(619) Triberga

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(619) Triberga ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 22. Oktober 1906 vom deutschen Astronomen August Kopff an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 11,9 mag entdeckt wurde.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(619) Triberga
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,520 AE
Exzentrizität 0,074
Perihel – Aphel 2,333 AE  2,708 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 13,805°
Länge des aufsteigenden Knotens 187,4°
Argument der Periapsis 177,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 22. Juni 2026
Siderische Umlaufperiode 4 a 1 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,74 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 29,1 km ± 1,1 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,22
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 1 d 5 h
Absolute Helligkeit 9,9 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker August Kopff
Datum der Entdeckung 22. Oktober 1906
Andere Bezeichnung 1906 UN
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Der Asteroid ist benannt nach der Stadt Triberg im Schwarzwald aufgrund der Liebe des Entdeckers zu dieser Region.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 für (619) Triberga zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 29,1 km bzw. 0,22.[1]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (619) Triberga eine taxonomische Klassifizierung als S- bzw. Sl-Typ.[2]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 15. bis 20. Dezember 1982 und vom 6. bis 8. Februar 1983 am McDonald-Observatorium in Texas. Aus den aufgezeichneten Lichtkurven wurde eine Rotationsperiode von 13,95 h abgeleitet.[3] Dies war aber eine Fehlauswertung, denn aus weiteren Beobachtungen vom 8. Juni bis 11. August 2005 am Carbuncle Hill Observatory in Rhode Island konnte eine deutlich längere Periode von 29,412 h bestimmt werden.[4]

Auch neue Messungen vom 6. bis 12. März 2008 während drei Nächten am Oakley Southern Sky Observatory, der australischen Außenstation des Rose-Hulman Institute of Technology in Indiana, konnten dieses Ergebnis mit einer Rotationsperiode von 29,37 h bestätigen,[5] ebenso wie Beobachtungen vom 4. bis 11. März 2016 durch die Beobachtergruppe Observadores de Asteroides (OBAS) in Spanien, die zu einem Wert von 29,311 h ausgewertet wurden.[6]

Im Jahr 2019 wurde dann mit einer Auswertung photometrischer Daten des Lowell-Observatoriums in Arizona und des Gaia DR2-Katalogs erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 29,4351 h berechnet.[7]

Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (619) Triberga wurde aus Messungen etwa vom 19. Oktober bis 14. November 2018 eine Rotationsperiode von 29,4358 h erhalten.[8]

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 29,434 h bestimmt werden.[9]

Siehe auch

Commons: (619) Triberga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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