Yates Stirling

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Yates Stirling Sr. (* 6. Mai 1843 in Baltimore, Maryland; † 5. März 1929 ebenda) war ein Konteradmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Asien Flotte.

Yates Stirling

Er war ein Sohn von Archibald Stirling (1798–1888) und dessen Frau Elizabeth Ann Walsh (1806–1859). Der Vater leitete für einige Jahre die Bank of Baltimore. Der Sohn von Yates Sterling, Yates Stirling Jr. (1872–1948) brachte es in der amerikanischen Kriegsmarine ebenfalls zum Konteradmiral.

Sterling Sr. besuchte private Schulen in Baltimore. Im Jahr 1863 absolvierte er die United States Naval Academy die damals wegen des Amerikanischen Bürgerkriegs vorübergehend von Annapolis in Maryland nach Newport in Rhode Island verlegt worden war. Außerdem war die Ausbildung kriegsbedingt von vier auf drei Jahre verkürzt. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Konteradmiral.

Nach seiner Graduation an der Marineakademie diente Stirling für den Rest des amerikanischen Bürgerkriegs an der amerikanischen Ostküste, wo er an Bord verschiedener Schiffe an der Blockade der Atlantikküste der Konföderierte Staaten von Amerika teilnahm. Dabei war er auch in einige Seegefechte verwickelt. Nach dem Krieg diente er auf weiteren Schiffen sowohl im Atlantik als auch im Pazifik. Zwischenzeitlich war er auch auf verschiedenen Marinewerften als Stabsoffizier tätig. In den Jahren 1873 und 1875 war seine Laufbahn durch eine längere krankheitsbedingte Auszeit unterbrochen.

Im Jahr 1878 erhielt Sterling mit dem Kommando über die USS Lackawanna sein erstes Seekommando. Dabei handelte es sich um eine Sloop, die damals im Pazifik operierte. Nach dem Ende dieses Kommandos im Jahr 1881 war er zunächst Stabsoffizier auf der Marinewerft in Washington, D.C., ehe er im Jahr 1884 das Kommando über die Sloop USS Iroquois erhielt. Dieses Schiff war im pazifischen Raum zum Schutz amerikanischer Handelsinteressen eingesetzt. Sterling behielt dieses Kommando bis zum Jahr 1886. Dann kommandierte er bis zum Jahr 1890 die USS Dale, die zuvor als Ausbildungsschiff an der Marineakademie gedient hatte und nun in der Marinewerft von Washington als Wohnschiff (receiving ship) diente. Schließlich kommandierte er zwischen März 1890 und Juni 1891 das Kanonenboot USS Dolphin (PG-24). Dieses gehörte zur Squadron of Evolution.

Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen war er in den Jahren 1892 bis 1894 als Inspekteur für Leuchttürme tätig. Im weiteren Verlauf kommandierte er den Geschützten Kreuzer USS Newark (C-1) (Mai 1895–Juli 1896). Das Schiff war damals unter anderem im Atlantik und im Mittelmeer eingesetzt. In der Folge wurde er mit dem Oberbefehl über die Sloop USS Lancaster betraut, die hauptsächlich im Südatlantik operierte. Diese Aufgabe erfüllte er zwischen Juli 1896 und Juni 1897. Anschließend kommandierte er zwischen Juli und Dezember 1897 kommissarisch die South Atlantic Squadron, die auch unter dem Namen Brazil Squadron bekannt war. Danach gehörte er seit dem 31. März 1898 bis zum 1. Juli 1900 dem Leuchtturmausschuss der Regierung (United States Lighthouse Board) an, der für den Bau und die Überwachung der Leuchttürme an amerikanischen Küsten zuständig war, wobei allerdings die eigentlichen Arbeiten vom United States Army Corps of Engineers übernommen wurden. In der Folge wurde er nach San Juan in Puerto Rico versetzt, wo er bis zum Jahr 1902 die dortige amerikanische Marinewerft leitete. Als Nächstes kommandierte er bis zum Juli 1904 die Marinewerft in Bremerton im Bundesstaat Washington. Zu seinem Stab gehörte damals auch sein oben erwähnter Sohn Yates Sterling Jr.

Am 11. Juli 1904 übernahm Yates Sterling Sr. als Nachfolger von Philip H. Cooper das Kommando über die amerikanische Asien-Flotte (United States Asiatic Fleet), die Vorgängerorganisation der heutigen United States Pacific Fleet. Dieses Amt bekleidete er bis zum 23. März 1905, als er von William M. Folger abgelöst wurde. Auch bei dieser Aufgabe gehörte sein Sohn seinem Stab an. Anschließend schied er altersbedingt aus dem aktiven Militärdienst aus.

Der mit Ellen Salisbury Haley (1843–1929) verheiratete Offizier starb am 5. März 1929 in seiner Geburtsstadt Baltimore und wurde auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Commons: Yates Stirling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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