Aachener Weiher
künstlicher See im Kölner Inneren Grüngürtel
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Der Aachener Weiher ist ein künstlicher See an der Aachener Straße im Kölner Inneren Grüngürtel. Er wurde zu Beginn der 1920er Jahre nach dem Generalplan des Städteplaners Fritz Schumacher auf Veranlassung des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer durch den Gartendirektor Fritz Encke auf dem Rayon des Inneren Festungsrings angelegt. Seine Fläche beträgt knapp 40.000 m².


Lage

Die rund 40.000 m² große Anlage[1] liegt an der Aachener Straße, die bereits seit der Römerzeit als heute sogenannte Via Belgica die Colonia Claudia Ara Agrippinensium mit Boulogne-sur-Mer (Gesoriacum) verbindet. Nach ihr ist der Weiher benannt. Westlich des Weihers liegt die Innere Kanalstraße, im Osten sind die Bahngleise der linken Rheinstrecke, die hier im Bogen um die Innenstadt Kölns herumgeführt wird.
Zu den Straßen hin ist der Weiher mit einem Grünstreifen eingefasst und vom Frieda-Fischer-Weg umfasst. Zum Weg gehört eine kleine Brücke auf Höhe des Museums für Ostasiatische Kunst, wo eine kleine Wasserfläche liegt, die mit dem Weiher verbunden ist. An der Südseite schließt sich bis zur Bachemer Straße der Hiroshima-Nagasaki-Park an, der zuvor nur als „Grünfläche am Aachener Weiher“ bezeichnet worden war.
Das Gewässer
Der Weiher hat einen Betonboden, der die Wasserversickerung verhindern soll. Die Wasserqualität ist problematisch, speziell im Sommer. Seit einigen Jahren wurden deshalb zwei Wasserfontänen eingerichtet, um mehr Sauerstoff in das Wasser zu bekommen.
Es besteht eine Angelmöglichkeit über den Coelner Angel- und Gewässerschutzverein.[2] Im Weiher leben Aale, Barsche, Brassen, Karpfen, Rotaugen und Zander.[3] Außer durch das städtische Grünflächenamt und den Anglerverein wird der Weiher ehrenamtlich durch die Kölner Grün Stiftung betreut.[4]
Freizeit
Der Park wird stark frequentiert und noch mehr das nah dem Weiher gelegene Wiesengelände. Hier finden im Sommer Grillpartys statt, die die Stadt mit „Grillscouts“ zu Müllvermeidung anhalten will.[5] Die Stadt hat durch Aufstellen entsprechender Säulen die Möglichkeit zum Slacklinen geboten. Das Gelände wird auch für Open-Air-Konzerte genutzt. Am Ufer ist der Aachener Biergarten mit 900 Plätzen geschaffen worden, dessen zeltüberdachter Teil mit 150 Plätzen auch im Winter geöffnet hat.[6][7]
Kultur

Unmittelbar am Ufer des Weihers liegen zwei aufeinander abgestimmte Bauwerke japanischer Architekten, das Japanische Kulturinstitut und das Museum für Ostasiatische Kunst mit seinem Museumscafé und dem Japanischen Garten.