Abdülmecid I.
Sultan des Osmanischen Reiches
From Wikipedia, the free encyclopedia
Abdülmecid (geb. 25. April 1823 in Istanbul; gest. 25. Juni 1861 ebenda; auch ʿAbd al-Madschīd, Abdulmedjid) war vom 1. Juli 1839 bis zu seinem Tod Sultan des Osmanischen Reiches. Er war Sohn Mahmuds II., erhielt eine islamische und westliche Erziehung und folgte seinem Vater mit 16 Jahren auf den Thron. Nach der Thronbesteigung nahm er auch den Kalifentitel für sich in Anspruch. Während seiner Herrschaft fand ein Großteil der als Tanzimat bezeichneten Reformen statt, die den administrativen, rechtlichen, wirtschaftlichen und Bildungsbereich des Osmanischen Reichs neu ordneten. Hierbei stand er unter dem Einfluss des reformfreudigen Staatsmanns Mustafa Reşid Pascha, der ihm zunächst als Außenminister und später als Großwesir diente. Zu den größten außenpolitischen Herausforderungen während seiner Herrschaft gehörten die Orientkrise und der Krimkrieg. Abdülmecid war der erste osmanische Sultan, der eine westliche Sprache (Französisch) sprach.[1] Er verließ den Topkapı-Palast und zog in den Dolmabahçe-Palast ein, den er zwischen 1843 und 1856 am Bosporusufer in europäischem Stil errichten ließ. Abdülmecid war auch ein begabter Kalligraf.

Eltern
Abdülmecid war der älteste Sohn von Sultan Mahmud II. und dessen zweiter Frau Bezm-i Âlem (gest. 1853).[2] Sie war ursprünglich eine georgische Sklavin und Anhängerin des mekkanischen Naqschbandī-Scheichs Muhammad Dschān. Abdülmecid war ihr einziger Sohn.[3]
Erziehung
Abdülmecid wurde 1825 nach dem Tod seines einzigen überlebenden älteren Bruders zum Kronprinzen (veliahd şehzade) ernannt.[4] Sein Vater unterzog ihn einer strengen Erziehung und ließ ihn die islamischen Fächer lernen, die für einen zukünftigen Sultan notwendig sind.[5] Wie alle Jungen seines Alters wurde er zunächst dazu angehalten, den gesamten Koran auswendigzulernen. Als er diese Leistung vollbracht hatte, fand ein Fest statt, und es wurden zahlreiche Geschenke verteilt, um das Ereignis zu würdigen.[6]
Drei bedeutende ʿUlamā' Istanbuls waren seine Privatlehrer: 1. Akşehirli Ömer Efendi, ein zu seiner Zeit hoch angesehener Gelehrter, den der Historiker Lutfī als Ustāẕ ul-küll („Lehrer aller“) bezeichnete, 2. Mehmed Zeyn-ül Abidin Efendi, der erste Imam seines Vaters in dessen späteren Jahren, und 3. der Naqschbandī-Scheich Mehmed Emin Şehri Hafiz Efendi, der Abdülmecid auch nach dessen Thronbesteigung noch viele Jahre relativ nahestand.[7] Butrus Abu-Manneh meint, dass Abdülmecid durch seinen Tutor Şehri Hafiz einerseits und seine Mutter andererseits schon in jungen Jahren mit dem Glauben der Naqschbandīya-Mudschaddidīya in Berührung kam und die Ideale des orthodoxen Islams das Fundament seiner Überzeugungen und seiner soziopolitischen Weltanschauung bildeten, die sich nach seinem Aufstieg und noch einige Jahre später in seinem Handeln widerspiegelten.[8] Auch Abdülmecids Lehrer in der Koranrezitation Eyubi Abdullah Efendi (gest. 1836) gehörte der Naqschbandīya-Mudschaddidīya an.[9]
Neben der traditionellen Ausbildung, die auch Arabische Kalligrafie umfasste,[4] erhielt Abdülmecid aber auch, ähnlich wie ein europäischer Prinz, westliche Bildung. Er lernte Französisch so gut, dass er es fließend sprechen und verstehen konnte, verfolgte aufmerksam europäische Publikationen und diskutierte mit Ausländern, mit denen er in Kontakt kam, über verschiedenste Themen.[10] Auch besuchte er Kurse in westlicher klassischer Musik.[4]
Herrschaft
Abdülmecid trat am 1. Juli 1839 die Nachfolge seines Vaters an, wobei er auch den Kalifentitel für sich in Anspruch nahm.[11] Drei Tage nach der Thronbesteigung richtete er ein imperiales Edikt (ḫaṭṭ-i Humayūn) an seinen Großwesir Hüsrev Mehmed Pascha, in dem er verkündete, dass „der imperiale Thron des Kalifats durch Erbschaft und berechtigten Anspruch“ auf ihn übergegangen sei.[12]
Überwindung der Orientkrise und Londoner Vertrag von 1840
