Abbas Araghtschi

iranischer Politiker und Außenminister From Wikipedia, the free encyclopedia

Abbas Araghtschi oder Abbas-e Araghtschi (ʔæbˌbɒːse æɾɒːˈɢtʃi, anhören/?) oder auch Araqtschi (persisch سید عباس عراقچی, DMG Seyyed ʿAbbās-e ʿArāqčī; * 5. Dezember 1962 in Teheran[1]) ist ein iranischer Politiker und seit dem 11. August 2024 Außenminister Irans im Kabinett Peseschkian.

Abbas Araghtschi (2024)
Abbas Araghchi signature

Biografie

Sejjed Araghtschi war 17 Jahre alt, als sein Vater starb. Er hat drei Schwestern und drei Brüder, letztere waren im Handel tätig. Als Teenager nahm er an der iranischen Revolution teil. Er kämpfte in den 1980er Jahren als Mitglied der Iranischen Revolutionsgarde im Ersten Golfkrieg gegen das Nachbarland Irak.

Nach dem Masterstudium in Politikwissenschaften an der Islamischen Asad-Universität in Teheran machte Araghtschi seinen Ph.D. in Political Thought an der Universität von Kent.[2]

Araghtschi trat 1989 dem iranischen Außenministerium bei. In den 1990er Jahren war er Geschäftsträger bei der iranischen Mission bei der Organisation für Islamische Zusammenarbeit mit Sitz in Dschidda und später Generaldirektor des Instituts für politische und internationale Studien (IPIS). Er war von 1999 bis 2003 Botschafter in Finnland und von 2007 bis 2011 in Japan. Von 2005 bis 2007 und von 2011 bis 2013 sowie von 2017 bis 2021 war er auch Vizeminister sowie dann zuletzt Sprecher des Außenministeriums. Araghtschi fungierte 2015 als Irans Chefunterhändler in Gesprächen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten beim Atomabkommen. Er wurde von Präsident Massud Peseschkian im August 2024 zum Außenminister ernannt.

Er ist ein Unterstützer der sogenannten Achse des Widerstands, welche aus mehreren islamistischen Organisationen wie der Hamas in der Region Palästina, der Hisbollah im Libanon sowie der Huthimiliz im Jemen besteht.[3]

Commons: Abbas Araghtschi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI