(4003) Schumann

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(4003) Schumann ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 8. März 1964 vom deutschen Astronomen Freimut Börngen an der Sternwarte Tautenburg bei einer Helligkeit von 17,8 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 25. März 1933 an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(4003) Schumann
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,425 AE
Exzentrizität 0,093
Perihel – Aphel 3,106 AE  3,744 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 5,060°
Länge des aufsteigenden Knotens 189,3°
Argument der Periapsis 117,7°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 3. Mai 2024
Siderische Umlaufperiode 6 a 124 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,06 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 36,1 km ± 0,2 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,05
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 5 h 36 min
Absolute Helligkeit 11,5 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Freimut Börngen
Datum der Entdeckung 8. März 1964
Andere Bezeichnung 1933 FG1, 1964 ED, 1967 RK1, 1968 UL3, 1974 SE2, 1978 GM4, 1980 RH2, 1980 TP6, 1981 WV8
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach dem Romantiker Robert Schumann (1810–1856), der in Zwickau, unweit von Tautenburg, geboren wurde und für seine Liedkompositionen, Klavierwerke, Kammermusik und Cellokonzerte bekannt ist.

(4003) Schumann wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (4003) Schumann zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 38,2 oder 40,0 km bzw. 0,04.[1] Eine Analyse von Beobachtungen, die im August 2006 und Februar 2007 durch das japanische Weltraumteleskop AKARI im mittleren Infrarot erfolgt waren, ergab 2012 Werte für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 35 ± 1 km bzw. 0,07.[2] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 35,1 oder 36,1 km bzw. 0,05 korrigiert.[3]

Eine spektroskopische Untersuchung von Asteroiden der Cybele-Gruppe am 22. und 23. März 1996 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (4003) Schumann eine taxonomische Klassifizierung als D-Typ.[4]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 23. Mai bis 20. Juni 2010 am Via Capote Observatory. Aus der während fünf Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 5,601 h abgeleitet.[5]

Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (4003) Schumann einen Wert von 5,604 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 36,0 ± 0,2 km abgeleitet.[6]

Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit prograder Rotation und einer Periode von 5,60176 h berechnet.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

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