigkeit von 3 m/s auf und schalten bei 20 m/s ab. Um den Betrieb zu optimieren und Auflagen zu erfüllen, sind die Rotorblätter mit einem Enteisungssystem ausgestattet. Zudem gelten für die Windkraftanlagen verschiedene Auflagen zur Leistungsbegrenzung bzw. Abschaltung, darunter Maßnahmen zum Schallimmissionsschutz (tagsüber und nachts), zum Schattenwurf, zum Eiswurf sowie zum Tierschutz. Die Nachtkennzeichnung erfolgt bedarfsgesteuert.[6][7]
