(724) Hapag
Asteroid des Hauptgürtels
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(724) Hapag ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 21. Oktober 1911 vom österreichischen Astronomen Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien bei einer Helligkeit von 13,8 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (724) Hapag | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Innerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,455 AE |
| Exzentrizität | 0,251 |
| Perihel – Aphel | 1,839 AE – 3,071 AE |
| Neigung der Bahnebene | 11,7° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 204,2° |
| Argument der Periapsis | 205,7° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 2. Mai 2027 |
| Siderische Umlaufperiode | 3 a 309 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 18,71 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 9,5 km ± 0,2 km |
| Albedo | 0,10 |
| Rotationsperiode | 3 h 8 min |
| Absolute Helligkeit | 13,9 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Johann Palisa |
| Datum der Entdeckung | 21. Oktober 1911 |
| Vorläufige Bezeichnung | 1911 UP, 1988 VG2 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid ist nach der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, kurz HAPAG, benannt. Die Benennung erfolgte anlässlich der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Hamburg im Jahr 1913.[1] Es war der erste Asteroid, der mit einem Akronym benannt wurde.
Nach ihrer Entdeckung konnte (724) Hapag nur für knapp einen Monat in Wien weiter beobachtet werden und galt danach für 77 Jahre als verloren. Am 8. November 1988 beobachteten die japanischen Astronomen Tsutomu Hioki und Nobuhiro Kawasato am Okutama Observatory bei Tokio ein Objekt, das von Syuichi Nakano als der lange verlorene Asteroid identifiziert wurde. Nach neuen Bahnbestimmungen konnte er auch auf archivierten Aufnahmen des Palomar-Observatoriums von 1953 und 1955 sowie des Siding-Spring-Observatoriums aus den Jahren 1983, 1984 und 1987 aufgefunden werden.[2]
Wissenschaftliche Auswertung
Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 für (724) Hapag zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 9,5 km bzw. 0,10.[3] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2012 auf 12,6 km bzw. 0,04 geändert.[4] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 9,7 km bzw. 0,04, die letzten beiden Angaben zum Durchmesser beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[5]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 29. September bis 1. November 2011 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Aus der während fünf Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 3,1305 h bestimmt.[6] Im gleichen Zeitraum stattfindende Beobachtungen vom 17. bis 23. Oktober 2011 während drei Nächten am Stonegate Observatory in Michigan konnten dieses Ergebnis mit einer abgeleiteten Periode von 3,13 h bestätigen.[7]
Siehe auch
Weblinks
- (724) Hapag beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (724) Hapag in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (724) Hapag in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).