Das Osmanische Reich befand sich zur Zeit von Abdülmecids Thronbesteigung auf dem Höhepunkt der sogenannten Orientkrise. Der Generalgouverneur von Ägypten Muhammad Ali Pascha hatte sich während der Herrschaft seines Vaters Mahmud II. aufgrund von dessen Zentralisierungspolitik und despotischer Herrschaft gegen seinen Oberherrn gewandt und Syrien besetzt.[13] Eine Woche zuvor, am 24. Juni 1839, hatte die osmanische Armee bei Nizip durch die Muhammad Alis Armee unter dem Kommando von dessen Sohn Ibrahim Pascha eine vernichtende Niederlage erlitten.[2]
Noch bevor der Sultan von der Niederlage bei Nizip erfuhr, versuchte er, die Angelegenheit durch eine Begnadigung Muhammad Ali Paschas beizulegen. Dafür entsandte er Köse Akif Efendi als Gesandten zu Muhammad Ali,[14] der die Vergebung und Begnadigung des Sultans sowie die Zusage überbrachte, ihm Ägypten auf erblicher Basis zu gewähren.[15] Allerdings hatte der osmanische Admiral Ahmed Fevzi Pascha, der den Aufstieg seines Rivalen Hüsrev Pascha zum Großwesir fürchtete, bereits am 3. Juli die osmanische Flotte nach Ägypten geführt und sie Muhammad Ali Pascha übergeben. Deshalb hielt Muhammad Ali das versöhnliche Angebot des Sultans für unzureichend. Er forderte Syrien auf erblicher Basis sowie die Entlassung seines lebenslangen Feindes Hüsrev Mehmed Pascha aus dem Amt des Großwesirs.[15]
Unterdessen forderten England, Frankreich, Russland, Österreich und Preußen am 27. Juli 1839 in einer gemeinsamen Note, dass die Ägyptenfrage nicht ohne ihre Konsultation gelöst werden dürfe. Die Annahme dieser Note markierte den Beginn einer neuen Ära in der osmanischen Geschichte. Mit ihr geriet das Osmanische Reich gewissermaßen unter die Vormundschaft europäischer Staaten.[16] Indem sich Abdülmecid auf Verhandlungen mit den europäischen Mächten einließ, die dann zum Londoner Vertrag vom 15. Juli 1840 führten, konnte er aber den Bestand seines Reiches sichern[17] Die Statthalterschaft über Ägypten wurde zwar Muhammad Ali Pascha erblich übertragen, aber die besetzten Gebiete sowie die osmanische Marine wurden zurückgegeben. Am 13. Juli 1841 unterzeichneten dieselben Mächte in London den Meerengenvertrag, der die Souveränität des Osmanischen Reiches über die Meerengen und das Verbot der Durchfahrt ausländischer Kriegsschiffe anerkannte.[16]
Edikt von Gülhane
Seit seinem Regierungsantritt Anfang Juli 1839 verfolgte Sultan Abdülmecid einen Kurs, dessen Ideale sich deutlich von denen seines Vaters unterschieden. Während Mahmud II. die Wiederherstellung der sultanischen Macht zum Ziel hatte, legte Abdülmecid Wert darauf, als tugendhafter Herrscher zu gelten und arbeitete daran, Missstände zu beheben und Unterdrückung und Machtmissbrauch zu beseitigen.[18] In der Proklamation, die er anlässlich seiner Thronbesteigung veröffentlichte, äußerte er den Wunsch, dass „die erhabene Scharia“ in allen Angelegenheiten Anwendung finden und „alle Einwohner, Arme und Schwache sowie freie Bürger“ (kāffe-yi ehālī ve fuqarā ve ʿaceze ve beraya) Ruhe und Sicherheit genießen mögen.[12] Außerdem rief er darin die Muslime zur Verrichtung der fünf täglichen Gebete auf und forderte die Staatsbeamten auf, „Männer, die nicht in die Moschee gegangen sind, auf der Straße nach dem Grund zu fragen“.[18] Darüber hinaus ordnete Abdülmecid anlässlich seiner Thronbesteigung an, Hunderte von Weinflaschen aus dem Weinkeller seines Vaters, des verstorbenen Mahmud II., in den Bosporus zu schütten.[19]
Zwei Wochen später, am 17. Juli 1839, verkündete Abdülmecid eine Irade, in denen er die Minister ermahnte, „in allen Angelegenheiten dem Gesetz der Gerechtigkeit und Billigkeit zu folgen“ und „die Anwendung der verehrten Scharia in allen Angelegenheiten des erhabenen Sultanats“ stets zu beachten. Dieser Erlass wurde seinen Ministern wahrscheinlich im Amt des Şeyhülislam verlesen.[20] Abu-Manneh meint, dass dieser Erlass das Vorspiel für das Edikt bildete, das der Sultan am 3. November 1839 proklamierte.[21]
Dieses Edikt, das die Tanzimat-Reformen einleitete, ist unter dem Namen Hatt-i şerif von Gülhane bekannt geworden.[22] Darin gelobte der Sultan, die Willkürherrschaft zu beenden, die Vorherrschaft der Scharia und des Rechts im Staat zu stärken und die Gerechtigkeit zu gewährleisten.[23] Der Sultan verpflichtete sich darin auch, im Saal der heiligen Reliquien einen Eid abzulegen, nicht entgegen den Bestimmungen des Edikts zu handeln, eine Handlung, die vor ihm noch kein osmanischer Sultan vorgenommen hatte.[24] Er äußerte zudem den Wunsch, dass niemand ohne Gerichtsverfahren, Urteil und seine Zustimmung hingerichtet werden solle.[13] Abu-Manneh vermutet, dass das Edikt von Gülhane mit dem Versprechen seiner hohen moralischen und rechtlichen Ideale dazu beitrug, die Sympathie der Menschen für Sultan Abdülmecid zurückzugewinnen, die von den Taten und der Politik seines Vaters, Sultan Mahmud II., enttäuscht waren.[25]
Reformpolitik

In den folgenden Jahren trieb Abdülmecid verschiedene Reformmaßnahmen voran. Hierzu gehörten zunächst einmal verschiedene Vorkehrungen für eine effizientere Verwaltung des öffentlichen Dienstes und für die Förderung des Handels sowie die Neuorganisierung der Armee.[1] Das 1843 erlassene Militärgesetz regelte den Militärdienst nach einem Losverfahren neu[26] und schuf fünf Regionalarmeen (mit einer sechsten, die 1848 ergänzt wurde).[27] 1846 wurde die Polizeibehörde (zaptiye müşirliği) gegründet und die öffentliche Sicherheit in Istanbul und den Provinzen diesem Amt übertragen.[28] 1851 stiftete Abdülmecid den Mecidiye-Orden für Verdienste um das Reich.'[1]
Die Anzahl der schon unter Mahmud II. eingerichteten Räte und Ministerien wurde weiter erhöht. Der Reichsrat (dîvân-ı hümâyun), die höchste Entscheidungsinstanz für alle administrativen und gerichtlichen Angelegenheiten, verlor an Bedeutung. An seine Stelle trat der Meclis-i Hâs oder auch Meclis-i Vükelâ genannte Rat, der sich aus den Ministern zusammensetzte. Die Bedeutung dieses Rats, der aus dem Leiter des Gerichtswesens, dem Außenminister, dem Finanzminister, dem Minister der Zivilliste, dem Minister für die herrschaftlichen Stiftungen, dem Handelsminister, dem Kommandeur der Polizeibehörde, dem Sekretär des Großwesirs und dem Adjutanten der Valide Sultan bestand und vom Großwesir geleitet wurde, nahm im Laufe der Zeit zu.[28] Die von Mahmud II. geschaffene Position des Premierministers gab Abdülmecid aber wieder auf und kehrte zum Amt des Großwesirs zurück.[29] Im Jahr 1850 wurde ein Verfahren eingeführt, nach dem die Beamten, die dem Meclis-i Hâs beitraten, einen Eid leisten mussten, dem Sultan und dem Staat treu zu dienen. Dieses Verfahren wurde im Laufe der Zeit auch auf andere Ämter ausgeweitet.[28] Das erste Gesetz, das die Pflichten und Befugnisse der Beamten festlegte, wurde am 22. September 1858 erlassen.[26]
1853 wurde der „Hohe Rat der Reformen“ (meclis-i âlî-i tanzîmat) gegründet und die Gesetzgebungsbefugnis des 1838 gegründeten Obersten Rats für Gerichtsverordnungen (meclis-i vâlâ-yı ahkâm-ı adliyye) auf diesen Rat übertragen. Dieser erhielt 1854 auch die Aufgabe, Reformen zu organisieren und zu kontrollieren. Zur Organisation der Artillerie wurde der Meclis-i Tophâne-i Âmire gegründet, und zur Organisation, Durchführung und Kontrolle von Bildungsangelegenheiten wurde 1845 der aus Intellektuellen bestehende Rat für öffentliche Bildung (meclis-i maârif-i umûmiyye) gegründet. Um finanzielle Angelegenheiten zu prüfen und die erforderlichen Vorschläge zu unterbreiten, wurde 1846 ein Rat für das Finanzwesen (meclis-i mâliyye) gegründet. Daneben wurden noch andere Räte für die Marine, die Landwirtschaft und den Bergbau gegründet. In den Provinzen wurden um den Gouverneur herum lokale Räte eingerichtet. In diesen Räten wurde auch Nichtmuslimen das Recht auf Vertretung gewährt.[30]
Auch im Justizwesen wurden bedeutende Reformen durchgeführt. Zusätzlich zu den bereits vor der Tanzimat bestehenden Scharia-Gerichten, Gemeindegerichten und Konsulargerichten wurden 1848 gemischte Gerichte geschaffen, in denen sowohl muslimische als auch nichtmuslimische Mitglieder vertreten waren.[27] Einige Gesetze wurden durch Übersetzung und Anpassung aus westlichen Ländern übernommen. Das Strafgesetzbuch von 1840, das Handelsgesetzbuch von 1850 und das Landgesetz von 1857 sind Beispiele für auf diese Weise übernommene Gesetze. Während das neu eingerichtete Justizsystem dem Justizministerium unterstellt wurde, verblieben die alten Scharia-Gerichte im Zuständigkeitsbereich des Şeyhülislam.[26] 1847 ließ Abdülmecid das erste Salname veröffentlichen.[1]
Reformen wurden auch im Bildungsbereich vorangetrieben. 1841 wurden Mittelschulen (rüşdiye) für Jungen eingeführt, 1845 mit der Schaffung einer Universität (darülfünun) begonnen,[31] und vorbereitende Militärschulen (iʿdadiye) geschaffen.[27] 1847 wurde das Ministerium für öffentliche Schulen (mekâtib-i umûmiyye nezâreti) zur Verwaltung der Grund- und Mittelschulen eingerichtet. 1849 wurde das erste Gymnasium (Dârülmaârif) gegründet, um Absolventen der Rüşdiye-Schulen an die Universität heranzuführen. 1858 wurde in Istanbul die erste Rüşdiye-Schule für Mädchen eröffnet. Ab 1845 wurden die Militärschulen in drei Einrichtungen aufgeteilt, und später die Militärakademie gegründet. 1847 wurde außerdem die erste Lehrerbildungsanstalt (dârülmuallimîn) eröffnet. Neben zahlreichen weiteren Schulgründungen wie der Landwirtschaftsschule (1847), der Forstschule (1859), der Telegrafenschule (1860) und der Hebammenschule (1842), die der Medizinschule angegliedert wurde, wurde 1850 als erste wissenschaftliche Akademie des Nahen Ostens die Encümen-i Daniş gegründet, der viele einheimische und ausländische Gelehrte als Mitglieder beitraten. Durch diese Institution wurden die Vereinfachung der türkischen Sprache und die Geschichtsschreibung des Osmanischen Reiches angestoßen. Ihr bedeutendster Beitrag zur türkischen Wissenschaft ist Ahmed Cevdet Paschas Geschichte des Osmanischen Reichs. Ähnlich wie im Rechtswesen zeigte sich auch im Bildungswesen eine Dualität. Während die Madrasas mit ihrer alten Struktur unter der Verwaltung des Şeyhülislam verblieben, wurden die neu gegründeten Schulen dem Bildungsministerium angegliedert.[32]
Im Jahr 1840 erschien mit der Cerîde-i Havâdis die erste private Zeitung in osmanisch-türkischer Sprache. Sie wurde von dem Engländer William Nosworthy Churchill herausgegeben und von der Regierung subventioniert.[33] 1855 wurde die erste Telegrafenlinie im Osmanischen Reich eingerichtet.[34] 1839 wurden zum ersten Mal Banknoten ausgegeben,[35] und 1844 die Währung durch Prägung verschiedener Denominationen unter dem Namen Mecidiye verbessert.[31]
Reisen und persönliches Auftreten
Nach Mahmud II. war Abdülmecid der zweite Sultan, der Reisen innerhalb seines Landes unternahm, um sich persönlich ein Bild von den Bedürfnissen der Bevölkerung zu machen.[27] Im Juni 1844 besuchte er İzmit, Mudanya, Bursa, Gelibolu, Çanakkale und die Prinzeninseln.[36] 1846 unternahm er mit seinem Gefolge eine Reise durch Rumelien, den europäischen Teil seines Reichs.[37] Von Edirne aus reiste er nach Eski Zağra, Kızanlık, Gabrova, Tırnova, Rusçuk, Silistra und Varna.[38] 1850 besuchte er Kreta.[27] Ende 1859 besuchte er für fünf Tage Selanik, das heutige Thessaloniki. Bei den Reisen durch Rumelien und nach Selanik wurde er von allen lokalen Gemeinschaften feierlich empfangen.[39]

Seine Reisen und seine fast täglichen Ausflüge nach Istanbul dienten wie seine Porträts, die in öffentlichen Gebäuden hingen, auch dazu, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Wie sein Vater nutzte Abdülmecid seine Sichtbarkeit, um die Öffentlichkeit für sich zu gewinnen und die Macht zur Schau zu stellen. Diese neue Politik ging einher mit der Entwicklung der öffentlichen Meinung, die mit der Neuordnung des Staates, der Verbreitung moderner Schulen und der Entwicklung der Presse und der Post verbunden war.[27]
