(1759) Kienle

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(1759) Kienle ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 11. September 1942 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 14,2 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(1759) Kienle
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,650 AE
Exzentrizität 0,314
Perihel – Aphel 1,818 AE  3,482 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 4,564°
Länge des aufsteigenden Knotens 158,6°
Argument der Periapsis 206,5°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 27. September 2024
Siderische Umlaufperiode 4 a 115 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 17,84 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 7,3 km ± 0,1 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,20
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 1 d 5 h
Absolute Helligkeit 13,2 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Reinmuth
Datum der Entdeckung 11. September 1942
Andere Bezeichnung 1942 RF, 1951 YY
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid wurde benannt nach Hans Kienle (1895–1975), einem Astrophysiker, der als Direktor mehrerer deutscher Sternwarten fungierte. Von 1950 bis 1962 war er Direktor der Sternwarte Heidelberg-Königstuhl. Er ist bekannt für seine Arbeiten zur Spektrophotometrie. Von 1955 bis 1958 war er Präsident der IAU-Kommission 36.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (1759) Kienle zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 7,3 km bzw. 0,18.[1] Eine Anwendung thermophysikalischer Modelle auf Beobachtungen des Asteroiden mit WISE vom 31. Januar und 16. Juli 2010 ergab in einer Untersuchung von 2021 Werte für den Durchmesser und die Albedo von 7,7 ± 1,2 km und 0,18. Außerdem konnten die Achsenverhältnisse für ein zweiachsig-ellipsoidisches Gestaltmodell und eine retrograde Rotation bestimmt werden.[2]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (1759) Kienle eine taxonomische Klassifizierung als S-Typ.[3]

Photometrische Beobachtungen von (1759) Kienle erfolgten erstmals vom 21. bis 24. November 1981 am McDonald-Observatorium in Texas. Aus der gemessenen Lichtkurve konnte eine Rotationsperiode von 29,25 h abgeleitet werden.[4]

Asteroidenpaar

(1759) Kienle bildet mit dem Asteroiden (1736) Floirac ein quasi-complanares Asteroidenpaar.[5] Sie besitzen teilweise sehr ähnliche Bahnelemente und bewegen sich nahezu in der gleichen Bahnebene, allerdings ist die Bahn von (1759) Kienle stärker elliptischer und etwas größer, außerdem sind ihre Apsidenlinien leicht gegeneinander verdreht. (1736) Floirac besitzt eine deutlich kürzere Umlaufzeit um die Sonne als (1759) Kienle, so dass er diesen etwa alle 15 Jahre überholt. In den 1000 Jahren um die derzeitige Epoche herum kommen sich die beiden Körper aber nicht näher als 6,5 Mio. km.[6]

Siehe auch

Einzelnachweise

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