4-Hydroxybutylacrylat

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Bei 4-Hydroxybutylacrylat (4-HBA; Butandiol-1,4-monoacrylat) handelt es sich um einen Ester der Acrylsäure. Es enthält sowohl eine Hydroxygruppe als auch eine ungesättigte Doppelbindung. Im Allgemeinen wird es als Monomer für unterschiedliche Bindemittelklassen verwendet.[4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von 4-Hydroxybutylacrylat
Allgemeines
Name 4-Hydroxybutylacrylat
Andere Namen
  • 4-HBA
  • Hydroxybutylacrylat
  • Butandiol-1,4-monoacrylat
  • 4-HYDROXYBUTYL ACRYLATE (INCI)[1]
Summenformel C7H12O3
Kurzbeschreibung

farb- und geruchlose Flüssigkeit[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 2478-10-6
EG-Nummer 219-606-3
ECHA-InfoCard 100.017.825
PubChem 75588
Wikidata Q27260261
Eigenschaften
Molare Masse 144,2 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[2]

Dichte

1,041 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

−80 °C[2]

Siedepunkt

236 °C[2]

Dampfdruck

0,000104 Pa (25 °C)[2]

Brechungsindex

1,452 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302315318317
P: 261264280301+312302+352305+351+338[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

Hydroxybutylacrylat wird über die teilweise Veresterung von 1,4-Butandiol mit Acrylsäure hergestellt.[5]

Synthese von 4-HBA
Synthese von 4-HBA

Eigenschaften

Bei der Reaktion mit Isocyanaten besitzt Hydroxybutylacrylat die höchste Reaktivität der gängigen hydroxygruppenhaltigen Acrylatmonomere. Dies basiert zum einen aus dem elektronenschiebenden Effekt der Kohlenwasserstoffketten und zum anderen aus der besseren Verfügbarkeit zur Reaktion. Hiermit ist gemeint, dass eine Hydroxygruppe an einer langen Kohlenwasserstoffkette eine weitaus bessere Beweglichkeit besitzt und so einfacher mit einer Isocyanatgruppe zusammentreffen kann. Es ist reaktiver als 2-Hydroxypropylacrylat und 2-Hydroxyethylacrylat.[4]

Verwendung

Hydroxybutylacrylat kann über radikalische oder ionische Polymerisation in Bindemittel, wie etwa Polyacrylate, eingebaut werden. Da Hydroxybutylacrylat über eine freie Hydroxygruppe verfügt, kann es genutzt werden, um Hydroxygruppen in Harze einzubauen. Diese Gruppen stehen dann für Härtungsreaktionen mit Isocyanaten oder Harnstoffharzen zur Verfügung.[4] Durch die Umsetzung mit Isocyanathen entstehen z. B. Urethane:

Isocyanatvernetzung von 4-HBA
Isocyanatvernetzung von 4-HBA

Einzelnachweise

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