(765) Mattiaca
Asteroid des Hauptgürtels
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(765) Mattiaca ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 26. September 1913 vom deutschen Astronomen Franz Kaiser an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 13,2 mag entdeckt wurde.
| Asteroid (765) Mattiaca | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Mittlerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,545 AE |
| Exzentrizität | 0,285 |
| Perihel – Aphel | 1,819 AE – 3,271 AE |
| Neigung der Bahnebene | 5,532° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 326,2° |
| Argument der Periapsis | 71,8° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 11. Oktober 2027 |
| Siderische Umlaufperiode | 4 a 22 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 18,29 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 8,0 km ± 1,0 km |
| Albedo | 0,30 |
| Rotationsperiode | 3 h 28 min |
| Absolute Helligkeit | 12,5 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Franz Kaiser |
| Datum der Entdeckung | 26. September 1913 |
| Andere Bezeichnung | 1913 SG, 1917 SS, 1939 BV, 1939 CJ1, 1939 DO, 1958 XB1, 1968 DB1 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
Der Asteroid wurde vom Entdecker benannt nach dem lateinischen Namen Mattiacum seiner Heimatstadt Wiesbaden. Die Stadt wurde vom Entdecker auch bereits mit dem Asteroiden (717) Wisibada geehrt.
Aufgrund der Bahneigenschaften wird (765) Mattiaca zur Astraea-Familie gezählt.
Wissenschaftliche Auswertung
Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (765) Mattiaca, für die damals Werte von 58,3 km bzw. 0,08 erhalten wurden.[1] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 58,6 oder 66,3 km bzw. 0,05 oder 0,04, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[2]
Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 25. Dezember 2011 bis 30. Januar 2012 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Aus der während fünf Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 3,4640 h bestimmt.[3] Weitere Beobachtungen erfolgten vom 2. bis 21. Dezember 2023 durch eine Zusammenarbeit verschiedener Beobachter und Observatorien in Spanien. Die Auswertung der Lichtkurve ergab eine etwas kürzere Rotationsperiode von 3,229 h.[4]
Siehe auch
Weblinks
- (765) Mattiaca beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (765) Mattiaca in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (765) Mattiaca in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).