(3571) Milanštefánik

Asteroid des äußeren Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(3571) Milanštefánik ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 15. März 1982 vom slowakischen Astronomen Antonín Mrkos am Kleť-Observatorium in der Tschechoslowakei bei einer Helligkeit von 17,2 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 6. September 1953 und in den Jahren 1954 und 1955 am Palomar-Observatorium in Kalifornien sowie 1976 am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(3571) Milanštefánik
{{{Bild}}}
{{{Bildtext}}}
{{{Bild2}}}
{{{Bildtext2}}}
Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,932 AE
Exzentrizität 0,110
Perihel – Aphel 3,498 AE  4,367 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 7,9°
Länge des aufsteigenden Knotens 248,9°
Argument der Periapsis 21,6°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 20. Dezember 2022
Siderische Umlaufperiode 7 a 291 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 14,98 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 34,9 km ± 0,6 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,06
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 17 d 13 h
Absolute Helligkeit 11,2 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Antonín Mrkos
Datum der Entdeckung 15. März 1982
Andere Bezeichnung 1976 NL, 1982 EJ, 1985 TJ3
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
Schließen

Der Asteroid ist benannt in Erinnerung an den slowakischen Astronomen und Meteorologen Milan Rastislav Štefánik (1880–1919). Er arbeitete von 1905 bis 1907 an der Sternwarte Meudon und schlug den Bau einer neuen Sternwarte auf der Insel Tahiti vor. 1907 erhielt er den Jules-Janssen-Preis und 1911 den Wilde-Preis. Später wurde er als Offizier und Politiker einer der drei Gründerväter der Ersten Tschechoslowakischen Republik.

(3571) Milanštefánik wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne.[1] Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (3571) Milanštefánik mit einer Periodizität von etwa 860 Jahren zwischen 0,70 und 1,10 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,63 AE (244 Mio. km).[2]

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (3571) Milanštefánik, für den damals Werte von 38,9 km bzw. 0,04 erhalten wurden.[3] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot speziell für Mitglieder der Hilda-Gruppe führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 34,9 km bzw. 0,06.[4]

Eine spektroskopische Untersuchung von 23 Hilda-Asteroiden im September 1992 am La-Silla-Observatorium in Chile und im Oktober/November 1992 am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf La Palma ergab für (3571) Milanštefánik eine taxonomische Klassifizierung als D-Typ.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 1. bis 18. September 2016 am Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado und Kalifornien. Aus der während 15 Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine extrem lange Rotationsperiode von 421,1 h bestimmt. Anzeichen für eine Taumelbewegung wurden aber nicht festgestellt.[6]

Siehe auch

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI