Yves Alix
französischer Maler, Grafiker, Zeichner, Illustrator, Bühnenbildner und Designer
From Wikipedia, the free encyclopedia
Yves Alix (* 19. August 1890 in Fontainebleau; † 22. April 1969 in Paris) war ein französischer Maler, Grafiker, Zeichner, Illustrator, Bühnenbildner und Designer.
Leben
Yves Alix studierte ab 1908 in Paris an der Académie Julian bei Marcel Baschet und Henri Paul Royer. 1909 wechselte er an die Académie Ranson, an der unter anderem Maurice Denis, sein eigentlicher Lehrer in den Jahren 1910 bis 1912, sowie Pierre Bonnard, Édouard Vuillard, Ker-Xavier Roussel und Paul Sérusier lehrten. 1912 schloss er sich dem Salon des Indépendants an und näherte sich unter dem Einfluss von André Lhote zeitweise dem Kubismus. Während des Ersten Weltkriegs war Yves Alix von 1914 bis 1918 freiwilliger Soldat. Nach 1918 entwickelte er einen eigenständigen Stil. Nach 1918 nahmen seine Landschaften unter dem Eindruck von Roger de La Fresnaye auch konstruktivistische Elemente des Kubismus auf. In seinen Porträts wirkten Vorbilder wie Honoré Daumier nach.
Yves Alix schuf Gemälde, Aquarelle, Radierungen und Lithografien, darunter Landschaften aus der Provence, der Bretagne, der Île-de-France und Griechenland, Porträts, Stillleben, Genre- und Historienbilder, Darstellungen aus der Arbeitswelt, Straßen- und Warenhausszenen, Motive zum Spanischen Bürgerkrieg sowie religiöse und antike Themen. Zu seinen bekannten Werken zählen La Cathédrale d’Amiens (1912), Le ruisseau du Village (1922), Le Rideau d’arbres (1924), Portrait du chanteur Koubitzky (1924) und Portrait de Mme Alix (1936). Yves Alix schuf außerdem dekorative Wandmalereien für öffentliche Gebäude sowie Bühnen- und Kostümentwürfe, unter anderem für das Théâtre du Marais in Brüssel, die Pariser Oper und das Théâtre Français. Darüber hinaus entwarf er Möbel, Tapeten und Stoffe. Seine Entwürfe für Tapisserien entstanden insbesondere für die Manufakturen in Paris und Beauvais, darunter Les Saisons (1954), Visage de la France (1956), Côtes de Provence (1958) und La Folco (1962). Alix war Mitglied der Ehrenlegion und Offizier der Künste und der Literatur. 1949 wurde er mit dem Prix Hallmark ausgezeichnet.
Werk
Arbeiten von Yves Alix befinden sich unter anderem im Musée de Peinture in La Rochelle (Le Mannequin), im Musée d’Art Moderne de Paris (Maître de Moissons, 1921; L’Arc de Triomphe de Titus, 1931; Le Colisée, 1931; La Reddition de Rome, 1933; Les Collines au-dessus de Saint-Tropez, 1947), im Musée du Luxembourg sowie im Petit Palais. Weitere Werke befinden sich in öffentlichen Gebäuden, darunter dekorative Wandmalereien im Hôtel de Ville von Poissy (1941), im Hôtel de Ville von Saint-Mandé, sowie auf dem Schiff Normandie. Seine Arbeiten sind zudem in zahlreichen internationalen Museen, unter anderem in Algier, Belfort, Belgrad, Den Haag, Moskau, New York und Riga, sowie in privaten Sammlungen vertreten.
Darüber hinaus beteiligte er sich regelmäßig an Gruppenausstellungen, darunter dem Salon des Indépendants (1912–1914, 1920–1926, 1937), dem Salon d’Automne (1913–1922, 1935, 1940–1941, 1949), dem Salon des Tuileries (1923, 1926–1927) sowie Ausstellungen in Amsterdam (1913), Berlin (1937), Stockholm, Göteborg, Oslo und Helsinki (1937–1938), Mülhausen (1938), Baden-Baden (1946), São Paulo (1957), Tokio (1960) und der Ausstellung Moscou–Paris in Moskau (1981).
Literatur
- Robert Allard: Yves Alix. Les peintres français nouveaux, no. 20. Paris, 1925
- Jacques Cassou: Yves Alix. Paris, 1946
- Bernard Dorival: Französische Maler des 20. Jahrhunderts. Band II. München, 1960
- René Nacenta: École de Paris. Recklinghausen, 1960
- Véronique Fougère, Marie Tourlière: Tapisseries de notre temps. Paris, 1969
- Marie Jarry: Wandteppiche des 20. Jahrhunderts. München, 1975.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.
Weblinks
- Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online, De Gruyter, 2009.
- The Museum of Modern Art
- MutualArt