Wikiwand AI

(4317) Garibaldi

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(4317) Garibaldi ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 19. Februar 1980 von der tschechischen Astronomin Zdeňka Vávrová am Kleť-Observatorium in der Tschechoslowakei bei einer Helligkeit von 16 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 13. März 1972 am Krim-Observatorium in Nautschnyj und vier Tage vor seiner Entdeckung in Kleť fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(4317) Garibaldi
{{{Bild}}}
{{{Bildtext}}}
{{{Bild2}}}
{{{Bildtext2}}}
Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,987 AE
Exzentrizität 0,161
Perihel – Aphel 3,345 AE – 4,630 AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 9,8°
Länge des aufsteigenden Knotens 38,4°
Argument der Periapsis 94,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 12. Mai 2027
Siderische Umlaufperiode 7 a 351 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 14,82 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 38,6 km ± 0,4 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,06
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 8 h 55 min
Absolute Helligkeit 11,0 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Zdeňka Vávrová
Datum der Entdeckung 19. Februar 1980
Vorläufige Bezeichnung 1972 EA, 1980 DA1, 1988 EF1
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
Schließen

Der Asteroid ist benannt in Erinnerung an den italienischen Nationalhelden und Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi (1807–1882), Kämpfer für Menschenrechte und Held vieler Schlachten.

(4317) Garibaldi wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne. Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (4317) Garibaldi mit einer Periodizität von etwa 2500 Jahren zwischen 0,37 und 0,91 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,99 AE (297 Mio. km).[1]

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (4317) Garibaldi, für den damals Werte von 49,5 km bzw. 0,05 erhalten wurden.[2] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot speziell für Mitglieder der Hilda-Gruppe führte 2012 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 38,6 km bzw. 0,05.[3]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 16. bis 22. Dezember 1994 am Calar-Alto-Observatorium in Spanien. Aus der während drei Nächten aufgezeichneten unvollständigen Lichtkurve konnte nur ein etwas unsicherer Wert für die Rotationsperiode von 28,5 h abgeleitet werden.[4] Weitere Beobachtungen erfolgten vom 25. bis 31. August 2016 am Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado und Kalifornien. Aus der während sieben Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde jedoch eine deutlich kürzere Rotationsperiode von 7,539 h bestimmt, wobei sogar ein halb so langer Wert nicht ausgeschlossen werden konnte.[5]

Weitere Messungen vom 12. bis 16. Oktober 2017 am CS3 konnten dann aber zu einer Periode von 8,917 h ausgewertet wurden. Eine Revision der Daten aus 2016 ergab, dass diese auch zu einer Periode von 8,959 h passen könnten – im umgekehrten Fall war aber keine Anpassung möglich. Ein Versuch, aus den vorliegenden Daten auch ein Gestaltmodell für den Asteroiden zu berechnen, führte nicht zu einer eindeutigen Rotationsachse und das Resultat blieb daher sehr zweifelhaft.[6]

Neue Beobachtungen vom 19. Februar bis 17. März 2019 während elf Nächten am CS3 erbrachten dann Hinweise auf eine zusätzliche Periodizität in den Daten: Neben einer primären Rotationsperiode von 8,92 h (oder dem doppelten Wert) konnte noch eine sekundäre Periode von 11,425 h gefunden werden. Der Asteroid führt demnach möglicherweise eine Taumelbewegung durch.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks