(987) Wallia

Asteroid des Hauptgürtels From Wikipedia, the free encyclopedia

(987) Wallia ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der am 23. Oktober 1922 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Reinmuth an der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl bei einer Helligkeit von 12,1 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 8. August 1899 am Boyden Observatory der Harvard University in Arequipa, Peru, fotografiert worden war.

Schnelle Fakten Asteroid ...
Asteroid
(987) Wallia
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,135 AE
Exzentrizität 0,238
Perihel – Aphel 2,389 AE  3,881 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 8,9°
Länge des aufsteigenden Knotens 322,5°
Argument der Periapsis 15,7°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 8. April 2028
Siderische Umlaufperiode 5 a 201 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 16,58 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 52,7 km ± 0,4 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,14
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 10 h 5 min
Absolute Helligkeit 9,6 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Reinmuth
Datum der Entdeckung 23. Oktober 1922
Andere Bezeichnung 1899 PJ, 1922 UB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.
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Karl Reinmuth entdeckte so viele Kleinplaneten, dass es ihm oft schwerfiel, Namen für die nummerierten zu finden. Daher verwendete er häufig Mädchennamen aus dem Kalender „Lahrer Hinkender Bote“. Diese Namen müssen keine Verbindung zu seinen Zeitgenossen haben.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (987) Wallia, für die damals Werte von 43,7 km bzw. 0,18 erhalten wurden.[1] Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 63,2 km bzw. 0,08.[2] Nachdem die Werte nach neuen Messungen mit NEOWISE 2012 auf 52,7 km bzw. 0,10 geändert worden waren,[3] wurden sie 2014 auf 48,3 km bzw. 0,14 korrigiert.[4] Eine Anwendung thermophysikalischer Modelle auf Beobachtungen des Asteroiden mit WISE vom 15. Februar und 5. August 2010 ergab in einer Untersuchung von 2021 Werte für den Durchmesser und die Albedo von 43,1 ± 1,9 km und 0,16. Außerdem konnten die Achsenverhältnisse für ein zweiachsig-ellipsoidisches Gestaltmodell und eine retrograde Rotation bestimmt werden.[5]

Eine spektroskopische Untersuchung von 820 Asteroiden zwischen November 1996 und September 2001 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (987) Wallia eine taxonomische Klassifizierung als D- bzw. T-Typ.[6]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 10. und 11. August 1977 am Mount-Stromlo-Observatorium in Australien. Die aufgezeichneten Daten konnten aber nicht weiter ausgewertet werden, es wurde eine lange Rotationsperiode vermutet.[7] Bei weiteren Beobachtungen vom 14. März bis 3. April 1998 durch den Science Club ‚Chaparral‘ in Argentinien konnte dann aus den während vier Nächten registrierten Lichtkurven zunächst eine Rotationsperiode von 10,523 h abgeleitet werden.[8]

Neue Messungen erfolgten vom 8. bis 22. September 2011 am Bigmuskie Observatory in Italien. Dabei wurde aber aus der während sechs Nächten aufgezeichneten Lichtkurve eine deutlich kürzere Rotationsperiode von 10,082 h bestimmt.[9] Dieses Ergebnis wurde dann noch einmal durch Beobachtungen vom 19. Juli bis 16. August 2022 während fünf Nächten am Organ Mesa Observatory in New Mexico mit einer ausgewerteten Periode von 10,085 h bestätigt.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

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