Abdülmecid änderte auch einige Regeln des Hofprotokolls, die von früheren Sultanen befolgt worden waren. Während bis dahin Gespräche ausländischer Botschafter mit dem Sultan über politische Themen nicht üblich waren, begann er kurz vor dem Krimkrieg, die Gesprächsanträge der Botschafter nicht mehr zurückzuweisen. Von nun an hatten die Botschafter die Möglichkeit, nach Vereinbarung einen Termin mit dem Sultan zu bekommen. Nur der britische Gesandte Stratford Canning konnte den Sultan ohne Terminvereinbarung treffen. Dieser Gesandte hatte beim Sultan so viel Einfluss, dass er von den westlichen Diplomaten den Beinamen „ungekrönter Sultan“ erhielt. Die Offenheit gegenüber den westlichen Gesandten zeigte sich auch darin, dass er als erster Sultan einen europäischen Orden annahm, nämlich der Orden der Ehrenlegion des französischen Kaisers Napoleon III. Bei dieser Gelegenheit nahm er auch am Ball teil, den der französische Botschafter am 4. Februar 1856 gab.[29]
Rivalisierende Machtzentren während seiner Herrschaft
Während seiner zwanzigjährigen Herrschaft wechselte Abdülmecid 22 Mal den Großwesir aus. Er ließ sich dabei auch von seiner Umgebung beeinflussen und handelte auf die Anregungen seiner Frauen, Töchter und Schwiegersöhne.[29] Seine Herrschaftsperiode war von scharfen Rivalitäten zwischen den führenden Persönlichkeiten des Staates geprägt. Schon während der Trauerfeierlichkeiten für Mahmud II. am 2. Juli 1839 entriss Hüsrev Mehmed Pascha, der Vorsitzende der Reformbehörde (Meclis-i Vâlâ-yı Ahkâm-ı Adliyye), Premierminister Mehmed Emin Rauf Pascha gewaltsam das kaiserliche Siegel und ernannte sich selbst zum Großwesir.[14]

Zum führenden Staatsmann in der ersten Phase von Abdülmecids Herrschaftsperiode wurde aber Mustafa Reşid Pascha (gest. 1858), der in den letzten Regierungsjahren Sultan Mahmuds als Botschafter in Frankreich und England gedient hatte. Er fungierte unter Abdülmecid zunächst als Außenminister und später Großwesir. Ihm standen in diesen Ämtern eine Reihe junger, aber fähiger und begabter Beamter zur Seite, darunter Mehmed Emin Ali Pascha (gest. 1871) und Mehmed Fuad Pascha (gest. 1869). Sie verlagerten das Zentrum der Staatsmacht vom Sultan zur Hohen Pforte, zum Ärger eines kleinen Palastzirkels, der die für die Herrschaftsperiode Mahmuds II. kennzeichnende Autokratie des Sultans bewahren wollte.[13] Obwohl Abdülmecid Mustafa Reşid Pascha und seinen Mitarbeitern vertraute und sich auf sie verließ, gelang es dem Palastzirkel 1852, den Großwesir seines Amtes zu entheben. Zwei Fraktionen in den oberen Regierungskreisen, die unterschiedliche politische Strömungen repräsentierten, wetteiferten Anfang der 1850er Jahre um die Macht, und ihre Rivalität markierte den Beginn von Reşid Paschas Fall und den Aufstieg von Ali Pascha, seinem langjährigen Vertrauten.[13]
Die Botschafter Großbritanniens und Frankreichs in Istanbul lieferten sich einen erbitterten Kampf um die Einflussnahme auf den Sultan. Auch die osmanischen Staatsmänner teilten sich in zwei Lager, von denen das eine der englischen und das andere der französischen Seite zuneigte. Mustafa Reşid Pascha stand auf der Seite der Engländer, während Ali Pascha und Fuad Pascha auf der Seite der Franzosen standen. Abdülmecid brachte je nach dem Ausmaß des Drucks, den die englische und die französische Regierung über ihre Botschafter in Istanbul ausübten, eine der beiden Gruppen an die Macht.[40]
Abdülmecids Mutter, auf deren Rat sich der Sultan stützte, verstarb 1853; etwa zu dieser Zeit begann sich sowohl die Gesundheit des Herrschers zu verschlechtern als auch sein Einfluss auf die Politik zu verringern. Am Vorabend des Krimkrieges verschärfte sich die Rivalität zwischen den beiden verfeindeten politischen Fraktionen, und dem Sultan gelang es nicht, die Lage unter Kontrolle zu bringen.[13]
Der Krimkrieg

