4-Octin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

4-Octin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Alkine. Sie besitzt das Grundgerüst des Octans mit einer C≡C-Dreifachbindung an der 4-Position.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von 4-Octin
Allgemeines
Name 4-Octin
Andere Namen
  • Oct-4-in
  • Dipropylethin
Summenformel C8H14
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1942-45-6
EG-Nummer 217-730-2
ECHA-InfoCard 100.016.119
PubChem 16029
Wikidata Q230017
Eigenschaften
Molare Masse 110,20 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,7509 g·cm−3 (20 °C)[2]

Schmelzpunkt

−103 °C[2]

Siedepunkt

131,6 °C[2]

Dampfdruck

47 hPa (38 °C)[1]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[1]

Brechungsindex

1,4248 (20 °C)[2][3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225
P: 210403+235[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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4-Octin (Dipropylethin) gehört mit 5-Decin (Dibutylethin), 3-Hexin (Diethylethin) und 2-Butin (Dimethylethin) zu den symmetrischen Alkinen.

Darstellung

Eine Möglichkeit der Synthese von 4-Octin besteht in der Reaktion von Acetylen mit zwei Teilen 1-Brompropan. Acetylen wird hierbei mit einer Base deprotoniert. Das entstandene Anion geht dann eine Substitution an 1-Brompropan ein. Anschließend wird das zweite Kohlenstoffatom des entstandenen Alkins deprotoniert und die gleiche Reaktion läuft auf der zweiten Seite ab. Die Reaktion kann in flüssigem Ammoniak bei −70 °C mit Natriumamid als Base durchgeführt werden.[4]

Synthese von 4-Octin

Ein weiterer Syntheseweg besteht in der Eliminierung von 4,5-Dibromoctan. Als Base kann hierzu wiederum Natriumamid dienen. Die Reaktion wird bei −70 °C in flüssigem Ammoniak geführt.[5]

Eigenschaften

4-Octin ist eine bei Raumtemperatur flüssige, farblose Verbindung, die bei 131,6 °C siedet.[2]

Verwendung

An der Dreifachbindung von 4-Octin können eine Reihe von typischen Reaktion von Alkinen durchgeführt werden. So kann beispielsweise 2,3-Di-n-propyloxiren mittels Reaktion mit Peroxycarbonsäuren, beispielsweise Peressigsäure hergestellt werden.[6][7]

Synthese eines Oxirenderivats aus 4-Octin und Peroxyessigsäure

Einzelnachweise

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