2600: The Hacker Quarterly

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Das 2600: The Hacker Quarterly ist eine vierteljährlich erscheinende US-amerikanische Zeitschrift und zählt zu den bedeutendsten Magazinen der Hacking- und Phreakingszene. Sie wurde 1984[1] von Eric Corley, auch bekannt als Emmanuel Goldstein, ins Leben gerufen und beschäftigt sich primär mit Sicherheitslücken in der Informations- und Kommunikationstechnik. Darüber hinaus gilt das Magazin in der Rezeption als einflussreiches Medium der internationalen Hackerkultur.[2]

Schnelle Fakten
2600: The Hacker Quarterly
Beschreibung US-amerikanische Computerzeitschrift
Erstausgabe 1984
Erscheinungsweise vierteljährlich
Weblink www.2600.com
ISSN (Print)
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Lastkraftwagen mit Logo und Schriftzug des 2600 Magazine, 2011

Inhalt und redaktionelles Konzept

In der Rezeption wird 2600 häufig als einflussreiches Medium der internationalen Hackerkultur beschrieben und gilt als Gegenpol zu kommerziell orientierten Technikpublikationen.[3]

Charakteristisch für das Magazin ist ein offenes redaktionelles Konzept, bei dem ein Großteil der Inhalte von Leserinnen und Lesern stammt. Neben technischen Artikeln finden sich politische Kommentare, rechtliche Analysen sowie experimentelle und essayistische Beiträge.

Geschichte

Das Magazin entstand in den frühen 1980er Jahren im Umfeld der US-amerikanischen Phone-Phreaking- und frühen Hackerszene und begleitete den Übergang von analogen Telefonsystemen zu digitalen Rechner- und Netzwerktechnologien. Über die Jahrzehnte spiegelten sich im Heft jeweils die technologischen und politischen Konfliktlinien der digitalen Gesellschaft wider.[4]

Ihren Namen erhielt die Zeitschrift in Anlehnung an einen in den späten 1960er Jahren von Phreakern verwendeten Ton von 2600 Hz, welcher im Rahmen des Blue Boxing verwendet wurde. Damit konnten im damaligen amerikanischen Telefonsystem kostenlose Telefonate erschlichen werden.

Chefredakteur Corley verwendet das Pseudonym Emmanuel Goldstein, eine Anspielung auf den gleichnamigen Staatsfeind aus George Orwells Roman 1984, was häufig als Bezug auf Themen wie Überwachung und Informationskontrolle interpretiert wird.

HOPE-Konferenz

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Magazins fand 1994 die erste Konferenz der Reihe Hackers on Planet Earth statt. Bis 2023 fand sie im Zweijahresrhythmus in New York statt, seither jährlich, und versammelt tausende Computerspezialisten.[5]

Rechtliche Auseinandersetzungen und politische Bedeutung

Das Magazin wird häufig mit der sogenannten Hackerethik in Verbindung gebracht, die unter anderem Offenheit, Wissensaustausch und kritische Auseinandersetzung mit Machtstrukturen betont.

Im Jahr 1999 wurde das Magazin von acht US-Filmstudios wegen Veröffentlichung des DeCSS-Codes unter Berufung auf den Digital Millennium Copyright Act verklagt. Nach einem Aufsehen erregenden Prozess in New York musste 2600 nicht nur DeCSS von ihrer Website entfernen, sondern auch sämtliche Links auf andere Websites, bei denen DeCSS erhältlich war.[6][7] Die Revision im Jahr 2001 verlor 2600 ebenfalls.[8]

Der DeCSS-Prozess gilt als ein frühes Schlüsselereignis in der Auseinandersetzung um digitale Meinungsfreiheit und die rechtliche Einordnung von Programmcode. Der Fall wurde international rezipiert und beeinflusste Debatten über Zensur, Urheberrecht und Informationsfreiheit im digitalen Raum.[9]

Andere Hacking-Magazine

Einzelnachweise

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