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AMP-Desaminase

Protein in Homo sapiens From Wikipedia, the free encyclopedia

AMP-Desaminasen sind Enzyme in Eukaryoten, die die Desaminierung von Adenosinmonophosphat (AMP) zu Inosinmonophosphat (IMP) katalysieren. Diese Reaktion ist Teil des Stoffwechselwegs zur Wiedergewinnung der Purinnukleotide (Salvage Pathway). Beim Menschen sind drei Isoenzyme bekannt, die von verschiedenen Genen in jeweils unterschiedlichen Gewebetypen exprimiert werden (AMPD1 (M-Form, auch: Myoadenylatdesaminase) in Skelettmuskeln, AMPD3 (E-Form) in Erythrozyten, AMPD2 (L-Form) im Rest) und selbst insgesamt sieben Isoformen besitzen. Mutationen im AMPD1- und im AMPD3-Gen können Enzymmangel im entsprechenden Gewebe verursachen, mit dem klinischen Bild des MADD.[2]

Schnelle Fakten Bezeichner, Enzymklassifikation ...
AMP-Desaminase
AMP-Desaminase
Bändermodell des AMPD-Monomer von Arabidopsis thaliana, nach PDB 2A3L
Masse/Länge Primärstruktur 747 / 879 / 767 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur Homotetramer
Isoformen 0 (AMPD1), 4 (AMPD2), 3 (AMPD3)
Bezeichner
Gen-Name(n)
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Desaminierung
Substrat AMP + H2O
Produkte IMP + NH3
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Übergeordnetes Taxon Eukaryoten[1]
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 270 229665
Ensembl ENSG00000116748 ENSMUSG00000070385
UniProt P23109 Q3V1D3
Refseq (mRNA) NM_000036 NM_001033303
Refseq (Protein) NP_000027 NP_001028475
Genlocus Chr 1: 114.67 – 114.7 Mb Chr 3: 103.07 – 103.1 Mb
PubMed-Suche 270 229665

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Die relativ häufige Mutation AMPD1 c.34C>T, p.Q12* scheint das Risiko für Herzerkrankungen und Fettsucht zu verringern. Mindestens eine Studie mit 900 Patienten konnte aber diese Effekte nicht reproduzieren.[3][4][5][6]

Katalysierte Reaktion

AMP + H2O ⇒ IMP + NH3

AMP wird zu IMP umgesetzt; Wasser wird verbraucht, Ammoniak entsteht.

Krankheitswert

Störungen der Desaminase führen zum Adenosinmonophosphat-Desaminase-Mangel.

Einzelnachweise

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