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Südpazifische Zyklonsaison

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Südpazifische Zyklonsaison bezeichnet den jährlich wiederkehrenden Zeitraum, in dem sich im südlichen Pazifik die meisten tropischen Wirbelstürme bilden. Das zugehörige Warngebiet umfasst im Allgemeinen den Pazifik südlich des Äquators und östlich von 160° östlicher Länge bis 120° westlicher Länge.[1] Die offizielle Saison dauert vom 1. November bis zum 30. April; außerhalb dieses Zeitraums auftretende Systeme werden jedoch ebenfalls der jeweiligen Zyklonsaison zugerechnet.[2]

Abgrenzung und Zeitraum

Die südpazifischen Zyklonsaisons erstrecken sich jeweils über zwei Kalenderjahre. Eine Saison wird daher beispielsweise als „Südpazifische Zyklonsaison 2023–2024“ bezeichnet. Das für die statistische Zuordnung verwendete tropische Zyklonjahr der Südhalbkugel reicht vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres. Dadurch können auch Zyklone berücksichtigt werden, die vor dem offiziellen Saisonbeginn oder nach dem offiziellen Saisonende auftreten.[1]

Die meisten tropischen Zyklone entstehen zwischen November und April. Der Höhepunkt der Aktivität liegt gewöhnlich in den Monaten Januar und Februar. Vereinzelt können tropische Zyklone auch im Oktober oder Mai und in seltenen Fällen im September oder Juni auftreten.[2]

Die westliche Grenze des südpazifischen Beckens bei 160° östlicher Länge trennt es von der australischen Zyklonregion. Systeme, die diese Grenze überschreiten, behalten in der Regel ihren bereits vergebenen Namen.[1]

Überwachung und Warnzentren

Für die Überwachung tropischer Wirbelstürme im größten Teil des südpazifischen Beckens ist das beim Fiji Meteorological Service in Nadi eingerichtete Regional Specialized Meteorological Centre Nadi zuständig. Das Zentrum wurde von der Weltorganisation für Meteorologie als regionales Fachzentrum für tropische Zyklone bestimmt und veröffentlicht unter anderem Zugbahnprognosen, Warnungen und saisonale Berichte.[3]

Südlich von 25° südlicher Breite wird die Überwachung durch das Tropical Cyclone Warning Centre Wellington des neuseeländischen Wetterdienstes MetService übernommen. Das Zentrum gibt insbesondere Warnungen für tropische und außertropische Systeme heraus, die Neuseeland und die angrenzenden Seegebiete betreffen können.[4]

Daneben beobachtet das Joint Typhoon Warning Center der Vereinigten Staaten die Systeme im Südpazifik und veröffentlicht eigene, nicht für die zivile regionale Warnversorgung maßgebliche Analysen. Während RSMC Nadi und TCWC Wellington die mittlere Windgeschwindigkeit über zehn Minuten verwenden, beruhen die Angaben des Joint Typhoon Warning Center auf über eine Minute gemittelten Windgeschwindigkeiten.[1]

Klassifikation

Tropische Wirbelstürme werden im Südpazifik nach der australischen Zyklonskala in fünf Kategorien eingeteilt. Grundlage ist die über zehn Minuten gemittelte maximale anhaltende Windgeschwindigkeit in der Nähe des Zentrums.[5]

Weitere Informationen Kategorie, Bezeichnung ...
Kategorie Bezeichnung Zehnminütige mittlere Windgeschwindigkeit
1 Tropischer Zyklon 63–88 km/h
2 Tropischer Zyklon 89–117 km/h
3 Schwerer tropischer Zyklon 118–159 km/h
4 Schwerer tropischer Zyklon 160–199 km/h
5 Schwerer tropischer Zyklon mindestens 200 km/h
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Systeme unterhalb der Stärke eines tropischen Zyklons werden abhängig von ihrer Organisation und Windgeschwindigkeit unter anderem als tropische Störung oder tropische Depression klassifiziert.

Benennung

Ein tropisches System erhält im Zuständigkeitsgebiet des RSMC Nadi einen Namen, wenn es die Stärke eines tropischen Zyklons erreicht.[1]

Die Namen werden aus mehreren von der Weltorganisation für Meteorologie verwalteten Listen entnommen. Besonders folgenschwere Namen können nach einer Saison aus den Listen gestrichen und durch neue Namen ersetzt werden.[1]

Klimatische Einflüsse

Die Häufigkeit und räumliche Verteilung südpazifischer Zyklone wird unter anderem durch die El Niño-Southern Oscillation beeinflusst. Während El Niño verlagert sich das Gebiet erhöhter Zyklonaktivität tendenziell weiter nach Osten. Während La Niña konzentriert sich die Aktivität häufiger auf den westlichen Teil des Beckens, insbesondere auf die Umgebung von Vanuatu, Neukaledonien und Fidschi.[6]

Die durchschnittliche Zahl tropischer Zyklone hängt von der verwendeten räumlichen und zeitlichen Abgrenzung ab. Im Zuständigkeitsgebiet des RSMC Nadi treten nach Angaben des Fiji Meteorological Service durchschnittlich etwa sieben tropische Zyklone pro Saison auf. Etwa drei davon erreichen die Kategorien 3 bis 5.[2]

Liste der Saisons von Zyklonen im südlichen Pazifik ab 1994

Einzelnachweise

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