(1073) Gellivara

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(1073) Gellivara ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 14. September 1923 vom österreichischen Astronomen Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien bei einer Helligkeit von 13,8 mag entdeckt wurde. Es war seine letzte von insgesamt 122 Asteroidenentdeckungen, die er seit 1874 gemacht hatte.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(1073) Gellivara
Berechnetes 3D-Modell von (1073) Gellivara
Berechnetes 3D-Modell von (1073) Gellivara
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Themis-Familie
Große Halbachse 3,184 AE
Exzentrizität 0,187
Perihel – Aphel 2,590 AE  3,778 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 1,6°
Länge des aufsteigenden Knotens 39,5°
Argument der Periapsis 289,9°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 22. Februar 2025
Siderische Umlaufperiode 5 a 249 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,55 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 26,0 km ± 0,3 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 16 h 51 min
Absolute Helligkeit 11,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Johann Palisa
Datum der Entdeckung 14. September 1923
Andere Bezeichnung 1923 RW, 1929 UJ, 1932 EP, 1951 QL
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach dem Ort Gällivare im schwedischen Lappland, wo Astronomen aus verschiedenen Ländern die totale Sonnenfinsternis vom 29. Juni 1927 beobachten konnten. Die Benennung als Zeichen des Dankes an Schweden erfolgte nach dem Tod Palisas auf Wunsch des Astronomischen Rechen-Instituts durch den österreichischen Astronomen Joseph Rheden im Einverständnis mit Anna Palisa, der zweiten Ehefrau des Entdeckers.[1]

Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (1073) Gellivara zur Themis-Familie gezählt.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (1073) Gellivara, für die damals Werte von 35,7 km bzw. 0,02 erhalten wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 26,0 km bzw. 0,05.[3] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 zunächst mit 22,1 km bzw. 0,07 angegeben[4] und dann 2016 korrigiert zu 22,7 km bzw. 0,07, diese Angaben beinhalten aber alle hohe Unsicherheiten.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 8. und 9. Oktober 2008 an der Goat Mountain Astronomical Research Station (GMARS) in Kalifornien. Aus der lückenhaften Lichtkurve wurde zunächst eine Rotationsperiode von 11,32 h abgeleitet.[6]

Im Jahr 2019 wurde mit einer Auswertung von Daten des Lowell-Observatoriums in Arizona und von Gaia DR2 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 16,84716 h berechnet.[7]

Eine Auswertung von Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 ergab in einer Untersuchung von 2020 für den Asteroiden eine Rotationsperiode von 16,847 h, darüber hinaus konnte eine taxonomische Zuordnung mit einer Wahrscheinlichkeit von 58 % für einen C-Typ und 42 % für einen S-Typ angegeben werden.[8]

Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 16,8471 h berechnet.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise

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