Ādolfs Greble
lettischer Fußballspieler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Ādolfs Augusts Greble (deutsch: Adolf August Greble, * 28. Januarjul. / 10. Februar 1902greg. in Riga; † 30. März 1943 in Kirow) war ein lettischer Fußballtorhüter und Chefredakteur deutsch-baltischer Herkunft.
| Ādolfs Greble | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Ādolfs Augusts Greble | |
| Geburtstag | 10. Februar 1902 | |
| Geburtsort | Riga, Gouvernement Livland | |
| Sterbedatum | 30. März 1943 | |
| Sterbeort | Kirow, Sowjetunion | |
| Position | Torhüter | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1921 | Union Riga | |
| 1922–1924 | LSB Riga | |
| 1925 | JKS Riga | |
| 1926–1929 | LSB Riga | |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1923–1929 | Lettland | 7 (0) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Karriere und Leben
Ādolfs Greble wurde im Jahr 1902 in Riga in die deutschbaltische Familie von Johan Greble und seiner Frau Auguste (1875–1956, geb. Zalcmane) geboren, und in der St.-Gertrud-Kirche getauft. Die Familie hatte noch vier weitere Söhne – Oļģerts, Jānis, Indriķis (1900–1971) und Augusts (1906–1944). Die letzten beiden genannten spielten ebenso wie Ādolfs Fußball. Von 1915 bis 1917 besuchte Greble das Rigaer Nikolai-Gymnasium, 1917 und 1918 das Rigaer Stadtgymnasium und 1918 und 1919 das Realgymnasium der Lettischen Bildungsgesellschaft. Von 1919 bis 1923 besuchte Greble das 2. Gymnasium in Riga, das er 1923 abschloss. Im selben Jahr begann Greble ein Ingenieurstudium an der Universität Lettlands, ab 1926 ein Mathematikstudium und ab 1928 ein Landwirtschaftsstudium, das er mehrmals unterbrach und wieder aufnahm. Er war zudem Mitglied der Studentenverbindung Selonia. Von 1925 bis 1926 leistete Greble seinen Wehrdienst in der Schweren Artillerie der Lettischen Armee ab. Greble war von 1931 bis 1934 der erste Chefredakteur der renommierten Sportzeitung Sporta pasaule (deutsch: Sportwelt). Nach dem Ulmanis-Putsch 1934 wurde Greble kurzzeitig verhaftet, weil er Vorstandsmitglied der verbotenen Organisation Pērkonkrusts gewesen war. Greble wurde im Juli 1940 nach der sowjetischen Besetzung Lettlands im Zweiten Weltkrieg in Liepāja verhaftet. 1941 wurde Greble als „sozial gefährliches Element“ zu acht Jahren Haft verurteilt und im Oktober desselben Jahres in ein Gulag nördlich der Stadt Kirow (früher Wjatka) verlegt, wo er im März 1943 im Alter von 40 Jahren starb.
Fußball
Greble galt als einer besten lettischen Fußballtorhüter der 1920er Jahre. Den größten Teil seiner Karriere verbrachte Greble in den Reihen des LSB Riga, für die er mit einer einjährigen Unterbrechung von 1922 bis 1929 spielte. 1925 verbrachte Greble ein Jahr beim JKS Riga. Sein größter Erfolg auf Vereinsebene war der Gewinn des Rigaer Pokals 1926, wobei Greble Mannschaftskapitän war. Außerdem erreichte er mit dem Team zweimal (1927 und 1928) den dritten Platz in der lettischen Virslīga. In der lettischen Nationalmannschaft war Greble meist die Nummer zwei hinter Arvīds Jurgens. Greble gehörte bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris zum Kader der Nationalmannschaft, kam jedoch nicht zum Einsatz. Sein Länderspieldebüt gab Greble am 24. Juli 1923 gegen Estland (1:1). Mit der Nationalmannschaft nahm Greble 1929 am Baltic Cup teil.
Weblinks
- Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch)
- Ādolfs Greble in der Datenbank von EU-Football.info (englisch)
- Ādolfs Greble in der Datenbank von National-Football-Teams.com (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Greble, Ādolfs |
| ALTERNATIVNAMEN | Greble, Adolfs; Greble, Ādolfs Augusts; Greble, Adolf August |
| KURZBESCHREIBUNG | lettischer Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 10. Februar 1902 |
| GEBURTSORT | Riga, Gouvernement Livland |
| STERBEDATUM | 30. März 1943 |
| STERBEORT | Kirow, Sowjetunion |