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Wuthering Heights – Sturmhöhe

Film von Emerald Fennell (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

“Wuthering Heights” – Sturmhöhe[3] ist ein Filmdrama von Emerald Fennell. Die britisch-US-amerikanische Produktion ist lose vom titelgebenden Roman der Autorin Emily Brontë inspiriert. Trotz allem stellt sie die nun zehnte Adaption des Stoffes dar. In den Hauptrollen sind Margot Robbie und Jacob Elordi zu sehen. Der Film feierte am 28. Januar 2026 seine Weltpremiere und kam am 12. Februar 2026 in die deutschen Kinos.

Titel“Wuthering Heights” – Sturmhöhe
Originaltitel“Wuthering Heights”
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel “Wuthering Heights” – Sturmhöhe
Originaltitel “Wuthering Heights”
Produktionsland USA, Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 136 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Emerald Fennell
Drehbuch Emerald Fennell
Produktion Tom Ackerley, Josey McNamara, Margot Robbie
Musik Anthony Willis
Kamera Linus Sandgren
Schnitt Victoria Boydell
Besetzung
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Die Anführungszeichen im Titel sind eine bewusste Entscheidung der Regisseurin, die der Meinung ist, dass alle Buchadaptionen diese enthalten sollen und sie nicht der Meinung ist, Sturmhöhe zu verfilmen, sondern lediglich eine Version davon zu machen.[4]

Handlung

Catherine Earnshaw ist ein keckes Mädchen und wird von ihrem lebenslustigen und tyrannischen Vater großgezogen. Mister Earnshaw schnappt während einer Geschäftsreise in Liverpool einen Jungen namens Heathcliff von den Straßen auf und adoptiert ihn. Er und Catherine sind nun Stiefgeschwister. Die beiden streifen Tag für Tag über das Moor und wachsen über die Jahre zu einer unauflöslichen Einheit zusammen, im festen Wissen, seelenverwandt zu sein. Als sie erwachsen sind, ist die Familie finanziell am Ende. Daher heiratet Catherine den wohlhabenden Nachbarn Edgar Linton und bricht damit Heathcliff das Herz. Er verlässt die Gegend.

Nach etwa fünf Jahren kehrt er wohlhabend zurück, kauft Catherines Vater das Anwesen ab, das titelgebende aber mittlerweile verfallene „Wuthering Heights“, und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit Catherine.[5][6] Edgar erfährt von der Affäre, woraufhin dieser Catherine verbietet, Heathcliff zu sehen. Catherine offenbart, dass sie schwanger ist, wobei sie sich sicher zu sein scheint, dass das Kind von Edgar stammt. Heathcliff heiratet aus Trotz Isabelle, die Schwester von Edgar, auch um Catherine eifersüchtig zu machen; er sagt ihr dies offen, und sie stimmt zu. Die beiden beginnen eine BDSM-Beziehung, in der Heathcliff Isabella erniedrigt und wie einen Hund behandelt.

Von Heathcliffs Heirat mit Isabella deprimiert, schließt sich Catherine in ihrem Zimmer ein und hungert. Heathcliff versucht immer wieder Liebesbriefe an Catherine zu schicken, welche Haushälterin Nelly jedoch abfängt und verbrennt. Catherine bemerkt, dass ihr ungeborenes Kind im Mutterleib gestorben ist, weigert sich aber, sich behandeln zu lassen, um die Totgeburt entfernen zu lassen; es kommt zu einer fatalen Sepsis. Die Gouvernante gibt Heathcliff Bescheid, allerdings ist Catherine bereits tot, als er ankommt. Heathcliff hält Catherines Leichnam im Arm. Er meint, dass sie ihn in den Wahnsinn treibe und ihm keinen Frieden gewähren könne. Er erinnert sich an die Zeit nach seiner Auspeitschung in ihrer Kindheit, als sie gemeinsam auf einem Bett lagen, Cathy ihn tröstete und lächelte, während er ihr versprach, sie niemals zu verlassen.

Produktion

Filmstab, Besetzung und Synchronisation

Regisseurin Emerald Fennell

Regie führte Emerald Fennell, die auch das auf Emily Brontës Werken basierende Drehbuch schrieb.[7] Es gab vier Verfilmungen von Brontës titelgebendem Roman Wuthering Heights, die 1939, 1970, 1992 und 2011 veröffentlicht wurden.[8][9]

Die britische Filmeditorin Victoria Boydell war zuletzt für Rye Lane von Raine Allen-Miller, All of You von William Bridges und My Oxford Year von Iain Morris tätig. Mit ihr arbeitete Fennell bereits für Saltburn zusammen.

