Zementleim

zähflüssige Mischung aus Zement und Wasser und bildet die Grundlage für Beton From Wikipedia, the free encyclopedia

Zementleim oder Zementmilch ist eine mehr oder weniger zähflüssige Suspension aus typischerweise um 10 µm großen Zementpartikeln in Wasser. Zementleim dient als Bindemittel, zum Beispiel zum Anmischen von Beton und Mörtel.

Das Verhältnis des zugegebenem Wasser zum Zement wird als Wasserzementwert bezeichnet und ist entscheidend für Festigkeit und Porenstruktur des durch Aushärtung entstehenden Zementsteins.[1]

Reiner Zementleim wird im Spezialtiefbau und in der Betoninstandsetzung etwa zur Ausführung von Injektionsdichtungen verwendet.[2]

Zur Herstellung von Beton und Mörtel werden dem Zementleim Gesteinskörner wie Sand und Kies – heute als Gesteinskörnung, früher als Zuschlag bezeichnet – sowie ggf. Betonzusatzmittel zugesetzt.[3] Mörtel enthält dabei Gesteinsmehl oder Feinsand und Sand mit Korngröße bis 4 mm, bei Estrich auch bis 8 mm. Beton werden zusätzlich grobere Zuschläge wie Splitt und Kies mit Körnungen bis ca. 64 mm zugegeben.[4]

Eine Mischung aus Zement und Quarzsand wird als passiver Rostschutz zum Beschichten von Bauteilen aus Stahl verwendet, insbesondere von Stahlrohr. Der hohe pH-Wert des Zements verhindert die Korrosion.[5][6]

Einzelnachweise

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