Ernste Wirren im Libanon (1845) und die Erhebung der Walachei und Moldau, die mit der gemeinschaftlichen Besetzung der beiden Provinzen durch Russen und Türken und dem Vertrag von Balta-Limani (1849) endete, waren die Hauptereignisse während Abdülmecids Regierung, bevor die Frage der christlichen heiligen Stätten in Palästina den Krimkrieg entfesselte.[17] Als Reaktion auf französische Wünsche nach einer Besserstellung der Katholiken erinnerte Russland unter Berufung auf den Vertrag von Küçük Kaynarca an seine Schutzrechte gegenüber den Orthodoxen im Osmanischen Reichs.[31] Im Juni 1853 besetzte es Moldau und die Walachei, wobei es sich auf den Vertrag von Balta-Limani (1849) bezog. Dabei wurde de facto ein Kriegszustand geschaffen. Im September 1853 riefen die ʿUlamā' und Studenten der Medresen in Istanbul Abdülmecid mit Bekanntmachungen und einer Serie von Kundgebungen dazu auf, Russland den Heiligen Krieg zu erklären.[41] Zwar wollte der Sultan selbst einen Krieg vermeiden,[13] doch reagierte er nach vergeblichen Konferenzen der Großmächte am 4. Oktober schließlich doch mit einer Kriegserklärung.[31]
Abdülmecids Militärgouverneur Omer Pascha Latas konnte zunächst auf dem linken Donauufer einige Siege erringen. In Asien wurden seine Truppen jedoch in der Schlacht von Achalziche (1853) geschlagen und die osmanische Flotte in der Seeschlacht bei Sinope vernichtet. Außerdem erlitten seine Truppen in Calafat eine Niederlage. Im März 1854 umzingelten die Russen die Festung Silistra, gaben aber nach sechsmaliger vergeblicher Bestürmung die Belagerung am 24. Juni auf. Nach Einmischung Frankreichs und Englands waren sie gezwungen, die Donaufürstentümer zu räumen. Am 8. September 1855 konnte nach mehrwöchiger Belagerung die russische Festung Sewastopol eingenommen werden, ein Erfolg, der auch nicht durch die russische Einnahme von Kars am 29. November 1855 aufgewogen wurde.[42]
Während des Krimkrieges ging die Kontrolle über den Staat weitgehend in die Hände von Mehmed Emin Ali Pascha und Mehmed Fuad Pascha über. Sowohl von ihrer Herkunft als auch in ihrer Weltanschauung unterschieden sie sich von Mustafa Reşid Pascha, und eine ihrer ersten Maßnahmen war die Abschaffung der Dschizya und die Verpflichtung von Nichtmuslimen, die der Wehrpflicht unterlagen, den bedel, eine Art Ersatzzahlung, zu entrichten.[13] Um die hohen Kosten des Krimkrieges zu decken, wurden erstmals Kredite im Ausland aufgenommen (24. August 1854); es folgten weitere 1855, 1858 und 1860. Wichtige nationale Einnahmequellen wurden für diese Kredit verpfändet.[43]
Pariser Frieden und das Reformedikt von 1856

Am 30. März 1856 wurde der Pariser Frieden unterzeichnet, der den Krimkrieg beendete. Darin wurde die Unverletzlichkeit der Türkei anerkannt, der Bosporus und die Dardanellen wurden für Kriegsschiffe gesperrt und die russische Schutzherrschaft über die Donaufürstentümer abgeschafft. Serbien, die Moldau und die Walachei wurden nunmehr, unter der Oberherrschaft des osmanischen Reiches, eigenständig. Außerdem trat durch dieses internationale Abkommen die Türkei in den Rat der europäischen Mächte ein.[44]
Briten und Franzosen, die während des Krimkrieges an der Seite der Osmanen gekämpft hatten, forderten allerdings Gleichberechtigung für Nichtmuslime im Osmanischen Reich, und erreichten, dass Abdülmecid ein Reformedikt erließ, das das Edikt von Gülhane bestätigte und ergänzte. Dieses Reformedikt (iṣlāḥāt fermānı), das von den französischen und britischen Botschaftern gemeinsam mit dem Großwesir und dem Scheichülislam ausgearbeitet worden war, wurde vom Sultan noch vor Beginn des Pariser Kongresses am 18. Februar 1856 verkündet.[45] In diesem Edikt erkannte der Sultan die bürgerliche Gleichheit aller seiner Untertanen an, führte ein neues Steuersystem ein und führte die Wehrpflicht auch für Nichtmuslime ein.[26] In der Vorrede bekannte sich der Sultan zu der Pflicht, „das vollkommene Glück aller Klassen unserer Untertanen, die vor Unseren gerechten und väterlichen Augen gleich und untereinander durch die innigen Bande der Vaterlandsliebe verbunden sind,“ anzustreben.[46] 1857 wurde auch der Handel mit Sklaven verboten.[27]
Der Küleli-Vorfall
Obwohl das Reformedikt von 1856 der Scharia widersprach, gab Abdülmecid seine Zustimmung, und seine Verkündung markierte den Beginn der zweiten Phase des Tanzimat, die durch zunehmende Verwestlichungsmaßnahmen gekennzeichnet war. Im Gegensatz zum Gülhane-Edikt rief das Edikt allerdings scharfen Widerstand von Seiten der herrschenden muslimischen Klassen und den ʿUlamā' hervor.[13] Hinzu kam, dass sich die finanzielle Lage des Staates erheblich verschlechterte, und die zur Deckung der Kriegskosten unter schwierigen Bedingungen aufgenommenen Auslandsschulden die Staatskasse schwer belasteten. Die finanziellen Schwierigkeiten und die Unzufriedenheit über die weitreichenden Privilegien nichtmuslimischer Untertanen stürzten das Land ins Chaos. 1857 kam es in Dschidda und 1858 in Montenegro zu Zwischenfällen. Die Unzufriedenen beschlossen, Abdülmecid, den sie als zu nachgiebig gegenüber den europäischen Mächten betrachteten, zu entmachten und seinen Bruder Abdülaziz auf den Thron zu setzen. Aufgrund einer Denunziation wurde dieser Aufstandsversuch, der als Küleli Vakası („Küleli-Vorfall“) in die Geschichte einging, am 14. September 1859 noch vor seinem Beginn niedergeschlagen.[47]
Bauaktivitäten und Kunst
Abdülmecid führte zahlreiche religiöse Bauprojekte durch, um seine Frömmigkeit zu bezeugen. So ließ er die Prophetenmoschee in Medina, die vier Jahrhunderte nicht restauriert worden war, vollständig wiederaufbauen und erweitern. Die Arbeiten daran dauerten zwölf Jahre und endeten erst 1860. Ein weiteres Projekt war die Neugestaltung des Felsendoms in Jerusalem. Daneben gründete er eine Bibliothek in Mekka.[48] Außerdem entsandte Abdülmecid eine Mission nach Bagdad, um die Schreine „der Imame der Religion“ zu restaurieren und neu zu schmücken.[13]
In Istanbul ließ Abdülmecid die Hagia Sophia von 1847 bis 1849 durch Gaspare Fossati umfassend restaurieren und bis 1854 die Teşvikiye-Moschee fertigstellen.[49] Er ließ auch Krankenhäuser und andere weltliche Gebäude errichten wie das Osmanische Staatsarchiv (1845). Wichtig waren auch seine Palastbauten: der Dolmabahçe-Palast, der im Juni 1856 seine Pforten öffnete,[1] der Tophane-Pavillon (1851), den er durch den britischen Architekten Williams James Smith ausführen ließ,[50] und der Küçüksu-Palast von 1857.[49] In der Dobrudscha gründete er im Jahr 1856 die Stadt Medgidia.

Abdülmecid widmete sich neben seinen Staatsgeschäften auch der Arabischen Kalligrafie. Er erhielt Unterricht in den Schriften Naskh, Thuluth und Dschalī-Thuluth von Tahir Efendi, einem Schüler des berühmten Kalligrafen Mahmud Celaleddin, und erwarb eine Idschāza über seine Fähigkeiten. Später nahm er Unterricht bei dem Kalligrafen Kazasker İzzet Efendi und erhielt von ihm in denselben Schriften eine zweite Idschāza. Einige Medaillons mit den von ihm gestalteten Namen der vier Kalifen Abū Bakr, ʿUmar, ʿUthmān und ʿAlī, die von der der klassischen osmanischen Dschalī-Schrift abweichen und dem Stil der Schule von Mahmud Celaleddin folgen, befinden sich in Istanbul in den Moscheen von Kılıç Ali Paşa, Dolmabahçe und Ortaköy[51] sowie in der Hırka-i-Şerif-Moschee in Fatih.[52]
Förderung der Naqschbandīya-Mudschaddidīya
Abdülmecid hielt während seiner gesamten Herrschaftszeit Scheiche der Naqschbandī-Mudschaddidī-Ordensgemeinschaft in Istanbul in hohen Ehren und öffnete den Palast für sie.[53] Gleich nach seiner Thronbesteigung erwies er seinem ehemaligen Lehrer Şehri Hafiz großen Respekt und ernannte ihn zum Mufti der Kaiserlichen Garde (Hassa Ordu Hümayûnu), deren Aufgabe es war, den Palast zu bewachen und die Stadt zu verteidigen. Ein weiterer Naqschbandī-Mudschaddidī-Scheich, dessen Tugenden der junge Sultan bewunderte, war Mehmed Murad (gest. 1848), das Oberhaupt der Murad Molla Tekkesi im Viertel Çarşamba in Fatih. Solange der Scheich lebte, besuchte ihn Abdülmecid regelmäßig in seiner Tekke.[54] Während Abdülmecids Regierungszeit erlebte Naqschbandī-Mudschaddidī-Orden eine starke Expansion: Allein in Istanbul wurden sechs neue Naqschbandī-Tekkes gegründet.[55]
