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2,4,6-Collidin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Das 2,4,6-Collidin (2,4,6-Trimethylpyridin) ist eine organische Verbindung, die zu den Heterocyclen (genauer: Heteroaromaten) zählt. Es besteht aus einem Pyridinring, der mit drei Methylgruppen substituiert ist. Es gehört zur Stoffgruppe der Collidine, einer Gruppe von sechs Konstitutionsisomeren mit der Summenformel C8H11N. 2,4,6-Collidin ist das bekannteste Isomer dieser Gruppe und wird daher u. a. nur als Collidin bezeichnet.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von 2,4,6-Collidin
Allgemeines
Name 2,4,6-Collidin
Andere Namen
  • 2,4,6-Trimethylpyridin
  • sym-Collidin
  • γ-Collidin
Summenformel C8H11N
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit pyridinartigem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 108-75-8
EG-Nummer 203-613-3
ECHA-InfoCard 100.003.286
PubChem 7953
Wikidata Q409155
Eigenschaften
Molare Masse 121,18 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,914 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

−43 °C[1]

Siedepunkt

171–172 °C[1]

Dampfdruck

4 hPa (20 °C)[1]

pKS-Wert

7,43 (25 °C)[2]

Löslichkeit

35 g·l−1 (20 °C)[1]

Brechungsindex

1,4959 (25 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​302+332​‐​311​‐​315​‐​319​‐​335
P: 210​‐​280​‐​301+312​‐​303+361+353​‐​304+340+312​‐​305+351+338[1]
Toxikologische Daten

400 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Herstellung

Das 2,4,6-Collidin wurde 1854 aus Knochenöl isoliert.[4][5] Die Darstellung erfolgt analog der Hantzschschen Dihydropyridinsynthese aus Acetessigsäureethylester (als β-Ketocarbonylverbindung), Acetaldehyd und Ammoniak im Verhältnis 2:1:1.[6]

Verwendung

Durch Oxidation der Methylgruppen mit Kaliumpermanganat erhält man Collidinsäure.[7]

2,4,6-Collidin wird in organischen Synthesen, z. B. der Dehydrohalogenierung verwendet,[8] indem es die entstehenden Halogenwasserstoffe bindet.

Einzelnachweise

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