(3727) Maxhell
Asteroid
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(3727) Maxhell ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 7. August 1981 vom slowakischen Astronomen Antonín Mrkos am Kleť-Observatorium in der Tschechoslowakei bei einer Helligkeit von 16,4 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 7. März 1954 am Goethe-Link-Observatorium in Indiana sowie 1969, 1975 und 1976 am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.
| Asteroid (3727) Maxhell | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Hauptgürtelasteroid |
| Große Halbachse | 3,322 AE |
| Exzentrizität | 0,150 |
| Perihel – Aphel | 2,822 AE – 3,822 AE |
| Neigung der Bahnebene | 5,378° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 161,4° |
| Argument der Periapsis | 163,6° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 19. Februar 2024 |
| Siderische Umlaufperiode | 6 a 20 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 16,25 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 27,7 km ± 0,1 km |
| Albedo | 0,06 |
| Rotationsperiode | 2 d 3 h |
| Absolute Helligkeit | 11,6 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Antonín Mrkos |
| Datum der Entdeckung | 7. August 1981 |
| Andere Bezeichnung | 1969 RN, 1975 RS1, 1976 YY3, 1981 PQ, 1981 RZ2 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist benannt in Erinnerung an Maximilian Hell (1720–1792), der für seine Bestimmung der Sonnenparallaxe anhand seiner Beobachtungen des Venustransits im Jahr 1769 bekannt ist. 1755 zum Direktor der Kaiserlichen Sternwarte in Wien ernannt, erstellte und veröffentlichte er eine bedeutende Reihe astronomischer Ephemeriden. Der Namensvorschlag stammte von Astronomen des Astronomischen Instituts der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.
(3727) Maxhell wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.
Wissenschaftliche Auswertung
Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (3727) Maxhell zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 28,6 oder 32,4 km bzw. 0,06 oder 0,04.[1] Eine Analyse von Beobachtungen, die im Juli 2006 und Januar 2007 durch das japanische Weltraumteleskop AKARI im mittleren Infrarot erfolgt waren, ergab 2012 Werte für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 31 ± 1 km bzw. 0,05.[2] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 27,7 km bzw. 0,06 korrigiert.[3]
Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (3727) Maxhell einen Wert von 51,5 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 27,7 ± 0,1 km abgeleitet.[4]
Siehe auch
Weblinks
- (3727) Maxhell beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (3727) Maxhell in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (3727) Maxhell in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).