Owen Cooper spielt den jungen Heathcliff

Margot Robbie spielt Catherine Earnshaw und Jacob Elordi ihren Adoptivbruder Heathcliff.[6] Auch mit Elordi arbeitete Fennell bereits für Saltburn zusammen.[7] In jungen Jahren werden Heathcliff und Cathy von Owen Cooper und Charlotte Mellington gespielt.[10] Martin Clunes ist in der Rolle ihres Vaters Mr. Earnshaw zu sehen. Shazad Latif spielt den wohlhabenden Nachbarn Edgar Linton, den Cathy heiratet, und Alison Oliver dessen Schwester Isabella, die Heathcliff aus Rache ehelicht. Die Haushälterin Nelly Dean wird von Hong Chau gespielt.[5] Das Casting übernahm Kharmel Cochrane.

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Katrin Fröhlich im Auftrag der FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH in Berlin.[11]

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
RolleDarstellerSynchronsprecher
Catherine 'Cathy' Earnshaw Margot Robbie Anne Helm
Heathcliff Jacob Elordi Amadeus Strobl
Catherine 'Cathy' Earnshaw (jung) Charlotte Mellington Hedwig Krämer
Edgar Linton Shazad Latif Ozan Ünal
Heathcliff (jung) Owen Cooper Tom Kanty
Isabella Linton Alison Oliver Friedel Morgenstern
Mr. Earnshaw Martin Clunes Florian Halm
Nelly Dean Hong Chau Rubina Nath
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Dreharbeiten und Filmmusik

Die Dreharbeiten in Großbritannien wurden im Februar 2025 begonnen.[12] Mit Kameramann Linus Sandgren arbeitete Fennell ebenfalls bereits für Saltburn zusammen.[13]

Die Filmmusik komponiert Anthony Willis, mit dem Fennell bereits für ihre ersten beiden Spielfilme Promising Young Woman und Saltburn zusammenarbeitete. Des Weiteren verwendet der Film Songs der britischen Pop-Singer-Songwriterin Charli xcx.[14] Das Soundtrack-Album mit insgesamt 12 Musikstücken wurde am 13. Februar 2026 von Atlantic Records als Download, auf CD, Vinyl und Musikkassette veröffentlicht.[15]

Marketing und Veröffentlichung

Im Oktober 2024 erwarb Warner Bros die Rechte.[8] Erstes Bildmaterial wurde Mitte Februar 2025 vorgestellt, der erste Trailer Anfang September 2025 und ein weiterer Trailer Mitte November 2025.[12][16][6] Die Premiere des Films fand am 28. Januar 2026 im TCL Chinese Theatre in Los Angeles statt.[17] Am 12. Februar 2026 kam Wuthering Heights in die deutschen und Deutschschweizer und am darauffolgenden Tag in die US-amerikanischen Kinos.[18][19][6]

Rezeption

Altersfreigabe

In den USA erhielt der Film ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.[20] In Deutschland wurde der Film von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. In der Freigabebegründung heißt es, der ruhig inszenierte Film enthalte einige eindrückliche Szenen, bei denen es unter anderem zu Verknüpfungen von Lust und Erniedrigungen kommt. Jugendliche ab 16 Jahren seien bereits in der Lage, diese als nicht alltägliche sexuelle Spielarten einzuordnen und die Grenzüberschreitungen angemessen kritisch zu hinterfragen. Ab diesem Alter könne auch die toxische Beziehung der Geschichte als negativ und destruktiv durchschaut und entsprechend reflektiert werden.[1]

Kritiken und Einspielergebnis

Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 59 Prozent positiv.[21] Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 57 von 100 möglichen Punkten.[22]

Margot Robbie und Jacob Elordi spielen Catherine und Heathcliff
Margot Robbie und Jacob Elordi spielen Catherine und Heathcliff
Margot Robbie und Jacob Elordi spielen Catherine und Heathcliff

In ersten Reaktionen nach der Premiere wurde die sexuelle Spannung zwischen Margot Robbie und Jacob Elordi als „unglaublich heiß“ beschrieben. So schrieb Jazz Tangcay von Variety über X: „Diese Version von 'Wuthering Heights' ist eine unglaublich heiße und verstörende Geschichte. [...] Die Chemie und die sexuelle Spannung zwischen Margot Robbie und Jacob Elordi sind auf einem ganz anderen Niveau – einfach nur heiß!“[23]

Auch die Kritikerin Courtney Howard zeigt sich in ihrer Kritik begeistert und bezeichnet Fennells neuesten Film als „einen neuen Klassiker der Extraklasse“. Der Film sei „berauschend, transzendent, verlockend, betörend, begehrenswert, hypnotisch“ und fange meisterhaft die atemberaubende Sehnsucht und das Wesen des Verlangens ein. Linus Sandgrens Kameraführung sei fesselnd. Davies’ Produktionsdesign sei erhaben.[24]

Scott Menzel schreibt: „Ein atemberaubendes visuelles Kunstwerk, das sich wie ein heißer Anwärter auf zahlreiche Filmpreise anfühlt, insbesondere in den Kategorien Kamera, Kostümdesign, Szenenbild und Filmmusik.“ Falls man Jacob Elordi nach Euphoria, Saltburn und Frankenstein schon für den nächsten großen Star gehalten habe, solle man ihn erstmal hier sehen. Die sexuelle Spannung und die Chemie zwischen Margot Robbie und Elordi seien so intensiv, dass man sie förmlich mit einem Messer schneiden könne, so Menzel.[25]

Therese Lacson stellt sich in ihrer Kritik für collider.com die Frage, ob Emerald Fennell den Roman, auf dem ihr Herzensprojekt basiert, jemals tatsächlich gelesen hat, sei das Erzählte doch nicht annähernd so, wie Brontës Geschichte ursprünglich war. So sei Brontës Heathcliff eine der ikonischsten Figuren der englischen Literatur, eine düstere Gestalt, grausam, verbittert und gewalttätig, doch von unerschütterlicher Liebe zu Catherine Earnshaw, werde bei Fennell aber von einem langweiligen Elordi gespielt zu einem zahnlosen und verliebten Schuljungen. Statt eine Geschichte von einem Generationentrauma zu erzählen, habe Fennell einige der Nachkommen aus Sturmhöhe einfach ausgelöscht, obwohl deren Geschichte fast die Hälfte des Buches einnimmt. Indem die Geschichte dieser Figuren beraubt wird, könne dieser Film nicht länger Wuthering Heights genannt werden, so Lacson. Noch schlimmer sei, dass Figuren wie Nelly, Joseph und Isabella Linton völlig unkenntlich sind. Nelly wandele sich von einer gutmütigen Dienerin und stillen Beobachterin zu einer unterdrückten Bastardtochter eines Lords, die Cathy zutiefst zu hassen scheint. Joseph verwandele sich von einem religiös gewalttätigen und bösartigen Mann in einen Diener mit einer Vorliebe für BDSM, der letztendlich einfach nur noch da ist. Am schlimmsten sei jedoch Isabellas Abwandlung von einer naiven, unschuldigen Frau ohne jede Grausamkeit, die nach ihrer Heirat von Heathcliff gequält wird, zu einer perversen, besessenen und bösartigen Person. Das größte Manko von Fennells Film liege jedoch in den Hauptfiguren. Allen voran sei die Rolle der Cathy mit Margot Robbie völlig fehlbesetzt, da sie zu alt für die Figur ist. Weiter bemerkt Lacson zu dem übermäßigen Einsatz von synthetischen Materialien wie Polyester und Latex, dieser lasse den Film billig erscheinen. Dies müsse jedoch eine bewusste Entscheidung Fennells gewesen sein, da Kostümbildnerin Jacqueline Durran für ihre detailgetreuen und wunderschönen historischen Kostüme bekannt ist.[10]

Auch Helene Slancar im Standard befindet, dass „eine Darstellung von gesellschaftlichen Zwängen, Repression und Sittlichkeit … sich im Kinojahr 2026 wohl hinten anstellen“ müsse; durch die Besetzung Elordis als Heathcliff würden auch die Themen Rassismus, Herkunft und die Tragik des Romans komplett ausgeklammert. Im Vordergrund der Buchverfilmung stehe die Erotik. Komplexe Charaktere würden zu „horny Teenagern“ und das bombastische Gefühlsregister sowie die Themenvielfalt aus Besitzanspruch, Trauma und Rache würden auf einen Edelporno reduziert. Brontës epochale Gesellschaftskritik sei „zu einer historischen Version von 50 Shades of Grey mutiert“. Der Film wolle im großen Stil anecken, sowohl im Soundtrack und durch übertriebene, bunte und wunderbar deplatzierte Kostüme als auch durch überkitschige Bilder gegenüber wüsten Landschaften.[26]

Pascal Reis bemerkt in seiner Kritik bei Filmstarts zu Fennells Entscheidung, im Wesentlichen lediglich den ersten Teil von Brontës Roman zu behandeln, hierdurch blieben ebenso die zentralen Motive ausgeklammert, in denen sich die zerstörerische Dynamik zwischen Cathy und Heathcliff auf die nachfolgende Generation überträgt. Das radikale Eindampfen der Vorlage verfolge jedoch eindeutig das Ziel der kompromisslosen Konzentration auf die leidvolle Liebesbeziehung zwischen Cathy und Heathcliff. Man fiebere und leide über die gesamten fast 140 Minuten Laufzeit mit, und Fennell habe mit Wuthering Heights ein formalästhetisch wuchtiges, stark gespieltes und von großen Emotionen regelrecht überschäumendes Melodrama abgeliefert, das nicht zuletzt die Kraft des Kinos beschwört.[27]

Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich auf 239,5 Millionen US-Dollar.[28] In Deutschland verzeichnet er 602.061 Besucher.[29]

Auszeichnungen

Astra Midseason Movie Awards 2026

Einzelnachweise

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