Liste der Ständigen Vertreter Österreichs bei der OECD

Wikimedia-Liste From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Ständige Vertreter Österreichs bei der OECD ist der diplomatische Vertreter der Republik Österreich bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

StaatlicheEbeneBund
Stellung der BehördeNachgeordnete Dienststelle
Gründung1958 (als Vertretung bei der OEEC)
Schnelle Fakten Osterreich Ständige Vertretung Österreichs bei der OECD in ParisÖsterreichische Behörde, Staatliche Ebene ...
Osterreich  Ständige Vertretung Österreichs bei der OECD in Paris
Österreichische Behörde
Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Nachgeordnete Dienststelle
Aufsicht Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
Gründung 1958 (als Vertretung bei der OEEC)
Hauptsitz Paris, 3, rue Albéric Magnard
Behörden­leitung vakant
Bedienstete 12
Website https://www.bmeia.gv.at/oev-oecd-paris/
Schließen

Diese internationale Organisation von 34 Industrienationen koordiniert Bestrebungen im Bereich Demokratie und Marktwirtschaft. Sitz der OECD ist Paris, der österreichische Vertreter steht im Rang eines Botschafters.

Geschichte und Organisation

Die OECD war 1961 als Nachfolgeorganisation der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) und des Marshallplans zum Wiederaufbau Europas gegründet worden. Die OEEC agierte seit 1948, und Österreich war deren einziges Mitglied, bei der die Sowjetunion als Besatzungsmacht eine – de facto – Mitsprache in wirtschaftspolitischen Angelegenheiten hatte.[1]

Die österreichische Vertretung wurde 1958 eingerichtet und 1960 in den Botschaftsrang erhoben.[2] Österreich war dann 1961 Gründungsmitglied der OECD. Die Ständige Vertretung bei der OECD unterstand bis Anfang 2018 dem Bundeskanzleramt.[3] Seit 8. Januar 2018 ist sie eine nachgeordnete Dienststelle des Außenministeriums.

Die Vertretung gilt als sehr bedeutender Posten, die Zusammenarbeit in der OECD ist heute besonders im Kontext der internationalen Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche relevant, und umfasst daneben allgemeine Abstimmungsfragen der Finanz- und Finanzierungspolitik in den Industriestaaten.[4] Weiters läuft auch die Finanzierung der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit über die OECD.

Liste der Botschafter

Weitere Informationen Name, Amtszeit ...
Name Amtszeit Anmerkungen
Osterreich Österreich  Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD
Carl Heinz Bobleter 1958–1964 an die OEEC, ab 1961 bei der OECD
nachher 1964–1968 Staatssekretär am Außenministerium; 1968–1978 2. Amtszeit
Arno Halusa 1964–1968 danach (lückenhaft) 1972–1977 Österreichischen Botschafter in den Vereinigten Staaten, 1977–1979 Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV)
Carl Heinz Bobleter 1968–1978 (2. Amtszeit)
Peter Jankowitsch 1978–1983 1964–1970 Botschafter im Senegal, 1970–1973 Kabinettschef (Kreisky I), 1973–1978 Botschafter bei den UN und 1973/4 Vorsitzender des UN-Sicherheitsrats, Präsident des UN-Weltraumkomitees (COPUOS); danach 1986–1987 Außenminister, 1990–1993 Staatssekretär für Europafragen im Bundeskanzleramt, seit 1998 Generalsekretär des Österreichisch-Französischen Zentrums (OEFZ);[5] Präsident der Austrian Space Agency, und andere.
Georg Lennkh[6] 1983–1993 davor 1978–1982 im Kabinett Kreisky III/IV; danach 1993–2004 am Außenministerium (Generaldir. Entwicklungszusammenarbeit), 1998–2000 Burundi-Mission der EU, 2005–2010 österr. Sonderbotschafter für Afrika und 2006–2010 EU-Sonderbeauftragter im Tschad[7]
Peter Jankowitsch 1993–1998 (2. Amtszeit)
Karl Schramek 1998–2003 davor 1984–1985 Direktor Kulturinstitut in Budapest, 1985–1990 am Außenministerium (Abt. Abrüstung),[8] 1991–1996 Internationaler Sekretär der SPÖ, 1996–1997 Außenpolitischer Berater des Bundeskanzlers (Vranitzky, Klima), 1997–1998 des Generalsekretärs der OECD; danach 2004–2008 Österreichischer Botschafter in Syrien, seit 2008 in Belgien und Missionschef bei der NATO
Ulrich Stacher 2003–2008[9] davor (lückenhaft) ab 1987 am Bundeskanzleramt (Sektionschef Koordinationsangelegenheiten)[10], 1999 Koordinationskommission für Informationstechnik (KIT) am BMöLS[11]
Wolfgang Petritsch 2008–2013 davor 1997–1999 Botschafter in Serbien und EU-Sonderbeauftragter für den Kosovo, 1999–2002 Hoher Repräsentant der UN für Bosnien und Herzegowina, 2002–2008 Botschafter bei den UN in Genf
Maria Elisabeth Stubits-Weidinger 2013–2018 davor Nationalbank, 2011 stellvertretende Kabinettchefin des Bundeskanzlers (Faymann) und Büroleiterin des Staatssekretärs für Medien und Regierungskoordination (Ostermayer) am Bundeskanzleramt[4]
Thomas Schnöll 2018-2021 davor 2015–2018 Pressesprecher des Außenministeriums, 2013–2015 Botschafter in Albanien, 2010–2013 Generalkonsul in Chicago, 2004–2009 am Außenministerium (Leiter des Westbalkanreferats)[12]
Gerhard Jandl seit 2022 davor Leiter des Balkanreferats im Außenministerium, Botschafter in Sarajewo, Botschafter in Belgrad, Sicherheitspolitischer Direktor, Botschafter beim Europarat
Schließen
Quelle: Bundeskanzleramt; Stand 2016[2]

Siehe auch

Literatur

  • Veronika Haschka, Petra Stefenelli, Isabelle Hassler, Daniela Herta, Roland Schneider, Brigitte Hutter, Thomas Eder (Mitarb.): 50 Jahre OECD – 50 Jahre Österreich in der OECD. Festbroschüre. Hrsg.: Bundeskanzleramt, Abteilung IV/7: OECD-Angelegenheiten, Wissenschaft und Forschung, Technologie, Bildung. Wien Juli 2011 (Online [PDF; 2,6 MB; abgerufen am 23. Juni 2021]).

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI