(2702) Batrakov

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(2702) Batrakov ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 26. September 1978 von der sowjetisch-ukrainischen Astronomin Ljudmyla Wassyliwna Schurawljowa am Krim-Observatorium in Nautschnyj bei einer Helligkeit von 17,0 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 19. August 1971 und erneut 1976 am Felix-Aguilar-Observatorium in Argentinien sowie 1972 und 1976 in Nautschnyj fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(2702) Batrakov
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,423 AE
Exzentrizität 0,091
Perihel – Aphel 3,110 AE  3,736 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 1,658°
Länge des aufsteigenden Knotens 241,9°
Argument der Periapsis 335,1°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 8. Februar 2027
Siderische Umlaufperiode 6 a 122 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,07 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 24,9 km ± 0,2 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,07
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 9 h 9 min
Absolute Helligkeit 11,9 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Ljudmyla W. Schurawljowa
Datum der Entdeckung 26. September 1978
Andere Bezeichnung 1971 QU2, 1972 TU3, 1976 JQ1, 1978 SZ2, 1981 AO1
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach Juri Wassiljewitsch Batrakow (1926–2013), stellvertretender Direktor des Instituts für theoretische Astronomie (ITA) in Leningrad, Leiter der Abteilung für Kleinkörper des Sonnensystems und Chefredakteur der jährlichen Zeitschrift Efemeridy malych planet. Kurz nach seinem Eintritt ins ITA im Jahr 1955 erforschte er neue Klassen periodischer Lösungen in der Himmelsmechanik und deren Anwendung auf Kleinplaneten und die Ringe des Saturn. Ab 1958 arbeitete er intensiv an den Umlaufbahnen künstlicher Satelliten. Gemeinsam mit Witali Fjodorowitsch Proskurin (1919–1964) entwickelte er eine weit verbreitete analytische Theorie ihrer Bewegungen, nutzte Radiomessungen und synchrone Beobachtungen und leistete Pionierarbeit bei der Bestimmung des Gravitationsfeldes der Erde mithilfe von Resonanzsatelliten. Von 1985 bis 1988 war er Vizepräsident der IAU-Kommission 20.

(2702) Batrakov wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (2702) Batrakov zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 24,9 km bzw. 0,07.[1] Eine Analyse von Beobachtungen, die im November 2006 und Mai 2007 durch das japanische Weltraumteleskop AKARI im mittleren Infrarot erfolgt waren, ergab 2012 Werte für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 26 ± 1 km bzw. 0,07.[2] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2015 angegeben mit 24,0 oder 25,3 km bzw. 0,08 oder 0,07, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[3]

Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium in Kalifornien ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (2702) Batrakov einen Wert von 7,654 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 25,0 ± 0,2 km abgeleitet.[4]

Photometrische Beobachtungen des Asteroiden erfolgten am 4. und 5. Oktober 2017 an der Palmer Divide Station des Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado, wo allerdings eine deutlich längere Rotationsperiode von 9,15 h bestimmt wurde. Dieser längere Wert wurde als eher korrekt eingeschätzt.[5]

Siehe auch

Einzelnachweise

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