(3368) Duncombe

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(3368) Duncombe ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 22. August 1985 vom US-amerikanischen Astronomen Edward L. G. Bowell an der Anderson Mesa Station des Lowell-Observatoriums in Arizona bei einer Helligkeit von 16,8 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 4. September 1954 am Palomar-Observatorium in Kalifornien, am 5. und 6. September 1954 am Goethe-Link-Observatorium in Indiana, 1970 am Observatorium auf dem Cerro El Roble in Chile sowie 1973 und 1976 am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(3368) Duncombe
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,384 AE
Exzentrizität 0,093
Perihel – Aphel 3,069 AE  3,699 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 19,114°
Länge des aufsteigenden Knotens 3,9°
Argument der Periapsis 348,0°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 14. Dezember 2022
Siderische Umlaufperiode 6 a 82 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,16 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 33,3 km ± 0,1 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,09
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode
Absolute Helligkeit 11,1 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Edward L. G. Bowell
Datum der Entdeckung 22. August 1985
Andere Bezeichnung 1954 RG, 1954 RN, 1970 GH1, 1973 SP5, 1976 GJ4, 1985 QT
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt zu Ehren des US-amerikanischen Astronomen Raynor Lockwood Duncombe (1917–2013) anlässlich seines siebzigsten Geburtstags. Als führender Experte auf dem Gebiet der Positions- und Dynamikastronomie widmete er sich an der University of Texas einer breit angelegten Forschung, die unter anderem die Bewegungen von Planeten, Kleinplaneten und Satelliten umfasste. Er leistete Pionierarbeit bei der Bestimmung von Umlaufbahnen künstlicher Satelliten und beim Einsatz digitaler Computer in der Astronomie und war zuletzt als Mitglied des Astrometrie-Teams an den astrometrischen Anwendungen des Hubble-Weltraumteleskops beteiligt. Von 1963 bis 1975 leitete er das Nautical Almanac Office am United States Naval Observatory in Washington, D.C., war der erste Vorsitzende der Abteilung für Dynamische Astronomie der American Astronomical Society und viele Jahre lang Chefredakteur der Fachzeitschrift Celestial Mechanics. Der Namensvorschlag stammte von P. Kenneth Seidelmann (* 1937).

(3368) Duncombe wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (3368) Duncombe, für den damals Werte von 35,2 km bzw. 0,04 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 36,9 km bzw. 0,06.[2] Eine Analyse von Beobachtungen, die im Dezember 2006 und Juni 2007 durch das japanische Weltraumteleskop AKARI im mittleren Infrarot erfolgt waren, ergab 2012 Werte für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 35 ± 1 km bzw. 0,04.[3] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 33,3 km bzw. 0,09 korrigiert.[4]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 18. Oktober bis 1. Dezember 2004 am Palmer Divide Observatory in Colorado. Aus der während fünf Nächten aufgezeichneten Lichtkurve ließ sich keine eindeutige Rotationsperiode bestimmen, mögliche Werte lagen im Bereich von 30 bis 300 h.[5]

Siehe auch

Einzelnachweise

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