Zwischen 1842 und 1846 ließ Abdülmecid außerdem über dem Grabmal des Naqschbandī-Scheichs Chālid al-Baghdādī in Damaskus ein Zāwiya[56] mit einer Qubba, einer Moschee, Räumen für Murīden, einer Küche und einem kleinen Teich errichten.[57] Eine maßgebliche Rolle bei der Errichtung des Mausoleums spielte der Wālī von Damaskus Gürcü Necib Pascha, der ebenfalls dem Chālidīya-Orden angehörte.[58]
In den 1850er Jahren pflegte Abdülmecid den Scheich Yanyalı Mustafa İsmet (gest. 1872) aufzusuchen, der wie Şehri Hafiz ein Stellvertreter des Chalidī-Scheichs ʿAbdallāh al-Makkī war. Vor seinem Tod bat Sultan Abdülmecid den Scheich İmet, zusammen mit zehn weiteren Anhängern jeden Freitagabend das spezielle Chālidīya-Gebet Hatmi Hacegan an seinem Grab zu beten. Dieser Wunsch des Sultans wurde auch nach dem Tod des Scheichs bis zur Schließung der Tekkes im Jahr 1925 erfüllt.[59]
Tod und Nachkommen

Einsam und krank in seinen letzten Jahren,[13] starb der Sultan im Juni 1861 mit 38 Jahren im Ihlamur-Pavillon an Tuberkulose.[49] Er wurde in einer einfachen Türbe in der Nähe der Moschee von Sultan Selim I. beigesetzt.[1] Ihm folgte sein Bruder Abdülaziz (reg. 1861–1876) als ältestes Mitglied der Osmanen-Dynastie auf dem Thron. Seine zahlreichen Konkubinen gebaren ihm insgesamt 37 Kinder, von denen vier, Murad V. (reg. 1876), Abdülhamid II. (reg. 1876–1909), Mehmed V. (reg. 1909–1918) und Mehmed VI. (reg. 1918–1922) ebenfalls Sultan wurden.[35]
Urteil der Nachwelt
Abdülmecid wird als ein feinsinniger und kultivierter Mann von schlanker Statur beschrieben. Unberechenbar, aber mutig, erwarb er sich allgemeinen Respekt, indem er sich 1849 weigerte, Lajos Kossuth und die anderen Personen, die nach dem Scheitern des ungarischen Aufstands Zuflucht im Osmanischen Reich gesucht hatten, an die Österreicher auszuliefern.[1] Zwar neigte er zu exzessiver Verschwendung, insbesondere gegen Ende seines Lebens,[44] doch lehnte er im Gegensatz zur Hohen Pforte Kredite aus Europa ab.[13] Edouard Engelhardt, der 1882 ein Buch über die Tanzimat verfasste, urteilte darin, dass die Oligarchie, die den Thron Abdülmecids umgab, einen unerfahrenen und willensschwachen Herrscher „zum Instrument ihrer Intrigen und sozusagen zum unwissenden Komplizen ihrer Verschwendung“ gemacht habe.[60]
Literatur
- Butrus Abu-Manneh: Studies on Islam and the Ottoman Empire in the 19th century (1826–1876). The Isis Press, Istanbul 2001.
- J. Deny: ʿAbd al-Madjīd I In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition Brill, Leiden 1960. S. 74b–75b.
- François Georgeon: “Abdülmecid Ier” in F. Georgeon, Nicolas Vatin und Gilles Veinstein: Dictionnaire de l’Empire Ottoman. Fayard, Paris 2015. S. 34–35.
- Adrian Gilson: The Czar and the Sultan: Or, Nicholas and Abdul Medjid: Their Private Lives and Public Actions. Harper & Brothers, New York 1853. Digitalisat
- Clément Huart: „ʿAbd al-Madjīd“ in Enzyklopaedie des Islam. Brill, Leiden 1913, Bd. I, S. 50. Digitalisat
- H.-J. Kornrumpf: „Abdülmecid I.“ in Mathias Bernrath: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Oldenburg, München 1974. Bd. I, S. 7–8. Digitalisat
- Cevdet Küçük: “Abdülmecid” in Türkiye Diyanet Vakfı İslâm Ansiklopedisi Istanbul 1988. Bd. I, S. 259–253. Online-Version mit Link zum Digitalisat
- Bernard Lewis. The emergence of modern Turkey. London 1961. S. 104–107.
- Georg Rosen: Geschichte der Türkei von dem Siege der Reform im Jahre 1826 bis zum Pariser Tractat vom Jahre 1856. Zweiter Theil: Von der Thronbesteigung Abdulmedjids bis zum Pariser Tractat von 1856. Hirzel, Leipzig 1867. Digitalisat
- Necdet Sakaoğlu, Nuri Akbayar: Sultan Abdülmecid: a milestone on Turkey’s path of westernization. Deniz Bank, Istanbul 2002.
- Sigmund Spitzer: “Am Hofe Sultan Abdul Medjid’s” ed. Th. Gomperz in Deutsche Rundschau 99 (1899), 115–138. Digitalisat
- Darin N. Stephanov: Ruler Visibility and Popular Belonging in the Ottoman Empire, 1808–1908. Edinburgh University Press, Edinburgh 2018. S. 37–94.
- Turgut Subaşı: „Stratford Canning’in Raporlarına Göre Sultan Abdülmecid ve Ona İngiltere Tarafından Verilen Dizbağı Nişanı (Knight of the Garter)“ in Belleten 80 (2016) 157–176. doi:10.37879/belleten.2016.157.